Es war einmal … ein UFO

Ein UnFertiges Objekt nämlich. Ein Puppenschlafsack, im Anfall geistiger Umnachtung mit Fleecefutter herzustellen, so wie des Prinzeßchens eigener Schlafsack, auch aus ebenjenen Stoffen. In Hals- und Armausschnitten sauber gegeneinander verstürzt.

Dumme Idee bei so einem kleinen Schlafsack.

Nachdem der Halsausschnitt verstürzt war, ging jeglicher Versuch der Armausschnitte daneben. Ich probierte dies und grübelte über jenes nach, bis der Schlafsack schließlich im Schrank landete. Irgendwann einmal hätte ich  bestimmt…

Jaha. Heute kam sie, die zündende Erinnerung an die Erklärung, die eine hervorragend nähende Bekannte meiner Frau Schwiegermama mir geliefert hatte, als wir des Prinzeßchens Schlafsack nähten. Nur dummerweise war die ja nicht greifbar gewesen, knapp drei Stunden Fahrt trennen uns. Ich hatte also gehofft, daß es mir eines Tages wieder einfiele. Heute passierte es. Und schwupps – war die Nähpause zu den Akten gelegt und ich saß an der Maschine.

Hier ist das Ergebnis. Das Foto hat leider nicht die gewohnte Qualität, denn ich mußte schnell sein. Prinzeßchen wollte ihre Tina beim besten Willen nicht so lange aus der Hand geben, das können Sie bestimmt verstehen.

Das Schnittmuster ist übrigens von hier.

20131128-KN9D5841 20131128-KN9D5843

Advertisements

Ein erster Stoffmixpulli

Vielen Dank an Frau Klimperklein, die dieses tolle Ebook geschrieben hat. Die Anleitung ist wirklich ausgesprochen übersichtlich. Ich hatte sie während des Nähens neben der Maschine liegen, dank Eipäd geht so etwas ja. Zwar hatte ich sie mir auch ausgedruckt, aber nur in schwarzweiß und das half für die Feinheiten beileibe nicht.

Im Vorfeld hatte ich mit Frau Klimperklein Kontakt aufgenommen, weil ich mir nicht sicher war, in welcher Größe ich nähen solle. Im Ebook gibt es nämlich keine Größentabelle. Junior  trägt derzeit bei Kaufbekleidung 116, die ihm auch gut paßt. Allerdings war ich ja nun schon mit den letzten Schnitten aus der Ottobre reingefallen, weil sie für Junior viiiiiel zu schmal ausfielen. Frau Klimperklein beantwortete meine Fragen wirklich sehr nett, ich entschloß mich dennoch, nicht in 116  zu nähen, sondern in 122. Was für ein Glück – auch an dieser Stelle frage ich mich wieder, in was für eine Statur Sohnemann hineinwachsen will. In der Länge ist ihm die 122 nämlich auch beim Stoffmixpulli zu lang. An den Schultern braucht er sie aber, da sitzt der Pullover so richtig schön.

Einen Rest von Juniors heißgeliebtem Lokstoff – aus dem er schon einen Schlafanzug bekam – hatte ich noch, den wollte ich nun mit grauem Sweat kombinieren. Dabei unterlief mir ein lustiger Fehler. Bei der verzweifelten Suche, wie man den Lokstoff zuschneiden könne, damit er auch reicht, passierte es, daß die Lokomotiven in den Taschen nun auf dem Kopf fahren *lach*. Zum Glück sind es nur die Taschen, auf der Passe vorne wäre das schlimmer gewesen. Junior stört es nicht, ihm erscheint es vollkommen normal, daß Loks auch auf dem Kopf fahren können.

Auch bei diesem Pullli gibt es noch ein paar Dinge, die ich beim Nächsten zu verbessern habe. Allerdings muß ich mir nun erst mal eine Nähpause verordnen – ich kann Ihnen sagen, es fällt mir außerordentlich schwer, denn gerade dieser Pulli hat riesigen Spaß gemacht. (Ich habe dafür übrigens fünf Abende gebraucht). Aber im Haus ist viel liegen geblieben, das muß ich nun angreifen.

Und hier kommt das gute Stück, das nun sofort noch ins Zwanzigminutenprogramm der Waschmaschine wandert, damit die vielen geradelten Linien verschwunden sind und Junior ihn morgen gleich anziehen kann. Vorher wandert er aber noch zum Creadienstag.

20131126-KN9D5831 20131126-KN9D5833 20131126-KN9D5835 20131126-KN9D5836

Mal wieder ein Regenbogenbody

Das Töchterlein einer Freundin erblickte bereits im September das Licht der Welt – aber besser ein wenig spät als nie. Daher habe ich mich nun endlich an den geplanten Regenbogenbody gesetzt. „Little Pink Pony“ von Stoff und Liebe wurde verarbeitet und erstmalig habe ich mich an Ärmeln im Lagenlook versucht. Nun muß ich das Teil nur noch einpacken und auf die Reise schicken. Ich hoffe, die kleine Dame nebst Mama freuen sich.

image

und ab damit zum Creadienstag

Tigerpulli

Junior hat ja so allerhand Ideen, was auf seine neuen Pullover drauf soll. Den Drachen haben wir ja nun abgearbeitet. Letztens war ich mit ihm im Stoffladen, Garn kaufen. Und da lag so ein Stückchen Baumwollstoff, bedruckt mit Tigern. Herrje – wie hätte ich es nun fertigbringen sollen, ohne diesen Stoff aller Stoffe wieder aus dem Geschäft zu gehen?

Zum Glück paßte er farblich exzellent zu dem grünen Sweat von Stoff und Stil. Also wurden ein paar Tiger appliziert und los ging es. Der Pullover war ganz fix genäht. Der Schnitt ist der selbe wie beim Drachenpulli, aus der Ottobre 4/13. Lediglich den Halsausschnitt habe ich verändert – es gab ein klassisches Bündchen. Gefällt mir besser als beim Drachenpulli, so wirklich glücklich bin ich aber immer noch nicht mit dem Schnitt. Außerdem ist die derzeitige Mode mit den schmal geschnittenen Oberteilen eh nichts für meinen Sohn – wenn es nach seiner Schulterbreite ginge, müßte ich 128 nähen… Ansonsten ist ihm 122 noch zu groß – aber die Pullis sind irgendwie alle zu schmal für ihn und wir müssen beim An- und Ausziehen aufpassen (ist übrigens auch bei gekauften Sachen so.)

Hier kommen also die Bilder, leider sind es nur schnelle Handyfotos, Junior hatte keine Lust auf ein ausgiebiges „Shooting“… Und damit gehts dann auch wieder einmal zum Creadienstag. Freuen würde ich mich, wenn ihr mir einmal erzäfhlt, welche Pulloverschnitte ihr so gerne verarbeitet!

20131110-IMG_1835 20131110-IMG_1837 20131110-IMG_1841 20131110-IMG_1842

Martinsumzug

Vor ungefähr zwei Wochen fragte mich die Leiterin von Juniors Kindergartengruppe, die gleichzeitig auch die Chefin der Einrichtung ist, ob ich nicht beim Martinsumzug reiten könne. Im vergangenen Jahr hatte das noch Frau S. getan, wie all die Jahre zuvor auch. Nur hatte diese ein neues Pferd und das hat den Umzug im vergangenen Jahr mehr steigend und auskeilend verbracht und dabei auch noch ein Auto demoliert. Daher wollte sie diese nicht so gerne fragen. Bevor sie ein Risiko mit den Kindern einginge, gäbs dann eben einen Umzug ohne Pferd, auch wenn’s schade sei.

Hmtja. Ich erklärte ihr erst mal, daß ich drüber nachdenken müsse. Mit der Schwarzen vielleicht?

Die hatte das aber auch noch nie gemacht und auch ansonsten wenig Erfahrung mit irgendwas. Also fragte ich meine Nachbarin, die mit ihrer Tinkerstute früher viel St.Martin geritten ist und auch die Schwarze von unseren gemeinsamen Ausritten kennt. „Naja“, war die zweifelnde Antwort, „vielleicht mit Dir, weil sie zu Dir mehr Vertrauen und Respekt hat als zu mir…“. Nicht sehr vielversprechend, diese Antwort.

Dann kam das Käsblatt des Ortes und damit die Idee. Für Samstag vermeldete das Blättchen den Martinsumzug auf dem nachbarlichen Anwesen. Die Kinder dieses Nachbarn gingen in den Kindergarten in O. und da ergab es sich dann, dass deren Umzug immer bei uns im Weiler stattfand. Zwar hat der Nachbar  keine so kleinen Kinder mehr, aber die Tradition gibts immer noch. Und ich fand, das sei eine gute Übung für die Schwarze. Ich sprach mit der Kindergärtnerin und verblieb mit ihr so, daß ich ihr am Montag – also heute – Bescheid geben wolle.

Tja. Natürlich überlebt kein Plan den Kontakt mit dem Feind – das Käsblatt hatte wohl einen Druckfehler drin, denn auch bei den Nachbarn war der Martinsumzug – heute. Also nix mit üben. Mein Angebot, das die Dame vom Kindergarten dann annahm, lautete: Ich probiere es und wenn ich den Eindruck gewinne, daß das nix wird, würde ich kurzerhand mit dem Roß verschwinden und wieder verladen.

Heute am späteren Nachmittag dann also die Schwarze gesattelt und getrenst, Abschwitzdecke drauf, ab auf den Hänger. Junior und Prinzeßchen ins Auto gepackt, wobei wir hier noch ein nettes kleines Zwischenerlebnis hatten, denn fünf Minuten vor dem Hosenknopf fiel der jungen Dame noch ein, sie könne eine Runde ausgiebig in den voll gefüllten Tränkbottichen der Pferde pritscheln. Naß bis auf die Haut war sie. Also wieder ins Haus geeilt, das kalte Kind aus den nassen Sachen geschält und Trockene angezogen. Die nassen Sachen landeten einfach in der Diele – zum Aufhängen war keine Zeit mehr. Zum Glück habe ich ja für jedes Kind mehrere Schneeanzüge – denn bei einem solchen Umzug um diese Jahreszeit zieht mal als intelligente Mutti den Kindern schon Fleeceshirt, Winterstiefel und Schneeanzug an. Es gibt nichts Schlimmeres als quengelnde Kinder, denen kalt ist. Mal ganz abgesehen davon, dass sie dann am nächsten Tag krank sind…

Am Umzugsort angekommen übernahm dann Schnäuzelchen die Kinder, ich saß schnell auf und das Abenteuer begann.

Was soll ich sagen. Die Schwarze war anfangs tatsächlich etwas angespannt, aber ob das nur an ihr lag oder weil sie einfach merkte, daß ich nervös war, sei mal dahingestellt. Die Blinklichter der Feuerwehr, auch das Blaulicht, interessierten sie rein gar nicht. Die Kinder mit dem lauten Geplapper schon ein wenig eher, aber auch daran gewöhnte sie sich schnell. Anfangs hielt sie wenig von langsamem Schrittempo, so daß ich Volten und jede Menge Schenkelweichen einbauen mußte, um den Umzug nicht abzuhängen. Nachher war aber alles super, sie ging gemessenen Schrittes und mit wunderbarer Anlehnung ungefähr fünf Meter vor der Blasmusik, die sie übrigens auch nicht störte. Beim Abschließenden Halt, wo die Kinder mit ihren Eltern dann im Freigelände des Kindergartens verschwanden, stand sie dann schon wie einbetoniert und ich mußte einige Eltern mit Kindern auffordern, mehr Abstand zu halten1

Bin total stolz auf meinen Trakehner *lach* und hoffe, daß irgendein Foto bei den Eltern dabei ist, was etwas taugt – denn wir wurden sehr viel fotografiert. Nur einen Martinshelm gabs nicht – der geht nicht über den Reithelm und ohne Helm ist nicht.

1392428_456581121118005_1005590092_n