Wenn einer eine Reise tut..

Llewella und Schnäuzelchen waren eingeladen. Am Samstagnachmittag auf einer Hochzeit im Rheinland. Genauer gesagt, in unserer ehemaligen Bundeshauptstadt.

Junior durfte das Wochenende bei Oma und Opa verbringen – das erste Mal über Nacht woanders und er hat es ganz klasse gemacht! So konnten Llewella und Schnäuzelchen am Samstag um halb acht losfahren, nachdem die Vierbeiner versorgt waren. Der Nobelhobel brauste los, vollgepackt mit eleganten Klamotten – und viel zu essen.

Gegen neun gab es dann Frühstück, auf einem Autobahnparkplatz mit ganz viel grünen Bäumen. Die Bänke standen richtig im Wald – wäre der Lärm der Autobahn nicht gewesen, hätte man sich ganz wie bei einem Picknick fühlen können! Ein Frühstück mit wunderbarem Brot, (hart)gekochten Eiern, Marmelade und Aufschnitt und schönem heißen Tee aus Thermoskannen – sogar der braune Zucker für den Tee fehlte nicht! Da kann ich auf ein Frühstück in einem Rasthaus glatt verzichten!

Die Trauung unseres lieben Freundes mit seiner Auserwählten fand schließlich in der Schloßkirche der Universität Bonn statt – eine wunderschöne Kirche, die kleiner ist, als ihr Name vermuten läßt! Anschließend wurde ausgiebig gefeiert, und zwar diesmal außerhalb von Bonn. Dort gibt es ein Anwesen, das von seinem Besitzer vor zwölf Jahren in desolatem Zustand erworben wurde (laut Aussage einer Bedienung) und liebevoll hergerichtet wurde: Die Kleeburg.

Genau die Sorte Anwesen, die von Llewella und Schnäuzelchen genauestens inspiziert werden mußte. Wenn wir gekonnt hätten, wären wir wohl in die verschiedensten Winkel gekrochen. In festlicher Kleidung mußte diesem Wunsch aber widerstanden werden.

Jedenfalls war dies ein traumhaftes Ambiente für eine wunderschöne Hochzeitsfeier mit einem hervorragenden Buffet. Llewella war so pappsatt, dass sie beinahe nicht mehr in ihren Rock gepaßt hätte! Wir danken unserem lieben Freund und seiner Auserwählten noch einmal für den tollen Tag – wir haben ihn genossen!

Ein stilechtes Hochzeitsgefährt

Der nächste Morgen führte uns dann – nach einem ausgiebigen Frühstück in einem Hotel, das im Internet ausgesucht worden war und uns gut gefiel – wieder in die Heimat zurück. Aber nicht auf dem direkten Weg, denn das wäre ja zu langweilig gewesen.

Der Nobelhobel fand seinen Weg zunächst nach Königswinter, wo wir ein Stückchen der Deutschen Alleenstraße folgten. Da gab es durchaus ein paar ansehnliche alte Häuser zu bewundern – früher baute man einfach mit Stil!

Gemütlich folgten wir dann dem Rheinufer nach Süden. So trafen wir auf zwei schwarze Gebäude rechts und links des Ufers, die unsere Neugierde weckten. Also den Nobelhobel abgestellt und nichts wie raus, bewaffnet mit der dicken Berta.

Und, was soll ich sagen – wir lernten wieder einmal ein Stückchen deutsche Geschichte kennen! Die schwarzen Gemäuer waren zwei Brückenköpfe, die einzigen Überbleibsel der Ludendorffbrücke bei Erpel. Remagen liegt auf der anderen Seite des Rheins – und diese Brücke und ihre Geschichte sind einfach beeindruckend.

Das Photo entstand vor einer Mauer, die den Erpeler Brückenkopf vor neugierigen Besuchern abtrennte, aber man kann einen guten Eindruck davon gewinnen, wie die Brücke damals verlief!

Weiter ging unsere Fahrt. Der Nobelhobel fuhr nach Linz – nein, nicht das in Österreich! Am Rhein gibts das auch! Die historische Altstadt war bestimmt sehenswert, was man so beim drumherumkurven sehen konnte. Doch leider war in der Altstadt Trödelmarkt, den Llewella und Schnäuzelchen so gerne besucht hätten! Aber es gab keinen einzigen Parkplatz mehr – also ging es weiter, bis nach Koblenz.

Dort reichte die Zeit nicht mehr so weit, wie wir es gerne gehabt hätten, denn schließlich wollte Junior ja abens noch von Oma und Opa geholt werden. Also bummelten wir nur ein knappes Stündchen durch die Stadt, stärkten uns dann noch mit Kaffee und Kuchen in einer Konditorei mit einer so beeindruckenden Kuchen- und Tortenauswahl, wie ich sie noch selten gesehen habe, und machten uns schlußendlich auf den Heimweg.

Schön war es, das Wochenende! So etwas sollte man wiederholen…