Sonnenfreitag

Gestern und vorgestern gewitterte es immer wieder, so daß ich nicht zum Werkeln in den Garten ging. Heute jedoch – strahlender Sonnenschein, also auf geht’s!

Als allererstes ging es an die Topfkartoffeln, deren Grün in den letzten Tagen explodiert war. Fast einen ganzen Sack Erde haben Junior und ich verteilt – jetzt gucken nur noch die letzten grünen Spitzen der Pflanzen aus der Erde.

Anschließend weiter ans Hochbeet. Junior wollte unbedingt „da rein“, was ich ihm aber zunächst verwehrte – das Ding war widerlich naß durch den Regen. Das muss man am frühen Morgen vielleicht noch nicht unbedingt haben. 220 Liter Erde kamen ins Hochbeet, so dass dieses nun immerhin wieder einen Erdstand erreicht hat, den man bepflanzen kann. Die rechte Seite zumindest. Die linke ist immer noch leer *seufz*. Dann wollte ich mich noch daran machen, die restliche Erde hinter den Himbeeren ins Hochbeet umzusetzen – aber da war es, da im Schatten, noch so was von naß, dass das keine Freude machte.

Also was anderes. Da gäbe es noch ein paar Pflänzchen umzutopfen, aber die gesamte Erde ist im Hochbeet. Nun gut – da kann man sie ja auch wieder raus holen um sie später neu einzufüllen (ABM?). Somit kamen nun also die ersten Gemüsepflänzchen in die Erde. Die, die ich aufgrund meiner gefräßigen Schnecken nicht ins Hochbeet packen will. Salat zum Beispiel. Nachdem Frau Landgeflüster ihren Kohlrabi auch im Pott zieht, setzte ich meine Pflänzchen auch in Balkonkästen. Heuer gibt es eben statt der üblichen Petunien oder Geranien Kohlrabipflanzen und Salat am Balkon. Warum auch nicht.

Gemeinsam mit Junior trugen wir die gesetzten Pflänzchen also nach oben auf den Balkon (Wo er erst mal seine beiden Lieblingsteddys in die Sonne setzte und meinte „Lafen dort“ (schlafen dort) ôô

Nachdem die Balkonkästen hingen und angegossen waren, ging es ans nächste Projekt: Aussaaten. Ja, ich weiß, ich bin reichlich früh dran. Wie auch immer – Joghurtpöttchen wurden mit Löchern versehen, beschriftet, bestückt. Buschbohnen wird es geben, Broccoli, Blumenkohl, Fenchel. Bei den Bohnen sah Junior nicht wirklich ein, dass in jedes Joghurtpöttchen nur eine Bohne gelegt werden sollte.

Außerdem gab es noch eine Schale weiß blühende Tagetes, Schnittlauch, Dill. Und der Rosmarinstock bekam einen neuen Topf, genauso der Thymian. Gemeinsam trugen wir jetzt die Gewürzpflänzchen auf die Terrasse. Hoffentlich kommt der kleine Mann nun nicht auf die Idee, man könne die Erde auf der Terrasse wieder aus den Töpfen holen.

Nach diesem Vormittag meldete er dann Schlag halb eins: „Essen!“. Klar – wer arbeitet, bekommt auch Hunger!