Minimalgärtnern

Ständig donnert es aus allen möglichen Himmelsrichtungen. Zwischendrin kommt auch mal etwas Nasses von oben herunter – aber für mehr als ein wenig Tröpfeln scheint es heute nicht zu reichen.

Frau Mutter brachte mir heute sechs wunderbare Petersilienpflanzen vorbei – mit einem schönen Gruß des Herrn Vater. Hach, toll. Heuer hatte ich noch keine ausgesät. Ich wußte nämlich nicht, wohin. Im Tomatenbeet hatten wir sie bis letztes Frühjahr stehen. Da wollte ich nicht schon wieder Peterle pflanzen – mir war nicht klar, ob der zeitliche Abstand schon ausreichend sei. Im Hochbeet war kein Platz mehr. Und im zweiten Quadrat war auch keiner mehr, denn Herr Vater hatte mich auch noch mit sieben Broccolipflänzchen versehen, die dort zwar eigentlich auch nicht hinein sollten – aber Junior hatte einen unbeaufsichtigten Moment genutzt und alle  aus ihren Töpfen gezogen. Drei konnte man sogar als ‚wurzelnackt‘ bezeichnen. Irgendwo mußten sie also hin – und da war das eben fertig gewordene Quadratbeet gerade richtig.

Dort wächst im übrigen, ganz in ein Eck gedrückt, auch noch die Zuchinipflanze, die ich bekam von – Sie ahnen es, Herrn Vater!  Er ist eben ein leidenschaftlicher Gärtner!

Wohin also mit dem Peterle? Kurz entschlossen gab ich ihm einen Platz in zwei schönen Balkonkästen, die nun auf der Terrasse stehen. Schließlich heißt es ja auch immer, man solle die Kräuter möglichst nah am Haus ziehen, damit man auch bei Regenwetter welche holen geht!

Ein paar Minuten blieben noch vom Mittagschlaf der Kinder. Also noch flink zwei weitere Kästen mit Erde gefüllt – und endlich Dill und Koriander gesät. Die Samen sind uralt – ich bin gespannt, ob sie noch aufgehen!

Donnerstag (31.05.), vormittags sonnig und sehr warm, nachmittags bedeckt und gewittrig