Nostalgie #2

Im Blog „Doros Gedanken Düne„, den ich seit kurzer Zeit verfolge, gibt es ein Projekt, das mir sehr gut gefällt. Es nennt sich Nostalgie. Beim aktuellen Beitrag fällt mir auch ein wenig ein, was ich schreiben könnte.

Fernsehen in meiner Kindheit war etwas, das nicht allzu häufig vorkam. Frau Mutter vertrat die Ansicht, Fernsehen sei unnötig. Und jedesmal, wenn die Nachbarskinder pünktlich zu „Hart aber herzlich“ oder ähnlichen Serien das Spielzeug in die Ecke warfen, standen wir allein gelassen da. Auf die Frage, ob wir auch fernsehen dürften, kam jedes Mal ein „regnet es denn?“ zur Antwort. Natürlich mußten wir das verneinen – kein Regen, kein Fernseher.

Daß wir als Kinder davon nicht so begeistert waren, können Sie sich vielleicht vorstellen. Aber wissen Sie was? Irgendwann kommt die Zeit, da werden Junior und Prinzeßchen ebenso fragen wie wir damals. Können Sie sich meine Antwort vorstellen?

Ja, Frau Mutter hatte vollkommen Recht!

Dennoch aber gab es natürlich einiges aus dem eckigen Kasten in meiner Kindheit und Jugend. Gern erinnere ich mich an wunderbare Zeichentrickserien wie „Alice im Wunderland“ oder „Tao Tao“. „Doktor Doolittle“ war auch gern gesehen, außerdem etliches aus der Augsburger Puppenkiste. Mit Vergnügen erinnere ich mich an „Katze mit Hut“, „Kater Mikesch“ oder natürlich auch „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“. Natürlich gehört auch „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ zu den wunderbaren Erinnerungen.

Später folgten dann andere Serien. „Knight Rider“ natürlich, DIE Serie für meine beiden Brüder und mich. Ich hatte damals den Eindruck, daß auch meine Eltern sie gerne sahen. „MacGyver“ wurde gern gesehen, ebenso das „A-Team“. In früherer Jugend liebte ich „Captain Future“ – unweigerlich führte mein Weg dann ein paar Jahre später zu „Raumschiff Enterprise“. Diese sehe ich immer noch gerne, besonders schätze ich die Originalserie um Captain Kirk – inzwischen im englischen Original – sowie die nächste Generation um Captain Picard – auch im Original. Den Rest brauche ich nicht unbedingt.

Ansonsten brachten meine Eltern es fertig, ihre Tochter zu einem ganz altmodischen Fernsehmenschen zu erziehen. Ich liebte und liebe Humphrey Bogart (ungeschlagen in „Casablanca“ und dem „unbekannten Gesicht“), Burt Lancaster (kennen Sie „Trapez“ oder wenn Sie es lieber fröhlich mögen „40 Wagen westwärts“ – Hallelujah Prost!) und noch ein paar andere Schwarzweißfilmgrößen. Unbedingt empfehlen kann ich „Leoparden küßt man nicht“, wenn Sie einmal über etwas wirklich Hirnverbranntes Lachen wollen. „Arsen und Spitzenhäubchen“ ist auch so ein Klassiker aus meiner Jungend. Ach ja, und natürlich darf ich auch „Das Fenster zum Hof“ nicht vergessen – superspannend.

Vermutlich habe ich noch viele, viele vergessen… Sehen Sie es mir nach!