Aussaaten – endlich!

Ich weiß – ich bin mal wieder viel zu spät dran damit.

Aber heute früh musste es sein. Ich bewaffnete mich zunächst mit dem Besen und säuberte die Terrasse, danach ging es dann daran, selbige wieder zuzustellen.

Ausgesät habe ich Staudenphlox, Petunien, Löwenmäulchen und Levkojen. Außerdem erhielt das Rhizom des weißen Agapanthus ein Töpfchen, die Zinkwanne wurde von ihrer Herbstbepflanzung befreit. Eigentlich hätten in der Wanne derzeit Narzissen blühen sollen, aber sowohl diese als auch die Krokusse darin hat der Winter geholt. Dafür kamen jetzt die Zwiebeln der Sterngladiole hinein. Die ist eh nicht winterhart und die Zwiebeln müssen im Herbst wieder raus. Gerade richtig dann für die Herbstbepflanzung.

Nachdem das Hochbeet noch nicht ganz einsatzbereit ist, gabs ein paar Kräuter eben für die Terrasse. Kerbel habe ich gesät (auch wenn ich irgendwie bezweifele, dass das Saatgut noch keimfähig ist), Koriander, Basilikum und, was ich schon lange einmal versuchen wollte, Rucola. Ich liebe ihren pfeffrigen Geschmack.

Dienstag (20.04.), vormittags sonnig, ab mittags dichte Bewölkung, 14°C

Vom Primel-Umzug und anderen Kleinigkeiten

Sooo viele schöne Primeln wachsen heuer bei uns im Garten. In der Wiese. Und da diese Woche noch der erste Schnitt des Rasens droht, wären die dann hinüber. Dazu sind sie viel zu schade.

Also bewaffnete ich mich mit dem Unkrautstecher und stach sie fein säuberlich aus , worauf hin sie dann den Weg ins Wohnzimmerbeet fanden. Ich hoffe, es gefällt ihnen dort und sie blühen noch viele lange Jahre weiter!

Der gestrige Gartentag war ansonsten richtig schön. Die Sonne lachte vom Himmel und es war knuffig warm, so dass am späten Vormittag bereits der Pullover in die Ecke flog. Beim Werkeln wurde einem auch so richtig warm, gefühlt waren das schon 25 Grad!

Den Schmetterlingsflieder habe ich dann auch endlich zurückgeschnitten, ebenso den Strauch, von dem mir in einem Forum anhand von Bildern erklärt wurde, es sei wohl eine Kolbenspiere. Die würde gräßliche Ausläufer machen und man solle sich am Besten gleich davon trennen.

Nun, bislang verzichtet sie auf Ausläufer, aber vielleicht ist sie mit ihren drei Jahren auch noch nicht erwachsen genug, um sich zu vermehren. Ich werde schon sehen, was sie so tut.

Vor dem einen oder anderen Strauch stand ich dann wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg, weil ich nicht mehr wußte, was das nun für einer war und ich infolgedessen auch nicht mehr wußte, wann seine Zurückschneidezeit ist. Immerhin kam es mir über Nacht, dass einer davon wohl ein Pfeifenstrauch sei, der laut Bio-Gärtner schon im Februar zurückgeschnitten werden will. Nun gut, das haben wir wohl verpaßt, aber auch für diesen gilt ja, dass er noch nicht so groß ist.

Zwei Flieder habe ich auch, die aber noch nie blühten. Ob das bei Fliedern in den ersten zwei Jahren wohl normal ist? Und ob sie wohl heuer Lust verspüren, zu blühen? Man darf gespannt sein.

Dann ging es auf zu den Rosen. Die roten Rosen neben dem Hartriegel – oh je. Ich kann Frau Landgeflüster ja so gut verstehen – das war ganz schön frustrierend gestern. Ich habe vier von ihnen zurückgeschnitten (in dem Beet sind acht oder so was drin) – und sie sind so extrem zurück gefroren, dass ich bei manchen wirklich zweifle, ob sie wieder austreiben. Eine Rose ärgerte mich dann mit dem anderen Extrem. Meterlange Wildtriebe – und das bei einer Rose, die genau in der Mitte von vielen anderen steht, so dass man ja nur ganz schlecht an sie herankommt, um die Wildttriebe gleich am Ursprung zu entfernen.

Schön blüht allerdings derzeit mein Wohnzimmerbeet, ich hatte beinahe vergessen, dass ich soo viele Tulpen darin habe. Es würde bestimmt noch besser wirken, wenn der Rasen davor gemäht wäre. (So sah das übrigens noch nor zehn Tagen aus)