Anzuchten III

Heute ausgesät

2 Steckrüben
10 Lauch
5 Rotkohl
5 Brokkoli
4 Gurken

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Eiskalte Räubereien

Gestern und vorgestern und auch heute gab es am Nachmittag ein kleines Eis am Stiel. Sie wissen schon, so ein kleines Vanilleis mit Schokoüberzug. Die passende Größe für kleine Jungs.

Kleine Jungs können aber auch unerhört charmant und überzeugend sein. Also gab es ein zweites kleines Eis. Dann, so dachte ich, sollte aber gut sein.

Junior sah das aber ganz anders. Eine knappe halbe Stunde nach Eis Nummer Zwei kam er in den Stall gedackelt – ein Eis in der Hand. Erwartungsfroh streckte er es mir hin. „Bitte aufmachen“. Wer kann da schon widerstehen? Ich konnte nicht.

Erneute zwanzig Minuten später – ich saß gerade auf dem Pferd – sah ich ihn wieder in Richtung Keller marschieren. Sie ahnen es vermutlich – das nächste Eis. Was für ein Glück, dass eine Reiterfreundin gerade noch da war, die suchte er sich als nächstes Opfer zum Öffnen der Umverpackung.

Und ja – ich habe nach der ersten Überraschung nachgesehen, wie er wohl an das Eis gekommen ist. Immerhin ist das eine ziemlich große Gefriertruhe und das Eis liegt nicht obenauf, sondern man muß sich wieder in die halbe Truhe hineinbeugen. Der große blaue Stuhl, auf dem sich Schnäuzelchen immer die Schuhe anzieht, stand an Ort und Stelle, die Schlechtwetterhose noch darauf.

Blieb noch Juniors kleiner weißer Plastikstuhl. Vermutlich hat er sich den an die Truhe geschoben, den Deckel (und der ist schwer!!) gehoben und sich das Eis herausgeholt. Beeindruckend, wenn Sie mich fragen.

Allerdings muß ich mir jetzt wohl einen anderen Lagerplatz für das Eis suchen…

Mittwoch (28.03.), sonnig, 20°C 

T-Shirt-Wetter

Heute war es gleich vormittags richtig schön warm, so daß ich meinen Pullover schnell in die Ecke pfefferte. Als erstes – nach gemütlichem Sonntagsfrühstück – war unser Rolladen am Wohnzimmerfenster dran. Da hatte nämlich vor einer Woche der Zug seinen Geist aufgegeben – sprich, er war beim Hochziehen des Rolladens gerissen. Die Beleuchtung im Wohnzimmer war seitdem ein wenig schummrig. Leider war der alte Rolladenzug außen vernietet, so daß wir den neuen nicht einbauen konnten. Also haben wir jetzt ein wenig improvisiert. Der alte Zug ist wieder durchgefädelt (klappte nur unter Zuhilfenahme einer Sicherheitsnadel und einer Rundstricknadel) und ein dicker Knoten hält ihn davon ab, wieder im Rolladenkasten zu verschwinden. So bleibt unser Rolladen jetzt immerhin offen, bis Schnäuzelchen das passende Reparaturset besorgen kann.

Dann machte ich mich an den Rest des Wohnzimmerbeetes, während Schnäuzelchen und Junior meinen Frühbeetkasten in Angriff nahmen. Dazu schreibt Schnäuzelchen aber selbst noch was, so hoffe ich. Das Wohnzimmerbeet ist jetzt fertig, auch die hellviolette Herbstaster habe ich stark zurückgenommen. Nun füllt sie noch ungefähr ein Drittel der Fläche, die sie vorher inne hatte. Ich habe keinen Zweifel daran, daß sie bis  zum Herbst wieder den gesamten Platz einnimmt…

Gegen Mittag fiel uns dann auf, dass das Brot nicht für Montag morgen reichen würde. Glücklicherweise – so schien es – war noch eine meiner Notfall-Brotbackmischungen im Haus. Es schien aber nur so, denn aus mir unerfindlichem Grund ging das Brot nicht auf. Nun gut. Kurzentschlossen setzte ich noch einen ‚richtigen‘ Teig an, der aber zunächst auch nicht so tat, wie er sollte. Vollmundig versprach das Rezept, das Brot müsse nur eine halbe Stunde gehen. Skeptisch war ich ja schon, aber ich erinnerte mich vage, dass mein Vater eben jenes Rezept auch schon probiert und für gut befunden hat.

Nun – Sie ahnen vielleicht, was passierte. Das Brot ging nicht. Beziehungsweise – es ging schon, aber we.sent.lich langsamer als vorgesehen. Das wiederum macht ja nichts, Hauptsache ist, dass es überhaupt geht. Nun warte ich noch darauf, dass es fertig ist und ins Rohr kann.

Übrigens: Schnäuzelchen kochte heute das erste Mal überhaupt Forellen. Richtig lecker war das!

Sonntag (24.03.), Sonnig, über Mittag bedeckt, 18°C 

Jetzt wird gewerkelt!

Leider war das Wetter heute nicht ganz so schön wie gestern. Zwischendurch tröpfelte es mal ein wenig, richtig geregnet hat es aber nicht. Warm war es aber dennoch. Mal sehen wie es morgen wird – in der Hoffnung, daß wir ein paar schöne Stunden bekommen, habe ich heute erst einmal die Terrasse sauber gemacht, so daß wir morgen die Möbel aufstellen können.

Das Kartoffelbeet ist fertig umgegraben. Und die Saatkartoffeln sind auch heute in der Post gewesen! Letztes Jahr habe ich ja Kartoffeln im Eimer angebaut – besser gesagt in 60-Liter-Mörtelbottichen. Nachdem wir aber ein neues Beet anlegen wollten, bot es sich an, dort erstmal ordentlich Mist unterzubuddeln und als erstes Kartoffeln anzupflanzen. Ich habe wieder beim Biogartenversand bestellt, die Kartoffeln letztes Jahr waren prima. Belle de Fontenay habe ich auch heuer wieder bestellt, die schmeckte uns einfach sehr gut. Dann habe ich noch eine etwas spätere Sorte bestellt, die ich noch nicht kannte. Die Beschreibung der Roseval hört sich aber gut an, finde ich.

In allen Beeten blüht jetzt irgendetwas. Die Primeln gefallen mir ganz besonders gut  und ich überlege, davon noch mehr auszusäen. Die, die bisher da sind, waren schon in den Beeten oder aber ich habe sie aus dem Rasen gestochen und umgesetzt. Aber ich habe beim Durchsehen meiner Saat-Tütchen  noch eines mit Primelsamen entdeckt. Wenn das kein Hinweis ist!

Und weil ich so gerne Frau Landgeflüsters Gartenblog lese, habe ich von den Quadratbeeten gehört. Das Projekt gefiel mir ganz furchtbar gut, also informierte ich mich ein wenig. Inzwischen habe ich mir das Buch des „Erfinders“ des „Square Foot Gardening“ gekauft und bereits das erste Kapitel inhaliert. Es gefällt mir sehr gut und ist, obwohl englisch geschrieben, sehr angenehm zu lesen.

Und das hier hat Schnäuzelchen heute für mich gebaut. Sie sind ein wenig kleiner als empfohlen, dafür bekam ich eben zwei davon. Die Bretter hatten kein ganz optimales Maß für die übliche Größe. Egal, es wird sicherlich auch ohne gehen.

Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie die Sache mit den Quadratbeeten bei Frau Landgeflüster und bei mir ausgeht.

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Samstag (24.03.), Wolken mit  Sonne, 16°C 

Heute nur…

… das zukünftige Kartoffelbeet umgegraben. Zu zwei Dritteln. Der Boden ist herrlich locker – der Umgraberich des Herrn Vater hat seine Sache gut gemacht. Jetzt ist der schon fast verrottete Pferdemist schön untergearbeitet. Jetzt muß es nur noch Zeit für die Kartoffelpflanzung sein.

Ich bin gespannt, ob sie das Beet mögen…

Freitag (23.03.), sonnig, 14°C 

Sonnen-Nachmittag

  • Caramella, Schneewittchen und die unbekannte Rose meiner Vorgängerin sehen furchtbar aus. Selbst zehn Zentimeter über dem Boden sind sie immer noch braun innendrin, kein bißchen grün. Mir schwant Furchtbares. Jetzt warte ich mal ab, ob sie aus dem Boden noch einmal kommen…
  • Um den Gartenhibiskus gibt es Unmengen dieses komischen Grases, das kilometerlange Wurzeln bildet. Gefühlt zumindest. Jetzt gibts keine mehr davon. Bestimmt hab ich welche übersehen. Dann können sie den Sommer über wieder wachsen – wenn die Stauden dort hochkommen, komme ich an die Ecke nicht mehr ran. Weiß jemand, wie dieses widerliche Zeug heißt?
  • Mal wieder Herbstastern rausgerissen. Die Weiße, weil sie nicht ins Beet paßt und mir alles platt macht. Die kleine blaue weil sie einfach am falschen Standort steht – Kleine Pflanzen im Beethintergrund sind ziemlich sinnfrei. Die Violette, weil sie sich zu weit ausdehnt und sie ein wenig eingedämmt werden muß. Im Prinzip darf DIE aber bleiben.
  • Die Tulpen kommen, auch die anderen. Nur die Narzissen sind irgendwie sehr wenige geworden.
  • Die Clematis treibt auch wunderbar durch.
  • Die Lenzrosen blühen, sowohl die violette als auch die weiße.
  • Oje – die Segge sieht auch nicht so schön aus. Alle Blätter sind braun an den Spitzen. Ziemlich unansehnlich ist das. Aber wenn ich die braunen Spitzen abschneide, sieht es auch bescheiden aus. Was macht man denn da? (Außerdem erstickt sie meine Jakobsleiter.
  • Blausternchen sind sehr hübsch. Ich habe nur viel zu wenig davon.
Donnerstag (22.03.), Sonnig, leichter Wind, 14°C