Fairhaven – oder wie ein Quilt entsteht

Nachdem ich lange vergeblich im Netz nach einem Lieferanten für den Original Fairhavenstoff gesucht hatte, habe ich kurzerhand eine mail an Michelle Yeo in Australien geschrieben. Ich habe sie gefragt, ob sie noch „thumbs“ von den Originalstoffen hätte und ob sie mir die schicken könne, damit ich ähnliche Stoffe finden könne. Sie konnte! 6 Stunden später kam eine ganz liebe mail zurück. Sie schrieb, dass sie sich freue, dass ich den Quilt machen wolle, dass sie auch noch Originalstoff hätte, ich ihn auch bekommen würde und vor allem schickte sie mir die gewünschten „thumbs“. Hier sind sie.BildBild

Mit diesen Bildern und einer Lupe machte ich mich auf die Suche nach passenden Stoffen.  Ich weiß nicht, wieviel Zeit ich mit der Suche verbracht habe. Erst einmal habe ich „gefühlt“ alle deutschen Online Quiltläden durchsucht. In Einigen fand ich ein paar recht hübsche Stoffe, aber nirgendwo alle dazu passenden Stoffe. Also fing ich an in amerikan. Läden zu schauen. „Reproduction“ war das Zauberwort. Hierbei handelt es sich um eine Reproduktion alter, noch aus der  „Civil War Zeit“ stammender Tapeten- oder Möbelstoffe, die man noch in den alten „mansions“ vorgefunden hatte. Schließlich wurde ich im „Fat Quarter Shop“ in Texas fündig. Jetzt denkt Ihr sicher, das muß doch alles sehr teuer sein. Nein, die Stoffe dort sind erheblich günstiger, so dass,  selbst mit Portokosten und deutschen Zollgebühren, eine Bestellung sinnvoll war. Jedenfalls was es alles sehr spannend. Ich mußte den Stoffbedarf, der ja in cm angegeben war, in yard und inches umrechnen. (Gott sei Dank gibt es da im Netz Umrechnungstabellen). Dann das Abwägen – nehm ich diesen, oder doch den und überhaupt… Nach etwa einem Monat hatte ich meine Bestellung fertig und abgeschickt. Prompt kam die Bestellungsbestätigung und noch am selben Tag „your order has shipped“. Toll. Nun hieß es also warten.