Alles Schönheitsschlaf oder was?

Heute werde ich bei HOT mal etwas ganz anderes vorzeigen. Mal nichts Genähtes. Oder nur ein ganz kleines bißchen davon.

Diesmal wurde gehäkelt. Mit Stricken habe ich es ja nicht so, ich kann es zwar, habe auch schon mal Babypullover gestrickt, aber das ist nicht wirklich meines. Häkeln schon eher.

Im Sommer tragen die Pferde gerne Fliegenmützen, Fliegenohren, Mückenkappen oder wie man die Dinger auch nennen mag. Ich mag ja den österreichischen Ausdruck Fliegenhauberl.

Jedenfalls haben wir nur so olle, abgeschlappte. Und noch eines – nicht abgeschlappt – das Frau Mutter einmal für das rote Pferd gehäkelt hatte, aber das paßt von der Farbe eben zum roten Pferd.

Dann kommt hinzu, daß das Nachwuchsdressurpferd stolze 1,74m mißt und die Ohren nicht nur dazu passen, sondern auch noch Trakehner Genetik aufweisen. Das heißt, sie sind noch ein kleines bißchen länger als die Ohren eines normalen Pferdes.

Früher gab es diesen Begriff tatsächlich, die „Trakehner Ohren“. Damit waren die eben etwas zu langen Ohren dieser Pferderasse gemeint, die durch die Neigung, im Entspannungszustand leicht rechts und links zu bommeln ein wenig eselig aussahen. Keine richtigen Eselsohren, beileibe nicht, das wäre auch nichts für unsere an und für sich eleganten Trakehner Pferde. Vielleicht folgen sie einfach einmal diesem Link zu einem anderen ebenfalls in Ostpreußen beheimateten Tier und stellen sich dessen Ohren in eleganter Pferdeform, aber der gleichen Haltung vor. Dann haben Sie sie, die Trakehner Ohren.

Ich schweife wieder einmal ab. Das Nachwuchsdressurpferd benötigte also ein Fliegenhauberl. Eine Bekannte von mir hatte ein Gekauftes, das mir gut gefiel. Ich lieh es mir aus und nahm es als Vorbild. Das war im August im Sommerurlaub.

Heute nun habe ich endlich! die Stoffohren eingenäht und die Kordeln als Verzierung angebracht. Dummerweise erwies sich das Dressurpferd als völlig ungeneigt, elegant zu gucken, da es sich gerade die Wintersonne auf den Pelz scheinen ließ und da eher Schlafzimmerblick angesagt war. Ich denke aber, Sie können das Hauberl dennoch halbwegs angucken.