Die erste Gartenstunde

Ganz offensichtlich beginnt Unkraut bereits bei Temperaturen, die nur knapp über dem Gefrierpunkt sind, zu wuchern und zu blühen. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Die Sonne schien, hinter dem Haus war es halbwegs windgeschützt – also holte ich mir mein Werkzeug und machte mich an die erste Ecke im Beet. Die, die am schlimmsten aussah, weil ich im Herbst nicht mehr dazu gekommen war.

Als erstes entfernte ich die vertrocknete Abdeckung aus abgeschnittenen Herbstastern vom Nordbeet – darunter sind die Tulpentriebe schon nahezu zehn Zentimeter hoch!! Das Unkraut hält sich hier glücklicherweise in Grenzen…

Dann das Eckbeet an der Einfahrt. Die Iris sehen recht gut aus, Graham Thomas treibt aus, ein paar Primelchen haben sich selbst ausgesät und eine Pflanze spitzt aus der Erde, ohne dass ich auch nur den Hauch einer Idee hätte, was das nun schon wieder ist. Jedes Frühjahr ist es wieder spannend…. Die Malve allerdings sieht nicht so glücklich aus, ihr Stengel wirkt mehr als vertrocknet und um den Stengel herum war kein Erdreich mehr – ich habe so die Vermutung, dass sich auch diese Pflanze auf den Weg ins Nirvana gemacht hat, genau so wie ihre Kollegin im letzten Winter. Entweder hab ich mit Malven kein Glück oder das ist einfach der falsche Standort.

Die Haumichblau-Rose hat auch wieder zugeschlagen, es gibt keine Pflanze in meinem Garten, die ihre Tentakel schonungsloser nach einem wirft und sich bevorzug in Haaren verfängt – übrigens heißt diese Rose mit bürgerlichem Namen „Pauls Himalayan Musk“.

Nach einer knappen Stunde verabschiedete sich dann die Sonne und es wurde ungemütlich. Nun ist knapp die Hälfte des Eckbeetes unkrautfrei – Fortsetzung folgt also.

Donnerstag (03.03.), sonnig mit leichter Bewölkung, nachmittags bedeckt, 4°C