Wie schnell die Zeit vergeht…

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Eine Woche im Sommer – Freitag und Samstag

Das Projekt „Miste“ geht weiter. Die letzten beiden Tage haben Schnäuzelchen und Schwiegerpapa das Mäuerchen an der rechten Seite fertig gestellt, die Verschalung entfernt, einen Ausflug in die Säge gemacht und dort das notwendige Holz geholt und schlußendlich die rechte Wand fertig gestellt. Diese ist jetzt deutlich höher als die linke Seite, links soll aber noch nachgerüstet werden.

Heute ging es dann an die Zufahrt. Zunächst wurde der Schlamm abgeschoben, anschließend geschottert und dann kamen die Rasengittersteine drauf. Mit Klopfehammer, Wasserwage und viel Geschick wurden die Steine angepaßt, so dass wir nun eine ziemlich luxuriöse Zufahrt zur Miste haben. Endlich keine Unmengen an Schlamm mehr, durch die die vollen Mistkarren geschoben werden müssen. Endlich keine Gräben im Schlamm mehr, die der Traktor beim Hochschieben des Mistes zieht.

Dafür haben sich neue Fragen aufgetan, die gelöst werden müssen, wenn es perfekt werden soll. Rechts und links ist jetzt eine Schotterböschung mit leider recht lockerem Schotter, den die Pferde sofort herunter treten werden – und dann haben wir eine Kante, an denen sie sich gut verletzen können. Sie glauben ja nicht, wie dösig Pferde manchmal sind!

Beim Abendessen haben wir dieses Problem durchdiskutiert und hoffen, eine Lösung gefunden zu haben.

Junior hat übrigens fleißig mitgeholfen – so oft wie in den letzten Tagen wurde er noch nie in die Badewanne verfrachtet. Sein Spielzeugfrontlader sieht auch entsprechend aus…

In den nächsten Tagen werde ich auch noch ein paar Bilder einstellen, damit Sie auch was zu begucken haben!

Nun ist die Woche Gewühl beendet – im Rohr backt ein Apfelkuchen für morgen. Sie wissen ja, am siebten Tag…

Übrigens: Letzte Nacht hat es sage und schreibe 35 Liter geregnet!

Eine Woche im Sommer – Donnerstag

Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Miste. Zunächst mußte diese so vom restlichen Auslauf abgetrennt werden, dass die Pferde weiterhin von der Koppel in den Stall gehen konnten. Zu diesem Zweck haben wir eigentlich ein paar Zaunstäbe, die man in die Erde hämmern kann und an denen man dann das Elektroband befestigt. Soweit der Plan. Nur leider wollten die Metallteile der Stäbe nicht um viel in den Boden – der war zu hart und zu steinig. Nach ein paar vergeblichen Versuchen hatte Schwiegerpapa jedoch die zündende Idee: Unter zuhilfenahme (oder zu Hilfe nahme – wie schreibt man das jetzt?!?!) eines Eisenstabs für die Verschalung mußte der Koppelstab doch hinein ins Erdreich.

Für die restlichen Arbeiten müßte ich nun eigentlich Schnäuzelchen die Tastatur übergeben – aber ich fürchte, er möchte sich lieber weiter mit Emil Steinbergers ‚Feuerabend‘ amüsieren. Verständlich nach all der Arbeit.

Jedenfalls: An der rechten Seite der Miste wurde die Verschalung angebracht und ein Mäuerchen betoniert.

Übrigens: Sie hätten mal sehen sollen, als Schnäuzelchen den Betonmischer aus dem Heu-Unterstand holte. Der stand dann erst einmal im Gang zur Koppel und prompt kamen die neugierigen Pferdenasen nachsehen, was das für ein Trumm ist. Fuzzy schleckte erst einmal den Staub ab, Tonka stupste das Ding neugierig an. Den Vogel schoß aber Granja ab, die dem Betonmischer auf dem Fuße folgte, als Schnäuzelchen das scheppernde Gerät zur Miste zog. Ihre Nase war immer haarscharf hinter dem Betonmischer – wir haben uns wirklich amüsiert.

Eine Woche im Sommer – Mittwoch

Ein kurzes Gewitter am frühen Nachmittag brachte nur zwischenzeitlich Abkühlung, danach war es mit 29 Grad wieder sehr warm, wenn auch nicht so heiß wie gestern. Es reichte dennoch, um im eigenen Saft zu braten. Und ich war zugegebenermaßen froh, nicht an Stelle der Männer zu sein, die heute wieder fleißig gewühlt haben.

Unser Alterchen steht in einem Holzschuppen, zu dem nur ein Wiesenweg führt. Nachdem der Traktor aber bei Wind und Wetter bewegt werden muß, hat sich im Laufe der Zeit eine – nein, natürlich zwei – unschöne Furche in die Wiese gegraben. Schnäuzelchen und Schwiegerpapa organisierten also einen Anhänger, der zwei Tonnen laden konnte, telefonierten diverse Kiesgruben ab und fuhren den ganzen Tag hin und her.

Drei Ladungen Schotter landeten in den Furchen der Treckerzufahrt, mühsam per Hand vom Anhänger in die Furchen geschaufelt. Eine weitere landete in Alterchens Unterstand. Ich kann Ihnen sagen, das sieht jetzt schon richtig gut aus. Leider habe ich noch kein Foto für Sie – ich habe zwar Vorher-Fotos geschossen, jetzt ist es mir aber zu spät, um sie noch von der Karte zu holen. Das hole ich einfach morgen nacht.

Eine Ladung Schotter findet sich nun außerhalb der Koppel auf Höhe der Zufahrt zur Miste, daneben steht ein Stapel Rasengittersteine. Und eine Ladung Kies befindet sich im Schlechtwetterauslauf der Pferde, um dort für Beton verwendet zu werden. Ich weiß allerdings nicht, ob sich Schnäuzelchen beim Abladen des Kieses darüber im Klaren war, dass die Pferde sofort beginnen würden, den Kiesberg auseinanderzunehmen…

Eine Woche im Sommer – Dienstag

Wieder einmal kletterte das Thermometer richtig hoch. 31,5 Grad zeigte der Bordcomputer unseres Autos gegen Nachmittag an.

Schnäuzelchen nebst Schwiegerpapa waren wieder richtig fleißig. Da die Umrandung unserer Mistplatte am Auseinanderbrechen ist, sind hier Reparaturarbeiten fällig. Aber zunächst mußte die Miste geleert werden, was unser Alterchen – ein Fendt aus den Sechziger Jahren – auch brav und zuverlässig erledigte. Allerdings muß Schnäuzelchen ein wenig überschüssige Kraft gehabt haben, denn der Hebel des Frontladers hatte dieser nichts entgegenzusetzen – er brach einfach ab. Wenn Sie also zufällig einen solchen Hebel herumliegen haben, dürfen Sie uns diesen gerne vorbei bringen.

Im Strohlager steht außerdem ein dreitausend Liter fassendes Wasserfaß. Hier sammelten wir immer Regenwasser, um die Pferde über den Sommer damit zu tränken. Bei einem Bedarf von bis zu sechzig Litern am Tag, wenn es richtig heiß ist, ist das eine tolle Sache. Außerdem konnte ich damit auch meinen Garten gießen.

Leider ist das Faß diesen Winter durch den Frost geplatzt. Zunächst konnten wir nichts daran richten, denn erst mußte das Stroh, das daneben lagerte, verbraucht werden. Nun sind wir am letzten Ballen – und Schwiegerpapa machte sich ans Faß.

Leider kann ich nicht berichten, wie genau er es erlegte, denn ich war nicht dabei. Später gab es nur noch eine obere, kaputte Hälfte und eine untere, heile Hälfte zu sehen. Beide Hälften hatten – vermutlich mit Alterchens Hilfe – ihren Platz im Stadel verlassen und warten nun vor dem Koppelzaun auf den Abtransport. Ein Nachbar von uns hat ein baugleiches Faß, das noch ein klein wenig größer ist als das unsrige. Das soll dann dessen Stelle einnnehmen – allerdings hat es wohl auch ein kleines Leck, das erst geflickt werden muß. Immerhin kann man es aber flicken – im Gegensatz zu dem riesigen Sprung in unserem. Da war nichts mehr zu machen.

Eine Woche im Sommer – Montag

Schnäuzelchen hat Urlaub. Drei Wochen. Die erste ist schon vorbei, die zweite hat gerade begonnen. Es sind viele Dinge geplant, die eigentlich nicht zum vorhergesagten Wetter passen, denn es muß einiges an Haus und Hof gewerkelt werden. Dazu ist Schnäuzelchens Papa eingeflogen worden. Gemeinsam sind die Männer nun an der Arbeit, tatkräftig unterstützt von Junior, dessen Näschen in jedes Bohrloch schnuppert.

Der Vormittag verging im Zeichen der Vorbereitungen. Werkzeug wurde bereitgelegt, Zement gekauft, ein Auto-Anhänger zum Kippen organisiert sowie abgeklärt, wo man auf die Schnelle Kies herbekommen konnte.

Nach dem Mittagessen ging es dann zur Sache. Die untere Hälfte der Stallwand ist gemauert und unser Vorbesitzer hatte hier höchst dekorativ eine Holzverschalung angebracht (auch wenn ich mich fragte, warum er dies wohl getan hatte – nur wegen der Optik bestimmt nicht. Jedenfalls erschließt sich mir der Grund nicht.) Diese hatten wir vor dem Einzug unserer Pferde mit einem Winkelblech versehen, damit unsere Biber … äh Pferde sich nicht sofort darüber hermachen. Fünf Jahre hat es gehalten, dann hat unsere Schwarze entdeckt, dass man die Verschalung mit den Zähnen – Pferdezähne sind groß und stark – hochheben kann. Und dass es wunderbar knallt, wenn sie dann wieder herunterfällt. Mit der Zeit ging das Holz massiv in die Brüche und sah nun zum einen nicht mehr dekorativ aus und zum anderen erhöhte es die Verletzungsgefahr für die Vierbeiner. Also griffen Schnäuzelchen und sein Papa zum Werkzeug und entfernten die ganze Geschichte.

Als Nächstes ging es dann an die Futtertröge. Ein Eckfuttertrog, den wir noch von früher hatten, wurde angebracht und der ursprünglich dort vorhandene an einer anderen Stelle angebracht. Jetzt können alle vier Pferde gleichzeitig aus Trögen fressen und wir müssen nicht mehr improvisieren.

Ich bin gespannt, was den Herren morgen einfällt..

Montag (20.08.), sonnig, kein Wind, 36°C

Samstagsbilanz

  • morgens auf dem Turnier einen sechsten Platz im Stilspringen eingeheimst – trotz einer gefallenen Stange
  • eine große Portion Eis aus der Eisdiele geholt und verputzt *schleck*, danach ein wenig geschlafen, daneben ein friedlich spielender Junior
  • einen ganzen Korb Äpfel verarbeitet – zwei Glas Apfelmus und viereinhalb Glas Apfel-Honig-Marmelade. Ich glaube, diesmal ist mir der Zimt ein wenig ausgerutscht… Mal sehen, was Schnäuzelchen spricht
Samstag (18.08.), sonnig und heiß