*uff*

Gerade sind Frau Llewella und Herr Schnäuzelchen wieder im- dank Kachelofen –  kuschelig warmen  Wohnzimmer eingelaufen. Junior hämmert mit Tupperware aufs Parkett und wir entspannen unsere Knochen.

Denn – wir waren ein kleines bißchen fleißig heute.

Da draußen im Garten, da stehen zwei Apfelbäume, die uns ein wenig im Magen lagen – die sind nämlich bestimmt seit vier oder fünf Jahren nicht zurückgeschnitten worden. So langsam sollte man das angehen, haben wir uns gedacht. Denn ab Mittwoch bringt der Wetterdienst wieder Frost (bis minus 12 Grad *bibber*), und die beiden Wochenenden danach haben wir etwas vor.

Und dann wäre ja schon wieder März. Eigentlich sollte man die Bäume ja bis dahin schon geschnitten  haben.

Also ran an den Speck. Schnäuzelchen hat die Säge ergriffen und wir haben erst einmal den einen dicken Ast vom großen Baum entfernt. Der wächst nämlich ganz blöde. Erstens ist er so niedrig, dass man sich beim Äpfel aufklauben immer das Hirn anstößt, zweitens nervt er Schnäuzelchen jedesmal beim Rasenmähen – aus dem selben Grund – und drittens hat gut die Hälfte eh keine kleinen Ästchen mehr, trägt folglich nicht, und der Teil, der trägt, wuchert in den kleineren Apfelbaum hinein und klaut diesem die Luft zum fruchten (äh – haben Sie mal geschaut, wie lang dieser Satz ist????)

Jedenfalls – nachdem wir im Sommer lang und breit darüber diskutiert hatten, musste der Ast heute weg. Dann haben wir gleich noch einen zweiten abgesägt, der so gar kein bißchen mehr Sinn machte. Denn – tragende Äste hatte der gleich Null.

Schnäuzelchen warf die Jacke von sich und ich habe mir dann noch die Wundverschlußpaste an die Jacke geschmiert anstatt auf den Baum (naja, da kam sie auch hin, aber das mit der Jacke hätte nicht sein müssen). Der dicke Ast fand dann seinen Weg zum Hochbeet, wo ich ihn die nächsten Tage so nach und nach von seinen kleinen Ästen befreien werde. Die landen im Hochbeet und der Rest kommt zum verfeuerbaren Holz.

Nach dieser Aktion hat es dann erst mal gereicht. Immerhin beginnt das Gartenjahr erst, man muss es langsam angehen lassen *lächel* Ich habe noch meinen Weihnachtsbaum zerlegt und die Äste auf die Stelle geworfen, wo die Montbretien wachsen. Immerhin liegt jetzt kein  Schnee mehr – und Kahlfröste sind bestimmt nix für die Zwiebeln. Wenn sie denn überhaupt noch leben.

Schnäuzelchen mußte dann noch die – leider hölzerne – Heuraufe der Pferde mit Diesel beglücken, denn die Pferde mutieren derzeit zu Bibern und wenn sie damit weiter machen, kracht demnächst das Dach der Raufe über ihnen zusammen, weil die tragenden Holme hinüber sind. Diesel hilft halbwegs, aber auch nicht auf Dauer. Leider hatte uns da noch niemand den zündenden Tip.

Übrigens: Ich habe den ersten Winterling gesichtet und die ersten Schneeglöckchen und Krokusse schieben auch ihr Grün aus der Erde.

Außerdem: Selbst wenn einem Rosenscheren furchtbar stumpf vorkommen – seine Finger sollte man besser aus der Schneide raus lassen *aua*

Und jetzt gehen wir dann zum gemütlichen Teil des Tages über…

Samstag (06.02.), bewölkt, trocken, 4°C