Auch hier: das Quadratbeet

Nach einem (garten-)faulen Samstag wurden wir dafür am heutigen Sonntag fleißig. Schnäuzelchen baute das Frühbeet fertig und ich habe mich an das erste Quadratbeet gemacht.

Nachdem ich in den letzten Tagen genau beobachtet hatte, wann die Sonne die Plätze erreicht, an die ich die Quadrate stellen wollte – und wann sie wieder verschwindet – durften diese dort stehen bleiben. Direkt neben dem Hochbeet, was ich recht praktisch finde. Praktisch war auch, daß die Rahmen dort schon ein paar Tage standen, denn so war das Gras unter ihnen schon recht hell geworden und es war ziemlich einfach, das Gras im Inneren der Beete (bzw. des Beetes, denn erst einmal habe ich mich nur an Beet Nummer Eins versucht) abzustechen. Zwei Ameisennester habe ich dabei auch erwischt. Die abgestochenen Rasensoden landeten auf dem Komposthaufen.

Danach wurde fleißig gehackt, um die Erdbollen zu lockern. Da der Boden eine angenehme Feuchte hatte, ging das richtig schön einfach. Dann noch einmal gründlich geharkt und schon kann der Rahmen wieder seine Stelle einnehmen.

Das sieht doch schon recht gut aus. Finde ich zumindest. Jetzt allerdings begann die Sträflingsarbeit. Ran an den Giersch. Neben meinem ‚Gemüsegarten‘ ist nämlich das Stallgebäude. An diesem befindet sich eine Böschung, wo einmal Cotoneaster wuchs. Jaha, da ist es wieder, das Unwort, das diesem Blog seinen Namen gab. Cotoneaster. Und wer mich kennt, weiß, was mit dem Cotoneaster passierte. Er ist weg. Seit zwei Jahren. Da hatten nämlich Schnäuzelchens Eltern einen Fleißanfall und haben ihn innerhalb kürzester Zeit herausgerissen.

Ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite war es gut, dass er weg war, denn er war nun wirklich nicht mehr ansehnlich. Beim besten Willen nicht. Allerdings freute sich daraufhin das Unkraut, daß das Mispelding nicht mehr da war. Es wuchs und gedieh. Allen voran – der Giersch. Wir kippten immer fleißig Grasabschnitt darauf, in der Hoffnung, das Ding ein wenig zurückzuhalten. Wer ihn kennt, den Giersch, weiß, wie sinnlos das Ganze ist.

Aber der Boden darunter – der sei toll, meinte meine Mutter. Richtig schöner Humus (sie hatte mal begonnen, das Zeug zu jäten). Und die Stallwand dahinter… Wie die wohl aussah, rätselten wir schon lang. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob sie wohl feucht wäre.

Genügend Gründe also, um die Böschung zu entfernen. Was ich also heute begann. Bewaffnet mit Spaten, Grabegabel, Schubkarre und feinmaschigem Kompostsieb legte ich los. Die durchgesiebte Erde landete im Quadrat. Junior hat mir fleißig dabei geholfen – vor allem die Regenwürmer hatten es ihm angetan. Jeden einzelnen trug er zum neuen Beet, um ihn dort hineinzulegen. Dann wurde der Wurm fein säuberlich von Erde bedeckt. „Damit er besser slafen kann!“

Nun ist das Quadratbeet zu zwei Dritteln mit Humus gefüllt. Jetzt darf es sich erst einmal setzen, dann kommt noch einmal ein wenig Humus dazu, vermischt mit Kompost. Bis es wirklich voll ist. Dann ist das zweite Quadratbeet dran. Und anschließend überlege ich mir, was ich mit dem vielen schönen Humus der Böschung noch auffüllen kann. Ich garantiere Ihnen, ich finde was.

Das Loch in der Böschung

... und hier das Loch im Verhältnis zur restlichen Böschung

... und rechts der Treppe noch mal Böschung

Auch ansonsten tut sich einiges im Garten. Die Hyazinthen blühen fleißig (Notiz: Gerne noch mehr Hyazinthen pflanzen) und tatsächlich sind an einigen Flecken noch ein paar Osterglocken gekommen (Notiz: Auch noch ein paar Narzissen setzen). Die mittelspäten Tulpen beginnen zu blühen. Die Mirabelle blüht inzwischen auch hier, liebe Frau Landgeflüster (dieses Bild ist schon ein paar Tage alt)! Die eine Pfingstrose hat schon ganz hübsch durchgetrieben.  Der Rhabarber hat endlich die ersten Blätter bekommen – und meinen Weg in den Stall finde ich nun auch bei Dunkelheit!

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Sonntag (01.04.), Sonnenschein, kaum ein Wölkchen, 10°C  
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3 Kommentare zu “Auch hier: das Quadratbeet

  1. Das ist ein richtig schöner Projektbericht. Hat Spaß gemacht, ihn zu lesen. Mutig mutig, den gierschverseuchten Humus in die schönen neuen Beete zu füllen. Ich kann für Euch nur hoffen, dass Ihr penibel gearbeitet und kein Wurzelfitzelchen übersehen habt. Sonst beginnt der Spaß nämlich sehr bald von Vorn. Glaub mir, ich kenn das Teufelszeug inzwischen besser, als mir lieb ist ;o).

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