Mein Mann hat Anbauverbot

Heute auch mal wieder Garten, aber dieses Mal ist es die Ostseite. Keine Rosen, fast keine. Wir betreiben nämlich auch Ackerbau. Jawohl! D.h. dafür ist eigentlich hauptsächlich mein Mann zuständig. Ich bin nur diejenige, die es verarbeiten muss. Mein Mann stammt aus einer uralten achterpommerschen Adelsfamilie und der Ackerbau liegt ihm immer noch im Blut. Dazu kommt, dass er ein Nachkriegskind ist und deshalb kann es gar NIE genug sein. So hat er also fröhlich grüne Bohnen angebaut. Stangenbohnen und, wie man hier unten sagt, „Hockerlebohnen“. Obwohl ich ihn zwinge, die Dinger noch ganz dünn zu ernten (ihm blutet jedes Mal das Herz) erntet er jedes Jahr Tonnen. 3 Schubladen in der Gefriere sind voll mit Bohnen. Nun hat er dieses Jahr Anbauverbot. Boa, aber in diesem Jahr hatten wir eine Kirschschwemme, dann kamen überreichlich Stachelbeeren und zum Überfluss auch noch Tonnen an Johannisbeeren. Was darf es denn sein? Rote, schwarze, weisse Johannisbeeren. Und mein Mann auf Reisen. Ich habe mir fast die Finger blutig gepflückt und bis mitten in der Nacht entsaftet und gemust und gekocht. Jetzt reicht es. Heute durfte/musste er die Sträucher auslichten. Wir sind nur noch 2. Wer soll denn das alles essen. Nur, dass Ihr einen kleinen Eindruck bekommt:

06.10.2015-13-1-1

Das Gitter ist vor dem Fenster. Woanders konnte ich kein Photo machen. Es sei mir also verziehen.

06.10.2015-Obstspalier-1-1

Schönen Gruß an Birthe, das ist unser Obstspalier als Sichtschutz.

06.10.2015-Paul's-1

Unser Gemüsegarten ist wie ein Bauerngarten angelegt. Lauter Dreiecke. Und ein Rondell in der Mitte. Darauf steht, wie kann es anders sein, eine Rose. Paul’s Himalayan Musk oder auch „Hau mich blau Rose“ genannt, weil sie einen mit ihren Tentakeln immer irgendwo erwischt. Zu ihren Füßen finden sich Pfingstrosen. Die mit Buchs eingerahmten Beete haben wir uns geschenkt. Jetzt seht Ihr, was ich so alles treibe, wenn ich mal nicht quilte.