Ahoi Käpt’n Gräte!

Normalerweise gehöre ich so gar nicht zu den Menschen, die einen neu erscheinenden Stoff unbedingt und sofort haben „müssen“. Aber als Käpt’n Gräte bei Alles für Selbermacher erschien, war das ausnahmsweise einmal anders. Der war ein echtes Muß für mich. Schließlich liebe ich ja maritime Stoffe – und dieser hier ist eindeutig maritim, aber dabei auch noch herzerfrischend anders. Und dann diese Details in den Zeichnungen! Ein echter Gute-Laune-Stoff, ich muß beim Betrachten immer wieder Schmunzeln.

Da hier ganz eindeutig Sommertops benötigt werden – vor allem bei Junior – war die Entscheidung, was genäht werden sollte, recht einfach. Und damit die Teilchen auch im Winter tragbar sind, gab’s noch eine Unterhose dazu. Das Schnittmuster ist wieder einmal Drunter Girls  beziehungsweise für die blaue Unterhose Drunter Boys von der Erbsenprinzessin, das blaue Shirt ist das Freebook „Sommertop“ von Frau Klimperklein.

Auch wenn ich mal wieder reichlich spät für den Creadienstag bin, stelle ich es dennoch ein, genauso bei Dienstagsdinge und Handmadeontuesday.

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Oh, wat een Prünkram

hab ich mir da angelacht! Dieses Teil war bisher der Höhepunkt meiner Appliquénäherei. Wenn Ihr Euch das aus der Nähe anseht, dann wisst Ihr was ich meine.

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Nicht genug, dass es viel „Fussy Cutting“ beinhaltete, die klitzekleinen Kurven an den Blättern haben mich bald zum Hirschen werden lassen. Aber nun ist es vollbracht und ich bin zufrieden mit meinem Machwerk. Ich bin gespannt, ob es noch schwieriger wird. Ich bin eigentlich schon seit einigen Wochen fertig, habe aber morgens immer die Zeit verschlafen und die Hitze war auch nicht dazu angetan lange vor dem PC zu sitzen. Nun aber will ich es doch noch einstellen.

Bei

 http://www.creadienstag.de

http://www.handmadeontuesday.blogspot.de

http://dienstagsdinge.blogspot.de

Mitten in der Nacht…

Um vier klingelte der Wecker. Ich wachte einige Minuten davor auf, um festzustellen, daß sich das Prinzeßchen eingeschlichen hatte. Also brachte ich sie erst mal in ihr Bett, zog mich an, bekam irgendwie die Kontaktlinsen in die Augen und raus ging es. Gerichtet hatte ich alles schon am Vorabend, ich mußte nur noch anhängen, einladen, Pferd richten und verladen, losfahren.

Dummerweise war ich ganz alleine, weil sich diesmal so gar niemand fand, der mitfuhr. Nicht die beste Voraussetzung, aber das Buschpferd ist an und für sich ja problemlos.

Haben Sie schon mal versucht, um halb fünf im Dunklen ein dunkelbraunes Pferd auf der Koppel einzufangen? Das Dressurpferd und das Buschpferd standen natürlich beisammen; als ich auftauchte, schickte das Buschpferd sich gleich an, davonzutraben. Aber ich bin ja schlau – ich hatte einen Fallapfel dabei und biß da mal schnell rein. Igitt, saures Zeug – aber Pferd hörte es und beschloß, sich einfangen zu lassen :D

Schnell geputzt, verladen, auf gehts. Ungefähr eine Stunde Fahrt, ich war der erste Depp am Turnierplatz. Erst mal orientieren, Hänger umparken – ist nix, wenn man vor dem Einweiser da ist – dann Sachen aus dem Auto und ausgeladen. Oh Mist, Stollenkistchen vergessen. Der Nachbar bot gleich seine Kurzen an. Seien aber nur noch sieben. Kein Problem, ich brauch‘ bloß vier, da hinten barhuf.

Dann die Strecke mit Pferd abgegangen, wie erwartet höchstes Geglotze beim Trakehner Graben und äußerste Unwilligkeit, sich dem Ding zu nähern. Na prima. Irgendwie bekam ich sie dann doch halbwegs in die Nähe. Sprung vier wollte sie auch erst nicht ran, da war das Wasser in Sichtweite und da plantschten grad welche durch, so was mag sie nicht. Als wir dann durchs Wasser waren, war auch der Vierer uninteressant.

Ansonsten schienen alle ungefährlich, nur das weiße Gatter hatte ihr mal wieder zu viel Blumenschmuck.

Dann abreiten. Vier, fünf Probesprünge. Schön, daß ihr das jetzt reicht, früher mußte ich eher fünfzehn machen, bis der Gang drin war und sie wollte.

Dann war ich dran. Baumstamm kein Problem, auf zwei mußte ich etwas antreiben, bis sie ihren Rhythmus hatte, aber dann super. Einen Buckel runter, großer Linksbogen auf drei, Baumstamm mit Tannenkruscht drauf, alles gut. Dann obengenannte Vier, ein Aufsprung über einen Baum, kein Thema, drüber. Rechtsherum, Pflichttor, fünf ohne Probleme, sechs ebenso.

Und dann kam der Trakehner, ich erwischte die Wendung darauf hin nicht besonders gut, Gerade auf den Sprung hin ist was anders. Mantraartiges „Guck nach vorne“ – das Roß steht. Bah. Noch mal angeritten, diesmal richtig in den Sattel gesessen und Druck gemacht – zack, klappt. Durch den Druck  hatten wir dann etwas viel Tempo und erwischten die Rechtswendung aufs Wasser nur mit Ach und krach (da war ein begrenzender Zaun zwischen oberem und unterem Teil der Strecke), anstatt ins Wasser zu galoppieren, _sprang_ sie mal wieder, ich saß dadurch nicht gerade stabil und dann war da schon der Baum-Aussprung, aber irgendwie haben wir uns drüber gerettet.

Neun ein kleiner Aufsprung, zehn ein weißes Rennbahnrick, dann elf – das weiße Gatter mit den Blumen, alles kein Problem. Die Kondition ließ leicht nach, aber ich habe schon schlimmer geschnauft. Dann ein Holzstoß, rauf auf den Hügel und über eine Baum runter, noch die Mauer und wir waren im Ziel.

Grundnote war 6,8 – der Herr Richter bescheinigte mir anfangs gutes Tempo, ordentliche Zügelführung, zwischendrin immer wieder Unstimmigkeiten, so am Wasser und daß ich den „Möchtegerngraben“ halt nicht optimal angeritten sei. Gab natürlich Abzüge und Zeitfehler durch den Steher, die schlußendlich zu restlichen 4,8 Punkten führten.

Hey – wir haben das erste Mal einen Graben geschafft! Ist das nicht klasse?!?!

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Geländeskizze

Mein Mann hat Anbauverbot

Heute auch mal wieder Garten, aber dieses Mal ist es die Ostseite. Keine Rosen, fast keine. Wir betreiben nämlich auch Ackerbau. Jawohl! D.h. dafür ist eigentlich hauptsächlich mein Mann zuständig. Ich bin nur diejenige, die es verarbeiten muss. Mein Mann stammt aus einer uralten achterpommerschen Adelsfamilie und der Ackerbau liegt ihm immer noch im Blut. Dazu kommt, dass er ein Nachkriegskind ist und deshalb kann es gar NIE genug sein. So hat er also fröhlich grüne Bohnen angebaut. Stangenbohnen und, wie man hier unten sagt, „Hockerlebohnen“. Obwohl ich ihn zwinge, die Dinger noch ganz dünn zu ernten (ihm blutet jedes Mal das Herz) erntet er jedes Jahr Tonnen. 3 Schubladen in der Gefriere sind voll mit Bohnen. Nun hat er dieses Jahr Anbauverbot. Boa, aber in diesem Jahr hatten wir eine Kirschschwemme, dann kamen überreichlich Stachelbeeren und zum Überfluss auch noch Tonnen an Johannisbeeren. Was darf es denn sein? Rote, schwarze, weisse Johannisbeeren. Und mein Mann auf Reisen. Ich habe mir fast die Finger blutig gepflückt und bis mitten in der Nacht entsaftet und gemust und gekocht. Jetzt reicht es. Heute durfte/musste er die Sträucher auslichten. Wir sind nur noch 2. Wer soll denn das alles essen. Nur, dass Ihr einen kleinen Eindruck bekommt:

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Das Gitter ist vor dem Fenster. Woanders konnte ich kein Photo machen. Es sei mir also verziehen.

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Schönen Gruß an Birthe, das ist unser Obstspalier als Sichtschutz.

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Unser Gemüsegarten ist wie ein Bauerngarten angelegt. Lauter Dreiecke. Und ein Rondell in der Mitte. Darauf steht, wie kann es anders sein, eine Rose. Paul’s Himalayan Musk oder auch „Hau mich blau Rose“ genannt, weil sie einen mit ihren Tentakeln immer irgendwo erwischt. Zu ihren Füßen finden sich Pfingstrosen. Die mit Buchs eingerahmten Beete haben wir uns geschenkt. Jetzt seht Ihr, was ich so alles treibe, wenn ich mal nicht quilte.

Und heute ernten wir…

Ich finde es einfach toll, wenn ich für unsere Mahlzeiten nur in den Garten zu gehen brauche. Irgendwie ist das etwas ganz Besonderes, wenn das Gemüse im eigenen Beet gewachsen ist. Heute erntete ich die dritte Kohlrabi und dieses Jahr scheine ich es erstmals mit dem regelmäßigen Wässern hinbekommen zu haben – bislang ist keine einzige Kohlrabi geplatzt und sie schmecken kein bißchen holzig. Mit der Sorte bin ich dieses Jahr nicht so glücklich, die Kohlrabi schmecken bei weitem nicht so süß wie die vergangenen Jahre. Ich mag sie gar nicht so gerne als Rohkost essen, was eigentlich schade ist, denn als Rohkost esse ich Kohlrabi eigentlich am Liebsten. Ob’s an der Sorte liegt? Blaue hatte ich bislang noch nie angebaut.

Dafür hat mich Belle de Fontenay heute wieder begeistert. Diese Kartoffel schmeckt einfach toll! Nachdem die Blüte nun schon eine Weile her ist, habe ich einfach einmal mit der Grabegabel ein wenig im Treckerbeet gebuddelt. Und ich war richtig überrascht: So große Kartoffeln habe ich von Belle de Fontenay noch nie geerntet, normalerweise waren das eher kleine Knöllchen, um die man gut seine Faust schließen konnte. Lecker, aber unheimlich aufwendig zu schälen, weil so klein. Ja, ich weiß, viele Leute essen Frühkartoffeln mit Schale, aber dafür konnte ich mich bislang nicht erwärmen.

Belle de Fontenay

1,2 kg Belle de Fontenay

Bislang sieht also die Ernte des Jahres so aus:

Zehn Mairübchen
ca. dreißig Wintersteckzwiebeln
vier Dessertschälchen rote Johannisbeeren
drei violette Kohlrabi
1 Knolle Fenchel
1,2kg Belle de Fontenay Kartoffeln

Und aus Herrn Vaters Garten haben wir bekommen und schon verspeist bzw. eingekocht

Vier Salatgurken
zwei Knollen Fenchel
jede Menge Kirschen (die haben wir so schnabuliert bzw. in den Rumtopf geworfen)
fünf Zucchini

Jetzt geht es Schlag auf Schlag 11. Teil

Auch auf die Gefahr hin, dass ich Euch langweile, möchte ich doch trotzdem meine Gartenserie weiterschreiben. Nur so für mich. Ich habe ja jetzt berichtet, wie meine Westseite des Gartens straßenseits aussieht. Nun, jetzt kommt die Westseite des Hauses an die Reihe. Hier mal ein paar Gesamteindrücke (von links nach rechts):

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Diese Rose habe ich Euch schon einmal gezeigt. Sie ist einmal blühend und verströmt einen wunderbaren Duft. Ihr Name ist Constance Spry.Constance-Spry-mini

In die Spry hinein wächst noch eine weitere mehrfachblühende Rose und eine lilafarbene Clematis. Der Name der Rose ist CompassionCompassion-mini

Dann kommt unser Esszimmerfenster und rechts davon steht die herrlich glutrote Kletterrose Sympathie

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Unten im Beet wachsen außer dem Fingerhut, den Tagetes und den Stockrosen auch noch weitere Rosen.

Dazu gehören:

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Wollerton Old Hall      Thomas A. Beckett        Molineux           Fighting Temeraire

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Carolyn Knight                   Kew Gardens                Lady Emma Hamilton

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Rose d. Hoffnung         Darcy Bussel           Claire Austin

Zu der Rose der Hoffnung sei noch gesagt, dass beim Erwerb einer solchen Rose ein Teil an die Tour der Hoffnung geht. Die Tour der Hoffnung wiederrum ist eine Fahrradtour von Prominenten (und denen, die meinen es zu sein), Von dort aus wandert das Geld ohne Umwege und Abzweigungen an krebskranke Kinder. Wenn Ihr Euch also eine solche Rose kauft, tut Ihr ein gutes Werk.

Zum guten Schluss möchte ich Euch noch einen Eindruck davon geben, wie herrlich Stockrosen blühen können.

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Wer meine Gartenberichte regelmäßig verfolgt hat, der hat Folgendes festgestellt: Zunächst blühen die Zwiebeln, danach folgen die Vergissmeinicht, dann die Akelei und darauf dann der Fingerhut. Der wird wiederum abgelöst von den Stockrosen, die in allen Farben, von schwarzrot bis gelb und weiss bei mir blühen.