Auf dem Bio-Hühnerhof

Heute vormittag um neun hieß uns der Biobauernhof unserer Nachbarn willkommen. Wie das eben so ist: Da hat man kleine Kinder, nebendran ist ein Bauernhof und dennoch schafft man es irgendwie nie, mit den Kindern hinüber zu gehen und ihnen zu zeigen, wie die Hühner leben. Das sollte sich nun ändern, hatte doch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einer nahegelegenen kleinen Stadt zu einem Vormittag geladen, der sich an Familien mit Kindern zwischen einem und drei Jahren richtete. So wollten wir nun also auch endlich mal den Hühnern auf den Grund gehen.

Empfangen wurden wir in einem liebevoll hergerichteten, durch einen Bollerofen gewärmten Garagenraum, der sozusagen als „Klassenzimmer“ diente. Auf einem Kreis von Strohballen mit Jutesäcken obendrauf wurde uns ein wenig über den Hof uns seine Eigner berichtet, außerdem durfte sich jeder vorstellen und auch erklären, warum man an der ganzen Sache teilnehmen wollte.

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Dann ging es los ins Hühnerhaus. Als erstes mußten wir natürlich unsere Neugierde befriedigen, wie die Hühner lebten. Wir erfuhren, daß auf einem Bio-Hühnerhof maximal sechs Hühner pro Quadratmeter leben dürfen. Außerdem dürfen die Hühner bei gutem Wetter nach draußen. Heute war es kalt und zugig, so daß die Hühner in ihrer Außenvoliere liefen. Besonders gefielen uns die beiden Hähne, die auf dem Baumstamm saßen und die so wunderbar antworteten, als alle Kinder zusammen „Kikerikiii“ riefen. Und das war reproduzierbar! Die Kinder hatten riesigen Spaß daran.

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Und was fressen die Hühner nun so?
Um dies anschaulich zu erklären, hatte die Nachbarin einen Holztisch vorbereitet, in perfekter Kleinkinderhöhe. Darauf wurden nun die verschiedenen Körner ausgebreitet, Getreide, Mais und Futterbohnen. Die Kinder durften sie anfassen, untersuchen und schließlich konnte jeder ein paar Handvoll davon in ein Körbchen füllen. Jetzt wurde es spannend – der Inhalt der Körbe wanderte in eine kleine Schrotmaschine und wurde zu Hühnerfutter verarbeitet. Und wieder gab es einen Kreis aus Paletten, auf die sich Kinder und Eltern setzen konnten. Allerdings mußte zunächst das Innere des Kreises noch mit Stroh eingestreut werden, was den Kindern sichtlich Spaß machte. Dann brachte die Bäuerin zwei Hühner und wir durften unser Getreideschrot verfüttern. Die Hühner fanden das Ganze doch ziemlich unheimlich, aber sie ließen sich sogar streicheln.

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Anschließend wurde der „Eierlift“ in Betrieb gesetzt und kleine Händchen sortierten die Eier in einen großen Karton. Inzwischen war uns allen nicht mehr ganz warm, so daß wir gerne wieder zurück ins „Klassenzimmer“ gingen. Dort wurden die gesammelten Eier – unter Zugabe von Zwiebelschalen für eine schöne gelbe Farbe, schließlich ist ja schon fast Ostern  – auf einem uralten, holzgefeuerten Herd gekocht. Warum habe ich diesen eigentlich nicht fotografiert??? Vorhandene Fragen konnten in der Zeit, bis die Eier fertig waren, beantwortet werden uns schlußendlich durften die Kinder ihre Eier verspeisen. Junior vertilgte drei Stück!!!

Der kleine Ausflug an sich war sehr schön – noch schöner aber waren die faszinierten Gesichter der Kinder!