Glitzerwetter

Leider schaffe ich es nicht, das unglaubliche Glitzern des Schnees und der Eiskristalle an den Pflanzen richtig aufs Foto zu bannen. Trotzdem hier ein paar Eindrücke des heutigen Tages – so macht Winter richtig Spaß!

Dienstag (30.11.), sonnig, -10°C
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Zeigt mir eure Futterhäuschen!

Gerade habe ich mehr provisorisch als sonst was unser kleines Futterhäuschen auf der Terrasse befestigt. Mit Preßbändeln von den Heuballen. Hängend. In der Hoffnung, dass es stabil genug hängt, nicht dreht und schwingt – und auch angenommen wird. Bin mal gespannt.

Ich hätte ja sooo gerne ein schönes großes Futterhäuschen für die Vögel. Ich erinnere mich mit Begeisterung daran, wie wie als Kinder in Ulm das Futterhäuschen vor dem Esszimmerfenster hatten und dort alle möglichen Vögel kennenlernten. Kleiber, Rotkehlchen, Dompfaffen – und Eichhörnchen, die kamen auch!

Ich frage mich, was es denn so an Futterhäuschen gibt, daher: Zeigt mir die Euren!

Schneeschippen

ist angesagt. Gute fünf Zentimeter liegen in der Einfahrt. Tendenz steigend. Frau Holle schüttelt ganz fleißig. Jetzt gehe ich in den Stall – Diskussionen mit meinen ‚Damen‘ ausfechten, die nicht der Ansicht sind, dass man bei Schneefall abends in den Stall gehen könnte.

Freitag (26.11.), den ganzen Tag mal mehr mal weniger Schneefall, 1°C

Puderzucker und Heidesand

Puderzucker gab es heute früh. Draußen. Auf der Wiese. Ganz ganz dünn. Bis gegen zehn zuckerte es von oben, dann ging es in Regen über. Jetzt, gegen neun abends, zuckert es wieder…

Heidesand gabs dann im Backofen. Schließlich ist am Wochenende der erste Advent, insofern muss ich mich ranhalten mit den Plätzchen.

Montag, (22.11.), Schneeregen, Schneefall, Regen – alles durcheinander, 2°C

मसाला तंदूरी

Für alle, deren Hindi gerade etwas eingerostet ist: Tanduri Masala¹.

Freitags meinte Minchen zu mir, ich sollte mir doch zur Abwechslung mal nicht erst Samstag in der morgendlichen Hektik überlegen, was wir am Wochenende kochen. Ich nahm mir das durchaus zu Herzen. Deshalb habe ich auch schon am Samstag gegen Viertel nach Neun beschlossen, dass es heute wohl mal was Indisches geben sollte. Ganz ohne Hektik.

Das Ganze stellte doch ein paar Herausforderungen. Zunächst einmal war die indische Küche doch ein wenig Neuland für mich. Dann war das Rezept in ein, zwei Details doch etwas unpräzise. Zuletzt hatte ich noch nie ein Huhn in vier Teile zerlegt.

‚Nun gut‘, dachte ich mir, einmal ist immer das erste Mal, und mehr als schiefgehen konnte es nicht. Notfalls konnte man ja noch immer Brotzeit machen.

Immerhin habe ich dieses Mal das Rezept im Vorfeld komplett gelesen. Ich übersah also weder, dass das Huhn über Nacht marinieren musste, noch dass ich den Backofen rechtzeitig vorheizen musste.

Aber der Reihe nach.

Zunächst musste eine Paste aus Joghurt, Weinessig, Öl, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Koriandersamen, Kreuzkümmel, Kurkuma, Paprika und ein wenig Chilipulver hergestellt werden. Ein wenig dünnflüssig war das Ganze, aber gut. Das Rezept wies schon darauf hin, dass die Paste ab und zu wieder neu verstrichen werden müsse.

Geschmeckt hat das Ganze gestern schon sehr spannend. Recht scharf, was hauptsächlich am frischen Ingwer und Knoblauch liegen dürfte.

Heruntergerutscht ist kaum etwas über Nacht, was meine Sorgen über die Konsistenz der Marinade größtenteils zerstreut hatte.

Heute Abend wurde die Sache dann schon spannender. Ein gevierteltes Huhn, das im Kühlschrank einen interessanten Duft verströmt hatte, wanderte in den Ofen.

30 Minuten bei 200 °C.

Das kam mir von Anfang an suspekt vor. Selbst ein gevierteltes Huhn wird doch in dieser Zeit nicht gar werden. Irgendwie viel es mir schwer, mir das vorzustellen. Ich sollte recht behalten. Doch zunächst mal hatte ich ein wenig Zeit, mich über Land und Leute zu informieren:

Tanduri Masala an sich bezeichnet die Paste, mit der das Huhn mariniert wurde. Es handelt sich dabei um eines der berühmtesten Gerichte der indischen Küche. Genauer gesagt stammt es aus dem norden Indiens. Es kann dabei nicht nur für Huhn verwendet werden, sondern eignet sich für so ziemlich alles, insbesondere auch für Lamm, Fisch oder Hummer.

Zubereitet wird es traditionell in einem Ofen namens Tandur. Ein Ofen, der üblicherweise im Boden eingelassen wird und am Boden mit Holzkohle befeuert wird.

Während also die ersten 30 Minuten verstrichen, nutzte ich die Gelegenheit, um die Beilage zuzubereiten. Ein Kartoffelcurry wurde vom Rezept vorgeschlagen. Pellkartoffeln abgekocht, in Würfel geschnitten. Dann einige Senfkörner angeröstet, dann einen nennenswerten Haufen Zwiebelringe gebräunt. Gewürzt wieder mit Kurkuma, Chilli, Koriandersamen und Kreuzkümmel. Nach rund 15 Minuten weiterem Schmoren war das Ganze erledigt. Geschmacklich in Ordnung – nicht der Überflieger, aber in Ordnung. Vielleicht lag es auch daran, dass ich die Erbsen vergessen hatte. Beim Einkaufen. Eingefallen war mir das am Sonntag. Blöd halt, aber es schmeckte auch ohne Erbsen.

Nach der fraglichen halben Stunde (die eigentlich so eher 40 Minuten lang war), habe ich dann doch mal einen der Hähnchenschenkel angeschnitten. Ich traute dem Ding nämlich nicht über den Weg. Die Probe auf’s Exempel bestätigte den Verdacht. Innen war es definitiv noch roh.

Es dauerte eine gute Stunde, bis das Hühnerfleisch dann einen Zustand erreichte, der mich zufrieden stellte.

Manchmal frage ich mich, warum die Zeitangaben in den meisten Rezepten, die ich in den letzten Jahren nachgekocht habe, ab von der Realität sind. Eigentlich fast immer zu kurz. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Vorgabe mal jenseits des notwendigen gelegen wäre.

Trotz der Widrigkeiten war es aber dann doch sehr schmackhaft, vor allem das Hühnchen:

Abschließend habe ich dann doch noch einmal einen Blick in meine Bibel des Barbecue-Gurus Steve Raichlen geworfen. Einige interessante Fakten kamen hier noch zu Tage.

Zunächst einmal erreicht der Tandur (in Hindi übrigens तन्दूर, im örtlichen Panjabi aber ਤੰਦੂਰ)  locker Temperaturen jenseits der 400 °C. Diese enorme Hitze ist dabei eines der Geheimnisse dieser Gerichte. Um hier einmal die Bibel zu zitieren:

Almost anything you can grill, you  can grill as tandoori […] Just marinate it in the tandoori marinade and cook it over the hottest fire you can muster

Genau das werde ich das nächste mal wohl versuchen. Entweder auf dem Webergrill meiner Schwiegereltern oder doch wieder im Backofen, den man wenigstens noch auf gut 250° aufdrehen kann.

Dann wird dort noch empfohlen, das Wasser aus dem Joghurt zu filtern, damit die Marinade eine noch etwas festere Konsistenz bekommt. Quasi ein Insider-Tipp.

Ob es helfen wird? Eine gute Frage.

Erfahren werden Sie es vielleicht, wenn es mal wieder „Tanduri Masala“ heißt.

¹ Sollte einer der Leser dieses Blogs dem Hindi mächtig sein: Die Übersetzung stammt aus Ermangelung einer besseren Quelle von Google Translate. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass derartige Übersetzungsautomaten gelegentlich etwas, nun, nennen wir es mal „vage“ sind. Ich würde mich daher über jegliche Korrektur an meinem Übersetzungsversuch freuen.

Das Wohnzimmerbeet im Jahresverlauf

Das erste Mal verwende ich diesen Blog nun mit dem Hintergedanken, den ich bei seiner Erstellung hatte: Einen Überblick zu haben, was das Jahr über in welchem Beet wo blüht. Gut, dafür muss man vielleicht nicht gleich bloggen – aber irgendwie hatte ich einfach Lust dazu.

Im Wohnzimmerbeet blühte das Jahr über also Folgendes:

Ende März/Anfang April Hyazinthen, Primeln, frühe rote Tulpen und gelbe Narzissen in der linken Hälfte des Beetes. An der rechten Seite, am Zaun, Hyazinthen in Rosa- und Violettönen, außerdem Muscari in blau.

Mitte April ist die linke Beetseite förmlich explodiert:

Anfang Mai habe ich leider kein Bild des kompletten Beetes geschossen, aber es gibt einen Blogartikel, der schreibt, dass nur grün zu sehen ist und nichts blüht. Hier ist also Handlungsbedarf!

Ende Mai sieht das dann schon ein kleines bißchen anders aus: Alchemilla steht in voller grüngelber Blüte, links von der rechten Pfingstrose, neben der Segge, blüht die weiße Jakobsleiter. An der Zaunseite blüht im Vordergrund die niedrige Margerite.  Zwischendrin überall Akelei zumeist in Violettönen, vor allem jedoch in der Ecke vor dem Hibiskus.

Auf den ersten Blick hat sich Anfang Juni nichts verändert – leider zeigt der Blickwinkel nicht, dass die Pfingstrosen wunderbar aufgeblüht sind! Außerdem blüht jetzt auch die Clematis.

Mitte Juni blühen Jakobsleiter, Pfingstrosen, Alchemilla, Schneewittchen, Clematis. Der Phlox beginnt gerade zu blühen.

Anfang Juli zeigt sich das Beet recht schön: Alchemilla blüht immer noch (ganz schön unermüdlich, das Teil), daneben etwas hohes, gelbes, dessen Name mir immer wieder entfällt. Schneewittchen blüht immer noch und der hohe Phlox links neben dem Hibiskus ist voll erblüht. Rechts daneben blüht auch der niedrige – den muss ich nächstes Jahr umsetzen, denn eine niedrige Pflanze im Beethingergrund gibt so gar keinen Sinn…

Nun ist Anfang/Mitte August: Rechts der rosafarbenen Herbstaster, die natürlich noch nicht blüht, leuchtet Echinacea in Rosa. Der hohe Phlox blüht immer noch, der niedrige ist so gut wie verblüht. Links der Herbstaster blüht gelber Sonnenhut – als Staude – und davor der orangefarbene Mohn. Auch der Hibiskus im Eck blüht nun. Vorne ein paar Tagetes. Im Beethintergrund beginnt die rosafarbene Herbstanemone zu blühen. Das dunkelgelbe Mädchenauge blüht theoretisch auch, aber die Herbstaster wuchert es zu…

Mitte September: Die rosa Herbstaster beginnt zu blühen, Echinacea verblüht langsam. Der gelbe Sonnenhut blüht noch, ebenso die Tagetes und Schneewittchen. Die violette Herbstaster blüht noch nicht.

Anfang Oktober beginnt die violette Herbstaster an der Terrassentreppe zu blühen. Die niedrige Aster, die an einem unglaublich dummen Standort steht (hätten Sie es erraten? Sie steht im Hintergrund!), die hohe blauviolette Herbstaster mit dem schwarzgrünen Laub ist auch prachtvoll anzusehen. Das Laub der Pfingstrosen färbt sich rot, das des Hibiskus goldgelb. Die rosa Herbstaster blüht wunderbar, aber wie letztes Jahr ärgere ich mich über ihre häßlichen Stengel. Die Tagetes, die blüht natürlich auch noch.

Anfang November dominieren jedenfalls – die Herbstastern!

So, das war nun also der kleine Überblick über ein Beet. Morgen werde ich mich – es wird allerhöchste Eisenbahn – mit den letzten Blumenzwiebeln bewaffnen und sie an passende Stellen im Beet versenken!

Das Ravioliprojekt

Habe mich heute das erste Mal an selbstgemachte Pasta gewagt. Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung. Nur, dass es für uns keinen Ricotta gab, denn den gibt es nicht in laktosefreier Form. Also habe ich halt improvisiert.

Ich mußte feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, Nudelteig auszuwellen. Hat man fünf Zentimeter ausgerollt, schnurpst er vier wieder zusammen. (Gut, das ist überspitzt dargestellt, aber so in etwa ist es). Dadurch schaffte ich es nicht, den Teig gleichmäßig dünn zu bekommen und das merkt man bei den fertigen Ravioli dann doch. Die Soße dazu ist der mit Sahne gestreckte Rest der Raviolifüllung aus Frischkäse, Spinat, Salz, Muskat, Eigelb.

Fazit: Ich muß zwar noch üben – aber lecker war es und auch Junior hats geschmeckt.

Mittwoch (17.11.), bedeckt, 2°C