Warm!

Gerade habe ich mich ein halbes Stündchen meinem Wohnzimmerbeet gewidmet. Genauer gesagt, dem darin wachsenden Unkraut. Vor allem die Winde wagt es, ihren Kopf aus dem Erdreich zu stecken – das habe ich ihr fürs erste abgewöhnt. Schade, dass man das Zeug einfach nicht wirklich los wird, aber zumindest in diesem Beet habe ich es halbwegs im Griff.

Die Tulpen sind komplett verblüht und ich habe ihre Stengel zurückgeschnitten. Das nächste, was vermutlich zu blühen beginnt, ist die Akelei. Und lustigerweise sind ein paar Pflänzchen im Beet gewachsen, die verdächtig nach Tagetes aussehen (die an derselben Stelle vergangenes Jahr wuchs und erst im Frühjahr entfernt wurde). Bin mal gespannt.

Jedenfalls – nach dieser halben Stunde schwitze ich wie in der Sauna, so knallt die Sonne herunter… Ich glaube, ich werde mir jetzt erst mal ein Eis auf der Terrasse genehmigen 😀

Donnerstag (29.04.), Sonnenschein, so gut wie keine Wolken, gefühlte 25°C (oder mehr)

Englischer Schokoladenpudding

Vor einiger Zeit sah ich ein kleines Büchlein im hiesigen Supermarkt. Ich dachte mir, bei 99 Cent kann man nicht viel falsch machen und schlug zu. „Englische Dessertkuchen“ ist der vielversprechende Titel und das Büchlein liest sich interessant.

Heute habe ich mich also mal an einem echt englischen „Pudding“ versucht. Ein Schokoladenpudding mit Schokoladensoße.

Interessant ist schon mal die Art der Zubereitung dieses Kuchens. Werden unsere Kuchen im Rohr gebacken, wanderte dieser zwar auch ins Rohr – aber im Wasserbad. Die Form – ich verwendete eine Gugelhupf-Form und legte als Deckel den Glasdeckel unserer Pfanne, der backofentauglich ist, darauf – wird zur Hälfte ins Wasserbad gestellt und dann wird das Ding für ca. eine Stunde gedämpft.

Dazu gab es dann eine ziemlich leckere Schokoladensoße – sie hatte zwar Klüten, aber schmecken tat sie dennoch.

Sonntag (25.04.), Sonnenschein, wenig Wind, 23°C

Cotoneaster – nein danke!!!

„Damit Du es weißt“, sprach Schnäuzelchen mit ernster Miene, „das Zeug bekommt bei uns Hausverbot!!“

Das kann ich nur unterschreiben. Deswegen heißt mein Blog ja, wie es heißt. Also haben wir uns heute daran gemacht, den Cotoneaster um die Terrasse herum zu entfernen.  Auf diesem Bild, aufgenommen bei der Besichtigung unseres Häuschens, kann man ihn wunderbar erkennen.

Bereits im vergangenen Jahr mußte ein Teil des linken Randes weichen, jetzt war der Rest davon dran. Während der letzten Woche hatte ich schon einen Teil der Äste weggeschnitten und insgesamt fünf Schubkarren entsorgt. Bei absolut traumhaftem Wetter machte sich Schnäuzelchen nun ans Wurzelwerk.

Wer Cotoneaster kennt, weiß, was das für eine SauArbeit  ist. Mit allen möglichen und unmöglichen Ästen wurzelt diese Pflanze im Boden und man bekommt sie beinahe nicht wieder hinaus.

Dreieinhalb Stunden gaben wir gewühlt  und drei gefüllte Schubkarren Wurzelwerk entfernt.

Während unseres Gewühles haben wir zahlreiches Getier aufgescheucht, jede Menge Spinnen und Regenwürmer, außerdem eine Eidechse, die ich nicht kenne. Sie ist ungefähr so lang wie ein Zeigefinger und oben blaugrau oder so ähnlich – der Bauch hatte einen Orangeton. Wir haben sie dann unter den Hartriegel gesetzt und hoffen, dass sie da klar kommt.

Um den Tag noch komplett zu machen hat Schnäuzelchen dann noch den Rasen gemäht, so sieht der Garten doch gleich absolut klasse aus. Im Ex-Cotoneasterbeet stehen jetzt auch noch ein paar Pflanzen, zum Beispiel wohnt dort jetzt der Rittersporn, der ursprünglich im Wohnzimmerbeet beheimatet war. Dort befiel ihn aber immer der Mehltau, weil zu wenig Luft an ihn kam, seit der Hibiskus so hoch gewachsen war.

Anschließend mußten noch zwei Rosen, eine hellviolette Herbsaster, ein paar Veilchen und etliche Zwiebelpflanzen einziehen. Es sieht noch ziemlich mager aus – aber das wird sich schon noch ändern.

Im Wohnzimmerbeet blüht es inzwischen ganz wunderbar, die Tulpen sind einfach herrlich aufgeblüht

Samstag (24.04.), blauer Himmel, ein laues Lüftchen, 20°C

Aussaaten – endlich!

Ich weiß – ich bin mal wieder viel zu spät dran damit.

Aber heute früh musste es sein. Ich bewaffnete mich zunächst mit dem Besen und säuberte die Terrasse, danach ging es dann daran, selbige wieder zuzustellen.

Ausgesät habe ich Staudenphlox, Petunien, Löwenmäulchen und Levkojen. Außerdem erhielt das Rhizom des weißen Agapanthus ein Töpfchen, die Zinkwanne wurde von ihrer Herbstbepflanzung befreit. Eigentlich hätten in der Wanne derzeit Narzissen blühen sollen, aber sowohl diese als auch die Krokusse darin hat der Winter geholt. Dafür kamen jetzt die Zwiebeln der Sterngladiole hinein. Die ist eh nicht winterhart und die Zwiebeln müssen im Herbst wieder raus. Gerade richtig dann für die Herbstbepflanzung.

Nachdem das Hochbeet noch nicht ganz einsatzbereit ist, gabs ein paar Kräuter eben für die Terrasse. Kerbel habe ich gesät (auch wenn ich irgendwie bezweifele, dass das Saatgut noch keimfähig ist), Koriander, Basilikum und, was ich schon lange einmal versuchen wollte, Rucola. Ich liebe ihren pfeffrigen Geschmack.

Dienstag (20.04.), vormittags sonnig, ab mittags dichte Bewölkung, 14°C

Vom Primel-Umzug und anderen Kleinigkeiten

Sooo viele schöne Primeln wachsen heuer bei uns im Garten. In der Wiese. Und da diese Woche noch der erste Schnitt des Rasens droht, wären die dann hinüber. Dazu sind sie viel zu schade.

Also bewaffnete ich mich mit dem Unkrautstecher und stach sie fein säuberlich aus , worauf hin sie dann den Weg ins Wohnzimmerbeet fanden. Ich hoffe, es gefällt ihnen dort und sie blühen noch viele lange Jahre weiter!

Der gestrige Gartentag war ansonsten richtig schön. Die Sonne lachte vom Himmel und es war knuffig warm, so dass am späten Vormittag bereits der Pullover in die Ecke flog. Beim Werkeln wurde einem auch so richtig warm, gefühlt waren das schon 25 Grad!

Den Schmetterlingsflieder habe ich dann auch endlich zurückgeschnitten, ebenso den Strauch, von dem mir in einem Forum anhand von Bildern erklärt wurde, es sei wohl eine Kolbenspiere. Die würde gräßliche Ausläufer machen und man solle sich am Besten gleich davon trennen.

Nun, bislang verzichtet sie auf Ausläufer, aber vielleicht ist sie mit ihren drei Jahren auch noch nicht erwachsen genug, um sich zu vermehren. Ich werde schon sehen, was sie so tut.

Vor dem einen oder anderen Strauch stand ich dann wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg, weil ich nicht mehr wußte, was das nun für einer war und ich infolgedessen auch nicht mehr wußte, wann seine Zurückschneidezeit ist. Immerhin kam es mir über Nacht, dass einer davon wohl ein Pfeifenstrauch sei, der laut Bio-Gärtner schon im Februar zurückgeschnitten werden will. Nun gut, das haben wir wohl verpaßt, aber auch für diesen gilt ja, dass er noch nicht so groß ist.

Zwei Flieder habe ich auch, die aber noch nie blühten. Ob das bei Fliedern in den ersten zwei Jahren wohl normal ist? Und ob sie wohl heuer Lust verspüren, zu blühen? Man darf gespannt sein.

Dann ging es auf zu den Rosen. Die roten Rosen neben dem Hartriegel – oh je. Ich kann Frau Landgeflüster ja so gut verstehen – das war ganz schön frustrierend gestern. Ich habe vier von ihnen zurückgeschnitten (in dem Beet sind acht oder so was drin) – und sie sind so extrem zurück gefroren, dass ich bei manchen wirklich zweifle, ob sie wieder austreiben. Eine Rose ärgerte mich dann mit dem anderen Extrem. Meterlange Wildtriebe – und das bei einer Rose, die genau in der Mitte von vielen anderen steht, so dass man ja nur ganz schlecht an sie herankommt, um die Wildttriebe gleich am Ursprung zu entfernen.

Schön blüht allerdings derzeit mein Wohnzimmerbeet, ich hatte beinahe vergessen, dass ich soo viele Tulpen darin habe. Es würde bestimmt noch besser wirken, wenn der Rasen davor gemäht wäre. (So sah das übrigens noch nor zehn Tagen aus)

junge Pferde und Handschuhe

Jaja, ich weiß, ich sage es immer wieder allen Leuten, dass man beim Arbeiten mit jungen Pferden immer Handschuhe tragen soll.

Aber wie es eben so ist – einmal vergisst man die Dinger zu Hause und just an dem Tag beschließt das sonst immer so brave Pferd, dass es jetzt eben mal blitzschnell um 180 Grad kehrt machen könnte und einem dabei die Longierleine durch die Finger ziehen.

Tja, besagter Finger hat unschön geblutet und wird nun von einem kunstgerecht vom Herrn Papa angelegten Fingerverband verunstaltet… Ich sage Ihnen, Tippen mit nicht einsetzbarem Zeigefinger (nicht, dass er weh täte, aber er würde zwei Tasten auf einmal treffen) ist eine ziemlich lästige Angelegenheit.

Daher verzichte ich heute in den Kommentaren bei Ihnen auch auf die Grossschreibung… sonst dauert es noch länger.

Und das, wo ich heute *endlich* mal meine Einjährigen aussäen wollte…

Donnerstag (15.04.), bedeckt, 5°C