Advent, Advent

Eigentlich wollte ich, wie die letzten Jahre auch, einen Adventskranz in der Gärtnerei unseres Vertrauens kaufen. Früher haben ich immer selber einen gebunden, gemeinsam mit der Frau Mama im Keller meines Elternhauses. Gemeinsam macht das auch Spaß. Aber allein? Irgendwie ergab es sich die letzten Jahre nicht, sei es, dass meine Eltern mal eben nach Hawaii verschwanden, sei es aus anderen Gründen. Also kaufte ich eben.

Heuer aber war ich mit der Auswahl in der Gärtnerei nicht wirklich glücklich. Einer gefiel mir sehr gut und war auch innerhalb des gesetzten Budgets. Aber – mintgrüne Kerzen? Nein, das dann doch nicht. Offensichtlich bin ich gräßlich altmodisch, was weihnachtliche Farbgebung angeht.

Dann wiederum gab es etliche Kränze in den klassischen Farben, aber es war keiner dabei, der mich sozusagen ‚ansprang‘. Und für einen Kranz, von dem ich nicht hundertprozentig überzeugt bin, gebe ich kein Geld aus. Obendrein waren die auch ziemlich teuer, so zwischen fünfunddreißig bis vierzig Euro bewegten sie sich.

Oh – da stand ja noch was rum. Gefiel mir gut. War aber außerdem auch ziemlich teuer – noch teurer als die Kränze.

Aber – wozu wohnt man ‚im Wald‘. Nadelbäume stehen bei uns genug rum, dachte ich mir. Das kannst du auch selber machen, sieht nach weniger Aufwand aus als so ein Kranz.

Der nächste Tag sah mich mit offenen Augen durch unser Ecklein der Welt marschieren. Nicht, dass ich normalerweise blind bin für meine Umgebung, aber im Sommer ist es doch eher uninteressant, wo Kiefern, Tannen oder Zieräpfel wachsen. (Daß in meinem Garten eine Thuja wächst, weiß ich aber doch).

Also zog ich los mit meinem Einkaufskorb und der Gartenschere, begleitet durch Frau Mama (danke!) im einsetzenden Zwielicht der Abenddämmerung. Als ich fertig war, war der Korb voll mit Kiefernzweigen von der Koppel, Tannengrün aus unserer Einfahrt, Thuja von unserem Baum und zahlreichen Zieräpfeln aus Nachbars Garten. Obendrein hatte ich noch etliche Dekoelemente in meinem Karton im Keller, die von den letztjährigen Kränzen übrig geblieben sind.

Fertiggestellt wurde der Adventsschmuck dann doch erst gestern, denn: Es gab keine Kerzen mehr zu kaufen (Merke: Im nächsten Jahr Kerzen bereits Anfang November besorgen!). Gestern wurde ich dann doch endlich fündig und los konnte es gehen.

Mir gefällt es, das Ergebnis: