Früher Vormittag

So ein Garten ist schon spannend. Da macht man sich Gedanken, überlegt, befragt Bücher nach Blütezeiten, welche Pflanzen mit welchen harmonieren und was der Dinge mehr ist – und dann kommt alles doch ganz anders als man gedacht hat.

Nicht nur meine Levkojen sind plötzlich überall im Garten, sondern auch dieser hübsche weiße Fingerhut wurde von mir ganz bestimmt nicht dorthin ausgesät!

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Den Blättern und Blüten zufolge ist die Pflanze, die hier neben der Buchskugel und vor der Levkoje wächst, eine Dreimasterblume. Ich erinnere mich, dass ich letztes Jahr von meiner Mutter welche bekam. Woran ich mich nicht erinnere, ist, daß ich an eben dieser Stelle eine gepflanzt habe. Die hätte ich ganz woanders vermutet und habe mich auch schon gefragt, warum sie dort nicht aus der Erde kommt. Jetzt weiß ich warum!

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Erstaunlicherweise hat auch Malvern Hills den Winter überlebt. Zwar sind ihre oberirdischen Triebe vom letzten Jahr komplett erfroren, aber da zeigt sich ein schöner langer Neuaustrieb.

Ich bin einmal gespannt, wie lange diese Rose brauchen wird, um einmal meine Fassade zu erklimmen. Sechs Jahre wächst sie nun schon dort – und jedes Jahr fängt sie wieder bei Null an. Das finde ich ziemlich frustrierend, denn sie blüht normalerweise wirklich schön. Ich gebe ihr Winterschutz, was mir nur einfällt, aber irgendwie ist sie nicht wirklich robust. Gelegentlich denke ich im Frühjahr darüber nach, sie herauszureißen und durch eine robustere Sorte zu ersetzen. Wahrscheinlich hört sie diese Gedanken, denn dann treibt sie immer durch!

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Dafür kann es nur noch wenige Tage dauern, bis mich Pauls Himalayan Musk wieder mit ihrer vollen Blütenpracht erfreut. Dummerweise bekommt sie dieses Jahr schon wieder Mehltau.

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Selbst im Schatten haben wir heute Vormittag schon gute 25°. Ganz schön warm zum Garteln, aber es muss einfach sein, solange es geht. Zu viel ist über die lange Regen- und Kältezeit liegen geblieben.

“ Lulilu“ singt meine kleine Gesellschafterin, die es gründlich ausnutzt, den Traktor des großen Bruders endlich einmal für sich zu haben. Auch wenn er noch viel zu groß für sie ist.

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Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass ich schlichtweg zu blöd bin, diesen Bewässerungscomputer zu bedienen, den mir mein Vater vor zwei Jahren schenkte. Ich bilde mir ein, daß er richtig angeschlossen ist, aber er gießt einfach nicht. Irgendwo werde ich wohl wieder irgend eine Kleinigkeit falsch gemacht habe. Ich komme nur nicht drauf, was für eine. Und ja: der Wasserhahn ist auf. Das habe ich kontrolliert.

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Um 10:30 Uhr ist dann auch schon
wieder Schluss mit Garten, denn die Sonne war so weit um das Haus herum gewandert, dass der Schatten verschwunden war. Also geht’s nun ab ins Haus!

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