Novembergarten

Die Sonne scheint. Der Himmel ist wunderbar blau. Fast keine Wölkchen. Nur ein richtig kalter Wind erinnert daran, dass bereits November ist.

Von meiner Schwiegermama erhielt ich noch ein paar Ableger von Erdbeeren. Sie versicherte mir, dass ich diese auch jetzt noch einpflanzen könne. Ich bin gespannt, ob sie über den Winter erfrieren oder ob ich tatsächlich nächstes Jahr ernten darf.

Das eine Quadratbeet ist ja schon seit einiger Zeit leer. Noch ein wenig frische Erde darauf, aus den Kübeln, in denen die Kartoffeln wuchsen, und hinein mit den Erdbeerpflanzen. Zwei der drei Reihen sind nun mit Erdbeeren belegt.

Weiter im Text mit dem schmalen Beet am Traktorunterstand. Dort haben die letzten Romanesco- und Brokkolipflanzen zwar Blätter ausgebildet aber fast keiner hat mehr einen Kopf bekommen.

Aus der linken Hälfte habe ich alle Pflanzen entfernt. Anschließend hackte ich das Beet, was ziemlich anstrengend war, denn es war einiges an Gras hinein gewachsen.

Auf der rechten Hälfte stehen noch einige Broccolipflanzen, die ich erst abernten und einfrieren muss.

Weiter ging es mit der Terrasse. Der Kürbisgeist hatte das Zeitliche gesegnet und bevor er sich entschließt, davonzufließen, musste er auf den Kompost. Als die Terrasse aufgeräumt war, hängte ich gemeinsam mit Junior auch das Vogelfutterhaus auf. Jeden Winteranfang überlege ich mir, dass so ein schönes großes Futterhaus auf einem Ständer doch prima wäre für unsere Terrasse. In letzter Konsequenz fallen mir aber leider immer genügend Dinge ein, die ich mit dem Geld besser besorgen sollte. Also hängt es wieder, das kleine Futterhaus. Wozu die Pressbändel aus dem Stall nicht nützlich sind….
Jedenfalls können die Piepmätze jetzt kommen. Es ist angerichtet.

***

Übrigens ist es schon faszinierend: die Rosen blühen immer noch!

***

Auch die ersten Dahlien habe ich nun endlich aus der Erde geholt. In der Garage dürfen sie abtrocknen, dann wandern sie in den Keller.

Die niedrige rote Dahlie steht beim Grill am Kamin. Die mittelgroße, die nicht blühte, daneben. Sie zerfiel beim herausnehmen in zwei Teile. Fire and ice, die über den Sommer auch ein ganz schöner Prügel wurde, ist die dritte auf dem Grill. Vielleicht, liebe Elke, falls du das hier liest, meldest du dich noch einmal, wenn du noch tauschen möchtest.

20131105-191030.jpg

20131105-191055.jpg

20131105-191112.jpg

20131105-191134.jpg

Der Drache

Gewünscht wurde – ein Pullover mit Drache. (Und einer mit Tigern. Und einer mit Lastern, Baggern, Traktoren…..)

Also wurde kurzerhand ein Schwung Sweatshirtstoffe bestellt. Unser hiesiges Stofflädchen führt so etwas nicht. Kein Bedarf. Zum Glück gibts Internet, denn der nächste größere Stoffladen ist eine gute halbe Stunde entfernt.

In der aktuellen Ottobre finden sich jede Menge Pulloverschnitte. Also habe ich mir einen ausgeguckt. Das war ja noch einfach.

Der Drache stellte mich vor größere Probleme. Immer wieder saß ich vor dem Rechner und suchte nach Bildern. Bei den kostenlosen Ausmalbildern wurde ich schließlich fündig. Schnell ausgedruckt und los ging die Sache mit der Appliziererei. Für den nächsten Drachen merken wir uns: Bloß nicht zu viele Rückenstacheln machen – die sind ganz schön bescheiden zu umnähen!

Ansonsten mag ich den Drachen sehr und auch mit der Farbzusammenstellung bin ich total zufrieden. Junior auch.

Mit dem Schnitt bin ich nicht wirklich glücklich geworden. Die Raglanärmel sind eine feine Sache, das gebe ich zu. Die Ärmel einzunähen ist wesentlich einfacher als bei der anderen Variante. Der Halsausschnitt – nun ja. Irgendwie wirkt er an meinem Bub viel zu weit und das, obwohl er gerade eben über den Kopf zu streifen ist.  Beim nächsten Mal werde ich den Ausschnitt wohl wieder mit einem richtigen Bündchen versehen, wie ich es bei dem darunter liegenden T-Shirt gemacht habe. Das gefällt mir viel besser – und ehrlich: Im Winter mag man es doch nicht kalt am Hals, da darf so ein Ausschnitt doch nicht rumschlabbern.

Über den falsch liegenden Fadenlauf des Pullovers sehen wir mal dezent hinweg. Diesen Fehler bemerkte ich nämlich erst, als ich schon beide Ärmel eingenäht hatte *verschämtlach*. Nächstes Mal wird alles besser. Junior wird es nicht stören.

Das Foto entstand am Nachmittag, als die Kindergartenfreundin zu Besuch war. Eigentlich war Junior daher nicht in Posierlaune, daher nur das eine Bild. Der Saum ist auch noch nicht umgenäht. Inzwischen schon – ich mußte dem jungen Mann versprechen, daß er den Pullover am nächsten Morgen – dem Creadienstag – in den Kindergarten anziehen könne.

Ach ja. Der Pullover ist in 122 genäht. Junior trägt derzeit 110/116. Insofern werde ich mal sehen, ob er in den Halsausschnitt genau so reinwächst wie in die Ärmellänge.

20131104-KN9D5827