Ich find’s schön!

Ich bekenne mich dazu: Mir gefällt das Wetter, wie es gerade ist. Überall hört und liest man davon, dass sich die Menschen nach dem Frühling sehnen. Bei mir ist das ein bißchen anders. Bislang hatten wir ja noch gar keinen Winter, das war ja alles nur Matschepampe. Und anscheinend brauche ich das: Schnee und Kälte.

Gut, auf zweistellige Minustemperaturen bin ich nun auch nicht so wild, das gebe ich ja gerne zu. Aber weniger wegen der Temperaturen an sich. Könnte ich im Haus bleiben oder dieses nur kurz dick eingemummelt zu einem Spaziergang, wenn die Sonne scheint, verlassen, würde ich das vermutlich anders sehen. Aber da ist der Stall, der jeden Tag gesäubert werden will. Es macht definitiv wenig Spaß, wenn man die Roßbollen mit dem Stielblech vom Boden weg“schrappen“ muß, weil sie angefroren sind. Wenn einem beim Misten die Finger  einfrieren, weil auch die guten Handschuhe nach einiger Zeit nachgeben. Und vor allem, wenn man eine mehrere Zentimeter dicke Eisschicht von den Tränkbottichen schlagen muß und diese doch nach kürzester Zeit wieder eingefroren sind.

Aber so, wie es heute ist, so mag ich das Wetter: Es schneit ganz leise vor sich hin, richtiger, schöner Pulverschnee – bei dem ich mich unweigerlich auf die Piste sehne. Das ist die Sorte Schnee, die beim Abschwingen so richtig schön „staubt“. Herrlich!

Die Temperatur ist auch recht brauchbar, wir haben „nur“ neun Minusgrade. Direkt kuschelig im Vergleich zu den -19 am vergangenen Wochenende (und zu den -23, die für das nächste Wochenende vorhergesagt werden, aber das ist eine andere Geschichte). Derzeit kämpft die Sonne noch mit den Wolken, es sieht nicht so aus, als schaffe sie es, durchzubrechen.

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2 Kommentare zu “Ich find’s schön!

  1. Ich muss sagen, dass ich die Kälte in diesem Winter bisher relativ angenehm fand (das sage ausgerechnet ich Oberfrostbeule *g*), weil es weder besonders windig noch sonderlich feucht ist. Trockene Kälte ist sogar für mich ganz gut auszuhalten, auch zweistellig. Und der Schnee, den wir jetzt haben, ist genau richtig dosiert: So, dass die Natur ein bisschen netter aussieht, aber weiterhin gute Straßen- und Gehwegverhältnisse. Also keine Rutschgefahr. Und kein Schneeschippen 🙂 Das war im letzten Winter die Pest, weil wir nicht mehr wussten, wohin der Schnee noch sollte. Und es gab auf den kleineren Straßen nur noch tiefe, vereiste Spurrillen, in denen man langrutschen konnte. Wehe, man musste da mal ausweichen …
    Aber so, wie es jetzt ist, darf es gerne noch eine Weile bleiben. Schon, damit wir im nächsten Sommer keine Insektenplage bekommen.
    Übrigens kannte ich das Wort „Rossbollen“ noch gar nicht. Bei uns heißt das „Pferdeäppel“ 😉

    • Das mit der Insektenplage wird sich erst noch zeigen, da glaub ich noch nicht dran. Angeblich ist ja nicht der Winter entscheidend, sondern der (feuchtkalte) Frühling, den können die wohl nicht ab.

      Pferdeäppel sagt man hier schon auch, Rossbollen eher weniger. Klingt aber netter 😀

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