Südländisches (vermutlich)…

„Wer lesen kann, kann auch kochen.“

Mit diesem Ausspruch hat sich mittlerweile nicht nur Minchens Papa bereits bei Kollegen unbeliebt gemacht, nein, das ist mir mittlerweile auch passiert. Gelesen habe ich hier dieser Tage etwas von einem „Kalbsschnitzel mit Fenchel und Orangen“. Hörte sich interessant an — beschloss ich für’s erste. Auch wenn mein Finanzministerium uns zum herkömmlichen Schweineschnitzel verdonnerte. Was der Qualität unseres heutigen Abendessens aber kaum Abbruch tat.

Die Kombination hörte sich recht südländisch an, auch wenn das dazugehörige Kochbuch dazu keine nähere Aussage traf. Vermutlich war das der entscheidende Punkt, die meisten Gerichte hatten es Freitag Abend schwer, sich durch meine spätabendliche Unlust zu wühlen.

Den Fenchel längs mit dem Gurkenhobel kleinschneiden und samt Butter und Pinienkernen auf einem Backblech verteilen. Dabei steigt einem dann schon wieder das Gemisch aus einem guten Dutzend ätherischen Ölen, die man so in der Frucht des Fenchel findet, in die Nase. Alles bei nicht ganz 200 °C in den Ofen.

Derweil das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Nun, eigentlich Orangenpfeffer. Hatten wir nicht im Haus, also musste der in der Betriebsanleitung alternativ vorgeschlagene schwarze Pfeffer herhalten. Im Nachhinein (und nach der Konsultation diverser Onlineshops) handelt es sich aber tatsächlich nur um eine Gewürzmischung, die aus Pfeffer und Orange besteht. Das, so die Erkenntnis im Nachhinein, hätte sich durchaus improvisieren lassen.

Derweil nach einer knappen Viertelstunde zunächst Orangensaft auf den Fenchel geträufelt und Orangenstücke dazugepackt. Das Ganze noch einmal kurz zurück in den Ofen. Dabei muss man sich durchaus sich dem entgegenströmenden Geruch erwehren, denn das ganze roch schon äußerst verlockend.

Zum Schluss alles auf dem Teller garnieren.

Fazit: Wenig aufwand und sehr, sehr schmackhaft.

Leider kann ich hiervon kein Bild anbieten dafür gibt es eine kleine Bilderstrecke vom gestrigen Abend. Mein erster Versuch einer Pfefferrahmsauce, laut Minchen gut gelungen, für meinen Geschmack fast ein wenig zu scharf. Vermutlich resultierte der Frust aber eher daraus, dass das Fleisch mal wieder zu weit war. Rindfleisch ist einfach (noch?) nicht meine Stärke.

3 Kommentare zu “Südländisches (vermutlich)…

  1. das eine liest sich gut und ander andere sieht gut aus – also: passt doch! 🙂 Bei uns gab’s heute Sonntägliche Fast Food: Spaghetti Bolognese – mit einer sehr fruchtigen schönen Rinderhacksoße

  2. Da möchte man doch gleich das letzte Bild kopieren, ausdrucken und dann geniessen, smile.

    Glückwunsch!

    Kochen kann ich zwar auch ganz gut, aber mit dem Servieren, dass auch das Auge was davon hat, da bin ich noch absoluter Laie, smile

  3. dieses oben angeführte zitat sollte ich mir gaaanz groß in die küche hängen.
    das sieht sehr, sehr lecker aus, was sie da gezaubert haben. ich mag ja ihren mut zur lücke („hab ich das nicht, nehm ich eben das…“). bei mir würden da unstopfbare löcher klaffen.
    (faule ausrede, man muss nur wollen 🙂 )

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