Ein kühler Samstag

Wie geschaffen für die Gartenarbeit. Gestern noch sah ich bei Netto eine ganze Palette mit Erde. 20 Liter für 99 Cent. Da fiel der Entschluß nicht schwer, denn die linke Hochbeethälfte war noch ohne Erde, die Gemüseanzuchten mußten aber dringendst in die Erde. Zehn Sack landeten bei mir im Kofferraum und Schnäuzelchen bekam dann auch noch die Bitte, noch mal zehn bis fünfzehn Sack mitzubringen. Dreizehn sind es geworden – und das Hochbeet ist zwar nun nicht voll, aber immerhin bepflanzbar. Hier kommt der Beweis:

Buschbohnen, Fenchel, Broccoli, Blumenkohl. Keine Ahnung, ob man das Zeug nebeneinander pflanzen sollte, das war nun aus der Not geboren. Die verbliebene Zucchinipflanze bekam auch einen neuen Topf, es wurde allerhöchste Eisenbahn, denn sie verübelte mir die weitere Aufzucht im kleinen Topf doch ganz gewaltig. Verständlicherweise.

Schnäuzelchen machte sich unter tatkräftiger Hilfe von Junior ans Aufräumen des Unterstandes, in den hoffentlich demnächst ein Schwung Heuballen Einzug halten werden, während ich dann noch die letzten Tomaten mit Stäben versah. Irgendwie wollen die Dinger heuer nicht wachsen, bei meinem Vater sind sie schon doppelt so hoch…

 

Pünktlich zum Mittagessen öffnete dann der Himmel seine Schleusen und es begann zu regnen. Ein richtig schöner Landregen, der der Vegetation sicher sehr gut tun wird. (Nachdem ich mich gewundert hatte, dass es angeblich letzte Nacht nur 2Liter geregnet haben sollte, stellten wir dann auch fest, dass der Regenmesser einen Sprung hat. Nun muß ein Neuer her.) Also ab ins Haus und hier weiter gewurstelt:

Ein paar weitere Gläser Marmelade wurden fertig gestellt, einige Butterbrote mit frisch geernteten Radieschen vernichtet, Johannisbeeren mit Sahne zum Nachtisch und dann noch ein Schwung Schoko-Kirsch-Muffins mit Kirschen aus dem Garten meiner Eltern gebacken. Ein ausgefüllter Tag also – auch wenn ich eigentlich noch vor hatte/habe, zu reiten – aber irgendwie sieht das da draußen nicht so aus, als wollte ich heute noch aufs Pferd. Duschen kann ich auch mit warmem Wasser…

    2,5kg Erdbeeren plus dazugehörenden Rhabarber zu Marmelade verarbeitet
    festgestellt, dass selbstgemachte Spinatspätzle hervorragend aus der Gefriere kommen
    Tagetes endlich ausgepflanzt – hoffentlich lassen die Schnecken sie leben, bis sie groß genug sind
    den ersten selbst gezogenen Salat und die erste selbstgezogene Salatgurke vernichtet

Die ersten Radieschen

die ich selber angebaut habe. So überhaupt. Ich mag diese kleinen roten Dinger furchtbar gerne, aber heuer habe ich sie das erste Mal selber ausgesät. Und bemerkte heute beim drübersehen, dass die ersten essbare Größe haben. Drei Stück habe ich gleich direkt genascht. Rattenscharf sind sie. Aber lecker.

Natürlich könnten sie noch größer werden. Aber lieber kleiner und nicht holzig 😀

Donnerstag (09.06.), trübe und regnerisch, aber wenig Wasser von oben, höchstens mal ein bißchen Sprühregen, 15°C

Heute kein Garten

Nachdem es draußen ziemlich trübe und regnerisch ist (wenn auch kaum was runter kommt), waren heute die unvermeidlichen Dinge dran. Behördengänge (Junior braucht einen Reisepass) und Hausarbeit. Bügeln, Küche aufräumen und solche schönen Dinge. Muß auch mal sein, auch wenn’s keinen Spaß macht…

vormittags noch angenehm

Da kann man noch recht ordentlich garteln. So gegen halb elf, elf wird es dann richtig knallig und heiß, da verzieht man sich dann lieber ins Haus. Oder geht einkaufen.

Das Terrassenbeet ist nun bis auf einen kleinen Teil, an den ich nur von der Terrasse aus komme (aber da muß ich erst mal einen Schwung Pflanzpötte wegschieben), unkrautfrei. Es wird auch Zeit, denn die Tagetes und Ringelblumenpflänzchen (die ich ja viel zu spät ausgesät hatte) wollen nun auch bald in die Erde und dort sollen sie hin.

Außerdem habe ich an diesem Beet mal wieder den Rasenkantenstecher geschwungen, denn mittlerweile begann der Rasen wieder, das Beet zu erobern. Abgesehen einmal davon, dass Schnäuzelchen es dadurch nicht gerade leicht hat mit dem Rasenmähen wuchert mir das Zeug dann auch die Bewässerung zu. Da hab ich was gegen. Jetzt schaut es wieder gut aus.

Anschließend ging es ans Hartriegeleck. Leider kam ich mal wieder viel zu spät auf die Idee, dass ich ja vorher-nacher-Bilder schießen könnte. Auf der rechten Seite, wo die Rosen blühen, sah es natürlich nicht so schlimm aus wie auf der linken Seite, denn immerhin hatte ich da im ausgehenden Frühjahr schon einmal Unkraut entfernt und die Rosen zurück geschnitten. Deswegen ist die rechte Seite jetzt schon recht sauber und die Rosen blühen ganz wunderbar. Seitdem sie mehr Luft bekommen, weil wir ein paar von ihnen umgesetzt haben und vor allem dem Farn weiteres Wuchern verwehren, sehen sie viel besser aus.

Im Hintergrund erkennt man auch, dass unser panaschierter Hartriegel auch wieder austreibt. Bis er wieder so ein schöner Busch sein wird wie er mal was, wird es noch eine Weile dauern.