Ausgenutzt

haben wir heute das wunderschöne Wetter. Das Thermometer kletterte bis auf sechzehn Grad, im Windschatten fühlten sich diese aber deutlich wärmer an. Einfach traumhaft.

Der Vormittag stand im Zeichen der Pferde. Wir beschlossen, dass es an der Zeit sei, die Rösser das erste Mal auf die Koppel am Wald zu bringen. Diese ist abschüssig und erfahrungsgemäß wird da erst mal übelst auf und ab galoppiert, so daß wir die Koppel bei nassem Wetter wenig nutzen. Jetzt aber war der Boden schön abgetrocknet und ich machte mich nach dem Frühstück auf zur Koppelkontrolle.

Überraschung Nummer eins: Die Weidezaunbatterie mit Solarmodul hat den Winter erstaunlich gut überstanden, sie ist nahezu voll und es war genügend ‚Saft‘ auf dem Zaun. Überraschung Nummer zwei: Einer der Bäume in der Koppel war umgestürzt – genau in der Galopp-Einflugschneise. Und ein Zaunseil war gerissen.

Also mußten wir da erst mal ran. Schnäuzelchen sattelte den Farmer 2D Baujahr 1962, um den Baum anzuschirren und aus der Koppel zu ziehen, während Junior und ich uns ans reparieren des Zaunes machten. Wie es denn auch in so einem Fall ist, hatte ich nur eine „Brücke“ (wie auch immer man diese Teile zum Zaunreparieren nennt) zur Hand, gebraucht hätte ich aber zwei. Aber man hat ja schließlich einmal Seemannsknoten gelernt, dem Windsurfen sei dank. Also: Eine ‚Brücke‘, ein Achterknoten. Das hält zumindest fürs erste.

Gegen Mittag konnten die Pferde dann endlich auf die Koppel. Das übliche Ritual wurde durchgeführt: Erst wird die Koppel errannt, dann plattgewälzt – und dann geht die Nase ins Gras und gut ist.

Am Nachmittag, während Junior schlief, ging es dann ans Unkraut, während Schnäuzelchen den Häcksler in Gang setzte und die restlichen Äste vom Obstbaumrückschnitt kleinschredderte. Eckbeet und Küchenbeet sind nun komplett frei von Unkraut und nachdem ich nun schon einmal dabei war, habe ich auch noch die Ramblerrosen an der Westwand des Hauses zurückgeschnitten. Pauls Himalayan Musks üble Tentakel sind jetzt sehr kurz geworden, aber das ist gut so, denn Paul brauch noch ein paar Rankhilfen, und es macht sicher keinen Spaß, diese anzubringen, wenn Paul um sich schlägt. Malvern Hills ist über den Winter deutlich zurückgefroren, treibt aber durch, zum Glück. Auch Orange Climber am Rosenbogen, die sich ja im letzten Winter so schwer tat,  hat die kalte Zeit sehr gut überstanden, was mich besonders freut.

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