Qualmende Füße

Während die Kindelein Opa und Oma auf Trab hielten, durften Schnäuzelchen und ich einen Tag auf der Südwest Messe verbringen. Bei strömendem Regen schenkten wir uns das Außengelände, was ein wenig schade war, da hier auch das Thema „Garten“ vertreten war.

Dafür sahen wir das komplette Innere aller Hallen. Probierten diverse Käse und Schinken. Ließen uns die Schuhe putzen – eine sehr überzeugende Vorführung, die in Zukunft dem Lederzeug meiner Pferde zu Gute kommen wird. Besichtigten Küchen, von gräßlich bis supertoll war alles vertreten. Inspizierten wassersparende Duschköpfe. Zogen ganz schnell am Stand mit den Pfaff-Nähmaschinen vorbei, um nicht in Versuchung zu geraten.

Desgleichen bei den Gewürzständen. Bei Käse und Schinken aus Kitzbühel wurden wir dann doch schwach. Ebenso bei den Baumscheren. Endlich muß Schnäuzelchen nicht mehr meine Rosenscheren für den Baumschnitt entwenden!

Schön war es, mein erster Besuch einer Messe!

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Der Hänger – Teil 1

hängerSonntag vor einer Woche haben Minchen und ihre werte Frau Mutter (Sie wissen schon, die aus Lutetia) wieder einmal unseren guten, alten Pferdehänger einer Reinigungskur unterzogen. Zum Glück – das muss man so schon fast sagen – haben sie dabei auch einen Blick unter die Gummimatten geworfen, die ansonsten immer so schön den Unterbau des Hängers vor unseren Augen verborgen halten. Was da zum Vorschein kam, dass vermuten Sie wohl bereits, hat uns nicht gerade gefallen:

kaputter boden

Nach einigem hin- und her haben wir beschlossen, dass es doch eigentlich nicht so schwer sein kann, diesen Boden selbst auszutauschen. Eigentlich wollte ich ja Urlaub auf dem Balkon machen. Stattdessen wird jetzt halt die Werkstatt beehrt. Das schadet wohl auch nicht, denn schließlich bin ich dann ja weg von der Straße. Oder so…

bretterNun denn, die erste Hürde haben wir bereits genommen. Ein Schreiner vor Ort hat uns die passenden Bohlen auf die Länge des Hängers zurechtgesägt, rund drei Meter lang und fünf Zentimeter stark. (Bitte entschuldigen Sie hier das schrecklich unscharfe Photo…)

Abholen konnte ich besagte Bohlen noch am Samstag. Bei der Gelegenheit „durfte“ ich mit dem Gespann aus Nobelhobel und Hänger mal wieder umdrehen üben, was in dem eher kleinen Hof des fraglichen Schreiners durchaus eine Herausforderung war. An dieser Stelle meinen Dank an den Erfinder der stufenlosen Automatik (hier: Multitronic), die ein derartiges Manöver sehr angenehm gestaltete. Das Holz liegt jetzt brav in unserer Werkstatt und harrt zusammen mit mir der Dinge, die da kommen.

img_0407Die erste Bestandsaufnahme nach einer gründlichen Dusche mit dem Hochdruckreiniger fiel dann an und für sich ganz positiv aus. Einige Schrauben wurden erst einmal ins Alteisen geschickt, die machten mir keinen übermäßig vertrauenswürdigen Eindruck mehr.

Ähnlich sah es mit einigen Teilen der Elektrik innerhalb des Hängers aus. Zumindest wissen wir nun, warum die Innenbeleuchtung nicht mehr funktionierte…

IMG_0408Ein guter Bekannter meines Vates, seines Zeichens ebenfalls Schreiner, hat mir dann glücklicherweise noch ein wenig Arbeit erspart. Zunächst war nämlich der Plan der, die Holzbretter mit einer Lasur etwas haltbarer zu machen. Seine (allemannische) Meinung war recht eindeutig: „Dees kaasch d’r schpare“. Zu Deutsch: „Das kannst Du Dir sparen“. Offensichtlich sind die Hinterlassenschaften der Pferde derart aggressiv, dass eine Lasur da keinen nennenswerten Vorteil bringen würde.

Samstag Nachmittag war ich schließlich kurz vor dem Versuch, die erste der alten Planken aus dem Hänger hebeln zu wollen. Nur um gleich wieder einen Schuß vor den Bug zu kassieren: Unter dem Hänger ist natürlich noch diverse weitere Elektrik verlegt. Hätte ich mir denken können, irgendwie muss ja der Strom zur Beleuchtung des Nummernschildes gelangen. Und da ich mich mit meinem Waschbärbauch eigentlich nicht unter den Hänger mühen will, war die Antwort hier relativ einfach: Unter einem unserer Garagenstellplätze gibt es eine Grube, von der aus man bequem ohne Hebebühne oder dergleichen an einem Fahrzeugboden arbeiten kann. Eine gute Gelegenheit, diesen Teil meiner Werkstattausrüstung endlich einmal einzuweihen.

Recht schnell reifte parallel allerdings auch die Erkenntnis heran, dass man das Dach des Hängers wohl herunternehmen müsse. Zumindest, solange ich die Garage nicht um wenigstens 60 Zentimerter aufstocken würde. Da dies nicht in Betracht kam, freut sich jetzt unser Nachwuchs über ein großes „Zelt“ in der Einfahrt:

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Zu zweit liess sich der Hänger daraufhin gut in die Garage hineinrangieren:

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Viel länger hätte das gute Stück allerdings auch nicht sein dürfen.

Wie die Geschichte weitergeht, erfahren Sie im Laufe der nächsten Tage. Bis dahin werde ich Ihnen hoffentlich Antworten auf einige drängende Fragen geben können. Beispielsweise ob in der Grube Kohle (oder Krokodile) zu finden waren. Oder ob der Ausbau der Planken nun doch ohne eine Ladung Zaubertrank zu machen war.

Schalten Sie also wieder ein, wenn es heißt „Der Hänger – Teil 2“.

Zwei ruhige Gartenstunden

Junior besuchte heute nachmittag erstmalig einen Freund aus dem Kindergarten, das Prinzeßchen hielt Mittagschlaf. Ich nutzte die Gunst der Stunde und verschwand in meinem Garten. Dafür, dass es den ganzen Nachmittag regnen sollte, blieb es wunderbar trocken und die Temperaturen waren wirklich angenehm zum Werkeln.

Das Wohnzimmerbeet nahm ich mir für heute vor. Systematisch von rechts nach links schritt die Arbeit voran und endete mit einem schönen sauberen Beet, einer ordnungsgemäß angebrachten Bewässerungsanlage – ein Bewässerungsstab fehlt allerdings noch, der liegt im Haus – und einer knallvollen Schubkarre Grünzeug für den Mist. Gras von der Beetkante (seitdem Schnäuzelchen ein paar Mal die Bewässerung beim Rasenmähen ruiniert hat, hält er Abstand vom Beet, was darin resultiert, dass ich immer mit der Rasenkantenschere hinterher muß), Unmengen an Löwenzahn und Ackerwinde sowie allerlei anderem Gewächs. Die verblühten Tulpen habe ich auch gleich zurückgeschnitten und zwei Dahlien gesetzt. Drei Pflanzstellen sind noch leer, aber ich bin noch dabei, meine Dahlienknollen zu sortieren, damit ich dieses Jahr nicht wieder eine niedrige Dahlie in den Beethintergrund setze, wie letztes Jahr geschehen.

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Die Akelei hat sich fleißig ausgesamt und blüht ganz wunderbar. Ich habe versucht, ein paar Blüten mit dem Fotoapparat einzufangen, aber die Bilder sind leider nicht ganz scharf geworden. Es gibt verschiedene Rot- und Violettöne und auch eine weißblühende habe ich entdeckt!!

Statt Akelei zeige ich Ihnen dafür noch einmal unseren großen Apfelbaum. Wenn nur aus der Hälfte aller Blüten Äpfel werden, gibts ne gute Ernte!

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Bombe

Es ist einfach toll, wenn die Kindelein so friedlich miteinander spielen, daß man nach dem Mittagessen nicht nur dazu kommt, die Küche aufzuräumen, sondern sämtliche Fronten schrubben und den Boden wischen kann.

Man muß nur damit leben können, daß inzwischen im Eßzimmer die Duplobombe einschlägt…

Wie war das mit den Windmühlenflügeln???

(Ich könnte sie trotzdem knutschen, die Kindelein, wenn sie so schön spielen. )

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