Nicht schön

Draußen pfeift es immer noch widerlich ums Eck. Die Pferde stehen im Windschatten des Strohlagers und lassen sich durchpusten und naß regnen. (nicht, daß sie draußen stehen müßten, sie könnten ja rein in den Stall, wenn sie wollten.)

Internet und Telefon sind hinüber, seit einigen Tagen. Irgendwo sei ein Schaden an der Leitung, hieß es. Ein bis zwei Tage würde es dauern, hieß es. Tag zwei wäre heute – wir sind gespannt.

Bloggen geht, aber nur über UMTS. Mails lesen ginge auch, hätte ich nicht aus irgendwelchen Gründen immer eine Fehlermeldung.

Was macht man also in seiner Verzweiflung? Richtig, man beschäftigt sich im Haus. Was den Vorteil hat, daß nun meine Küchenschubladen wieder richtig sauber sind…

Mittwoch (07.12.), 5 Grad, Windstärke 4

 

 

Krawumm!

Schepperte es heute Nacht um drei, so daß Schnäuzelchen und ich senkrecht im Bett saßen. So ein Gewitter im Dezember – ich kann mich nicht erinnern, wann wir so etwas das letzte Mal hatten. Vorher hatte es den Nachmittag und die erste Nachthälfte gestürmt und so ums Haus gepfiffen, dass es eine wahre Pracht war. Mit Einsetzen des Gewitters flaute der Sturm dann ab und die zweite Nachthälfte verlief dann einigermaßen ruhig.

Allerdings weiß ich nicht, wie oft wir durchs Haus gegeistert sind, um alles zu kontrollieren. Während ich noch selig schlummerte – vor dem Krawumm – hatte Schnäuzelchen schon die Rolläden gesichert und die Haustüre so wirklich wirklich abgesperrt, damit der Wind sie auch ja nicht aufdrücken konnte.

Nach dem Gewitterschlag geisterte ich dann herum: Einige Blicke aus dem Schlafzimmerfenster in Richtung Stall – Ein Blitzschlag im Strohlager ist immer mein absoluter Alptraum – und dann die Kontrolle, dass es auch ja nirgends im Haus kokelte. Als alles zur Zufriedenheit kontrolliert war, schlief ich wie ein Stein weiter!

Die Pferde haben wohl auch eine unruhige Nacht verbracht, denn alle fünf hatten ausnahmslos Stroh im Schweif, sind also alle heute Nacht gelegen – was eher unüblich ist. Faszinierend allerdings die Tatsache, dass sowohl Junior als auch das Prinzeßchen die ganze Nacht durchschliefen und von dem Rabatz da draußen wohl gar nichts mitbekamen…