Was haben ein Trakehner und ein Percheron gemeinsam?

Auf den ersten Blick: wenig.

Ein Trakehner ist elegant, edel, feingliedrig und steht auf relativ kleinen Hufen.

Ein Percheron ist auf seine Art zwar auch elegant, hat aber einen riesigen Schädel und genau so große Hufe, die ich nicht auf meinen Füßen wieder finden möchte.

Der Trakehner ist ein aus Ostpreußen stammendes Reitpferd, der Percheron ein französischer Kaltblüter.

Lange lange haben wir schon vor, unsere Schwarze an die Kutsche zu gewöhnen. Schnäuzelchens Leidenschaft ist eben das Kutsche fahren, nicht das Reiten.

Irgendwie klappte es nie. Entweder hatten wir keine Zeit oder unser Kutschenfahrer nicht. Und als wir schlussendlich einen Termin gefunden hatten, nahm sich das schwarze Pferd einen gelben Schein. Es war nichts Schlimmes, aber es dauerte drei Wochen.

Heute jedoch haben wir es endlich geschafft. Die Schwarze wurde verladen und auf ging es zu Hansjörg.

Dort erwartete uns als freundlicher Gefährte eben jener strahlend weiße Kaltblüter. Ein erfahrenes Fahrpferd ist das Beste, was man haben kann, um ein unerfahrenes Pferd an die Kutsche zu gewöhnen.

Als wir anschirrten, war mir schon ein kleines bisschen seltsam zumute. Wie würde sich unsere Stute verhalten? Hatte ich ihren Charakter richtig eingeschätzt?

Ich hatte. Sie nahm es gelassen und blickte sich mehr in der Gegend um, als dass das kutschieren sie interessierte.

Natürlich ist sie nach einer knappen Stunde Ausfahrt noch kein sicheres Kutschpferd. Dazu werden wir noch einige Male üben müssen. Das Ziel ist der Einspänner.

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