Das erste Springturnier des Jahres

Endlich hat die „grüne Saison“ begonnen. Habe ich vor zwei Wochen noch bei einem A-Springen meine Nennung zurückgezogen, weil die Sprünge an der absoluten Obergrenze dessen waren, was wir derzeit trainieren, ging es heute richtig los.

Praktischerweise war das Turnier nur fünfzehn Hängerminuten von uns entfernt. Prüfungsbeginn war auch erst um halb elf, so daß das richtig entspannt verlief. Genügend Zeit zum Schritt führen des Springpferdes durch Frau Mutter, während ich in aller Ruhe meinen Parcours abgehen konnte. Genügend Zeit, um abzureiten und eine ausreichende Anzahl an Übungssprüngen zu nehmen – der erste schön klein, dann Runde für Runde etwas höher, bis wir uns mit Sicherheit und Ruhe an die in der Prüfung zu überwindende Höhe angenähert hatten.

Übrigens war der Weg auf den Abreiteplatz schon mit gefährlichen Hindernissen versehen: Da stand eine Rinderherde nebendran. Das ging ja gar nicht. Beim ersten Versuch zwangen mich hysterische Anfälle des Springpferdes dazu, einen anderen Weg zum Abreiteplatz einzuschlagen, das ging zum Glück. Das Verlassen des Platzes, um den Prüfungsplatz zu erreichen, entbot uns das gleiche Problem, aber diesmal erinnerte ich mich daran, was ich im Gelände entdeckt hatte: Gefährliche Dinge sind im Trabe wesentlich ungefährlicher als im Schritt. Also trabten wir aus der Abreitehalle und dann ganz schnell um die Ecke. Versteh einer die Vierbeiner.

In der Prüfung darf man immer schon auf den Platz reiten, wenn der Reiter vor einem gerade seinen Parcours springt. Ausreichend Möglichkeit also, dem Springpferd jeden einzelnen Sprung ausgiebig vorzustellen, indem ich eng daran vorbeiritt oder den Sprung sogar umkringelte.

Dummerweise konnte ich das vor Sprung zwei nicht machen. Denn meine Vorreiterin hatte dort drei Steher, die zu ihrem Ausschluß führten. Ich konnte also den Sprung nicht umkringeln, denn sie ritt ihn ja ständig an. Nachdem sie abgeläutet worden war, konnten wir ihn nur noch einmal sehr kurz ansehen.

Ob es nun das war? Ich weiß es nicht. Tatsache ist auch, daß ich bei diesem Sprung beim Anreiten mal wieder nach unten auf den Sprung guckte anstatt nach vorne über das Hindernis hinweg zu sehen. Beim Springpferd die allerbeste Möglichkeit, um Stehenbleiben hervorzurufen…

Der Rest des Parcours war absolut zufriedenstellend, für den ersten Start des Jahres allemal. Das ist ausbaufähig und ich freue mich schon auf das nächste Springturnier – noch eine Weile hin…

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Ein Kommentar zu “Das erste Springturnier des Jahres

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