Yoda 

Kinder sind schon interessant. Noch nie StarWars gesehen, aber Sammelkarten einsacken, wann immer man bei Re.we einkauft. Man kennt BB-8 und weiß, daß der Millennium Falke das coolste Raumschiff aller Zeiten ist (okay, daran ist Mama schuld). Man kennt C-3PO („der quasselt dauernd“) und R2-D2. Und heute beim Spiel im Garten hieß es plötzlich „ich bin Darth Vader“ und dann jagte er mit unheimlichen Gegröle seine Schwester (Normalerweise rennen sie uns Haus oder im Haus, spielen Skirennen – „Lalom“ – und es heißt: „Ich bin Felix Neureuther und Du Fritz Dopfer“)

Und dann stießen wir im Laden auf die Tassen. Sofort wollte er eine haben, meine erste Reaktion: Nein. Dann einigten wir uns, dass er sie von seinem Taschengeld kaufen dürfe, aber bitte die mit Meister Yoda („der spricht ganz seltsam“) und nicht die mit dem Sturmtruppler. 

Dann wollte er unbedingt- auch vom Taschengeld- eine Tasse seiner Schwester mitbringen. Aber das reichte dummerweise nicht. Ich sprang ein – denn ich fand es schon lieb von ihm, dass er ihr eine kaufen wollte. 

Da stehen sie nun also… Bestimmt gibt es in der nächsten Zeit keinen Zank um die Gänsetasse… 

 

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Ein Utensilo muß her!

In meinem Gäste-WC ist nun leider kein Unterschrank mehr. Dadurch, daß wir nun keinen Aufputzspüler mehr haben, sondern einen Unterputzspülkasten, ist der Raum dreißig Zentimeter kürzer geworden. Das ausgewählte schwedische Waschbecken nebst Unterschrank hätte dafür gesorgt, dass die Türe nicht mehr zu gegangen wäre, also gab es nur noch ein kleines Handwaschbecken. Frau Mutter sprach: „Du hast da doch jetzt mehr Ablagefläche, da kannst Du Dir ja was nähen und dort hinstellen.“

Natürlich hat sie Recht. Aber nun wollte ich einmal etwas anderes ausprobieren als die üblichen leicht labberigen Utensilos. Im Netz fand ich die Anleitung für ein stabiles dreieckiges Utensilo und nun wollte ich so etwas in der Art auch fertigen.

Also setzte ich mich heute vormittag hin. Ein zusammengefaltetes Handtuch wurde ausgemessen, Länge, Höhe und Breite des zu nähenden Utensilos geplant. Dann habe ich es mir mittels mehrere A4-Seiten aufgezeichnet und zurechtgeschnitten.

 Dann hatte ich gleich mal einen Denkfehler drin. Denn man kann die drei waagerecht liegenden Rechtecke ja als ein langes Rechteck zu schneiden, dann benötigt man keine Nahtzugabe. Nahtzugabe habe ich über all da geplant, wo gelb angestrichen ist. Das war aber kein Problem, ich mußte das große Stoffrechteck, das aus den drei Zetteln geworden war, einfach nur um die überflüssigen Nahtzugaben kürzen.

Dann habe ich mir zwei Baumwollstoffe ausgesucht und zugeschnitten. Den Stoff für das Futter habe ich 2 cm höher zugeschnitten als für die Außenwand. Zukünftig würde ich da eher auf 4 cm gehen denn auf zwei.

Ich erhielt also pro Stoff drei Rechtecke, zwei kleine und ein großes.


Als erstes knüpfte ich mir die Außenseite vor. Das kleine Rechteck wird rechts auf rechts an das Gr0ße genäht.


Aufgeklappt sieht das dann so aus:

Dann wird die andere kurze Seite des kleineren Rechteckes an das andere Ende des größeren Rechtecks genäht. Am einfachsten hält man die Teile so aneinander, wie sie beim fertigen Ergebnis liegen sollen, dann sieht man schon wo man nie hin muss.

Nun wird die noch offene lange Seite geschlossen. Damit sich die Ecke schöner legt, kann man einen Knips mit der Schere in die Nahtzugabe machen. Gut darauf achten, dass die Nähte sich an den Ecken berühren. Nicht, dass es Löcher gibt.

Mit der zweiten Seite verfährt man genauso und schwupps ist der Außenteil fertig.

Mit dem Stoff für das Futter geht man genau so vor.

Und jetzt wird es lustig. In meinem Nähladen bekam ich etwas, das stabil wie ein kräftiger Karton war, aber auf einer Seite aufbügelbar  war. Mit einer kräftigen Bastelschere ließ es sich gut schneiden. Ich habe keine Idee, wie es heißt, müßte ich noch einmal nachfragen. Jedenfalls wurde es von einer Rolle abgeschnitten.

Ich legte nun das Schnittmuster des Bodens in den Boden des Außenteils ein. Ein bisschen korrigieren musste ich in der Größe, dann habe ich aus dem Karton den Boden zugeschnitten und das Schnitteil als Schablone genommen.

Das Außenteil wurde in die endgültige Lage gedreht, die rechte Seite also außen. Den Karton legte ich hinein, hier darauf achten, dass die Bügelseite unten liegt. Festbügeln, dabei schaut die Stoffseite in Richtung Bügeleisen. Dann kann man den Innenteil links auf links hinein stecken. Die Ecken aneinander ausrichten, dann werden die Ecknähte genäht, so weit es der feste Boden zulässt. Bei mir ging das bis knapp 2 cm an den Boden heran. An allen vier Ecken so verfahren.

  

Nun nimmt man wieder die Schnittmuster aus Papier zu Hilfe und schneidet sie so zurecht, dass sie in die entstandenen Fächer zwischen Innen- und Außenwand passen. Das dann wieder auf den Karton übertragen, hineinstecken, von der Außenseite bügeln.

  
Nun wird der obere Rand umgeklappt bis zum Rand des Stoffes. Alles fest stecken und mit einem Zickzack Stich festnähen. Dann kann man den Innenstoff nach außen umklappen. Fertig

 Hier kann man auch gut sehen, warum ich die zwei Zentimeter,  die ich beim Futterstoff zugab, zu wenig finde. Ich musste in die Mitte jeder Seite einen Punkt Klebstoff setzen, damit es sich nicht wieder zurück klappt. Hier würde ich beim nächsten Mal sehr viel großzügiger sein. So ein Umschlag sieht ja auch gut aus.

Ansonsten bin ich unheimlich zufrieden mit diesem Körbchen. Endlich mal eines, dass stabil ist. Ich finde, es macht sich auf dem Fensterbrett auch sehr gut.

   Und obwohl es schon sakrisch spät ist, stelle ich das fix gemachte Ding noch ganz schnell bei Handmade on tuesday, beim Creadienstag und bei Dienstagsdinge ein – vielleicht guckt ja der eine oder andere so weit runter.

Nicolausi ist jetzt vorbei…

und da kann ich endlich meine neuesten Machwerke zeigen. Für Minchen gab es einen weihnachtlichen Tischläufer. Das Muster ist „Courthousesteps“ und ist ruckzuck genäht. Die Streifen hatte ich noch als Jelly Roll auf Lager. Gequiltet habe ich ihn mit einem Goldgarn und meiner Nähmaschine.

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Schnäuzelchen bekam große Augen als er diese Dinger auspackte.P1030466-1P1030465-1

Es sind nämlich Pottlappen und zwar Handschuhe. Da, wo das Braune endet, sind die Eingriffe. Die Stoffe sind auch „Scraps“, die noch von einer Decke stammen, die ich mal für meine Hunde genäht hatte.

Außerdem ist mein „Bertie“ Quilt endlich fertig geworden und ziert eine Wand in meinem Wohnzimmer. Man könnte ihn ja auch als kuschelige Decke verwenden, denn der Stoff ist „Woolies Flannels von Maywood Studios. Das Muster ist von Bonnie Sullivan von  Al lThrough the Night. Ich habe hier die „Raw Edge“ Methode mit „Fusible Web“ verwendet. Um die einzelnen Teile zu sichern, habe ich sie von Hand mit einem „Blanket/Buttonhole Stitch“ angenäht. Eine Menge Arbeit, aber sie war es wert.

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Dann habe ich im Tausch gegen ein Weihnachtsgeschenk für meine Sohn (ich kann es hier noch nicht zeigen) für Gabi von „handgemacht“ schnell noch einen weihnachtlichen Dresdner Teller in Form eines kleinen Deckchens gewerkelt. Auch hierzu habe ich aus meinem schier unerschöpflichen Stoffvorrat geschöpft. (Was meinen Mann dazu veranlasste zu sagen: „Um all das zu verarbeiten musst Du aber noch lange leben“)

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Auch dieses Deckchen ist maschinengequiltet. Der Dresdner Teller ist „fussy cut“.

Verlinkt mit

http://www.handmadeontuesday.blogspot.de

http://dienstagsdinge.blogspot.de

Eine MaLou für mich

Zwischendrin mag ich ja auch mal für mich nähen, nicht immer nur für die Kinder. Diesmal war ich auf der Suche nach einem Wohlfühlpullover für zu Hause, den man aber auch gut draußen anziehen kann. Irgendwie habe ich die Nase voll vom Schlabberlook uralter Sweatshirts – da muß jetzt mal was Neues her.

Nach langem Suchen im Web habe ich mich für eine MaLou von Frau Liebstes entschieden. Genäht habe ich sie aus apricotfarbenem Sweat – kuschelig weich und von der Wärme gerade richtig, nicht zu viel, nicht zu wenig. Ich habe ihn mit einem Jersey mit Blumenmotiv kombiniert sowie natürlich farblich passende Bündchen dazu bestellt. Alle Stoffe erhielt ich bei den Stoffwelten.

Da der Jersey für die seitlichen Einsätze recht leicht ist und ich es widersinnig finde, bei einem Pullover, der bei kühlem Wetter getragen werden soll, an der Seite zwei zugige Löcher herzustellen, habe ich die Einsätze mit Sweat unterlegt. Auf die Taschen habe ich verzichtet, die brauche ich nicht.

Kurz vor dem Zuschneiden stieß ich dann noch auf die Ergänzung „Kuschelkragen“ – und schon war die Entscheidung gefallen. Kapuzen setze ich eher weniger auf und nur zum Rumhängen sind die zu schade. Obwohl natürlich dadurch der Charakter der MaLou, die mich durch ihre überlappende Kapuze hatte begeistern können, verloren geht. Inzwischen habe ich entdeckt, daß es da auch noch einen Wickelkragen als Ergänzung gibt – den werde ich mal ausprobieren. Denn dass es irgendwann eine weitere MaLou geben wird, steht außer Frage. Ich fühle mich einfach sauwohl darin!

Tja, und  damit werde ich dann wohl mal wieder einen Besuch bei RUMS unternehmen.

(P.S.: Der Adventskalender stammt natürlich von Quiltfru!)

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Frau Erbses T-Skirt

liegt schon seit eineinhalb Jahren bei mir auf dem Rechner herum. Da rief Frau Käferin zur Kreativen Stoffverwertung auf, denn sie hatte in den Untiefen ihres Stofflagers einen „Stoff des Grauens“ entdeckt. Ich bewarb mich und wurde vom Käferchen ausgewählt.

Schnell formte sich ein Gedanke in meinem Hinterkopf, was aus dem Fitzelchen Stoff, Marke kariert und dehnbar, werden könne. Der virtuelle Staub wurde vom oben genannten Ebook gepustet und als das Stoffstückchen dann hier im Briefkasten gelandet war, war guter Rat erst einmal teuer.

Dieses bißchen Stoff reicht ja gerade einmal für das „T“ von T-Skirt. Aber was nun für einen Kombistoff nehmen? Schwarz erschien mir zu hart vom Kontrast her. Und ansonsten schien ich so gar nichts zu haben….

Doch halt. In dem einen meiner Stoffschränkchen, den ich als erstes befüllte, als ich vor drei Jahren zu nähen begann, lagerte noch ein Jerseyputzlappen von Trigema. Mit dem hatte ich nie etwas anfangen können, da der Stoff sehr leicht war und irgendwie auch zu nichts paßte. Aber zum Stoff des Grauens – wunderbar. Also auch hier den Staub abgepustet, ein farblich passendes Bündchen war schnell gefunden und los ging es.

Mein Fazit: Das ebook ist wirklich fix genäht und es wird sicherlich nicht der einzige Rock dieser Art bleiben. Vielleicht hole ich mir auf den Sommer zu auch die Erwachsenenvariante davon. Das Nähen der Ecken des „T“ ist anfangs ziemlich schwierig, es wurde aber von Ecke zu Ecke besser. Dann gab es bei diesem Rock auch eine Premiere: Ich nähte meinen allerersten Rollsaum. Das Ergebnis sieht niedlich aus, ich habe aber beim Ende des Saums ziemlich geflucht, denn der Nahtabschluß war nicht so einfach für mich Overlockanfänger.

Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie ich finde. Traurig macht mich nur die Tatsache, dass das Prinzeßchen den Rock nach anfänglicher Begeisterung nicht mehr anziehen mag, weil Junior bemerkt hatte, er gefiele ihm nicht. Und so wenig sie sonst auf den großen Bruder hört – diesmal schon.

Schaut doch noch einmal bei Frau Käferin vorbei und guckt, was die anderen Teilnehmer so gezaubert haben! Bei der KSW-Sammlung und beim Freutag werde ich ebenfalls einen Link dalassen.

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Endlich mal wieder Stoffgemix

Ich mag ja den Stoffmixpulli von Frau Klimperklein ausgesprochen gerne, da kann man sich richtig austoben und auch einmal Stoffe verwenden, die man sonst eher nicht an Kleidungsstücken sieht.

Als wir im Oktober im Norden Deutschlands waren, um uns vier Tage lang Trakehner Hengste zu „geben“, stöberte ich am Nachmittag, als das Programm in den Holstenhallen bereits beendet war, es aber noch zu früh zum Abendessen war, im Internet. Und dann: „Hier gibt es einen Stoffladen!“ – und schwupps, fanden sich Frau Mutter, Schnäuzelchen, ich und eine Freundin, die uns an diesem Wochenende in Sachen Trakehner Pferde begleitete, unseren Weg dorthin.

Neben einem ausführlichen Gespräch mit einer der dortigen Damen, welches letztendlich dazu führte, daß ich zur 664 Pro statt „nur“ der 664 Overlock kam, erstanden wir auch einen wunderbaren grünen Sweat. Richtig schön kuschelig. (Wir erstanden noch zwei weitere Stoffe, aber dazu später einmal, wenn sie vernäht sind). Daß daraus ein Stoffmixpulli werden sollte, war klar.

Bei der Quiltmaus erstand ich dann online noch den passenden Safaristoff – und nun ist er endlich fertig. Genäht habe ich in 134 – er ist Junior noch deutlich zu groß, was mich hoffen läßt, dass er vielleicht im nächsten Winter auch noch paßt. Einmal gewaschen wurde er bereits, denn Junior wollte ihn bereits anziehen, als die Snaps noch nicht an der Knopfleiste befestigt waren.

Nun ist er also fertig – und ich habe direkt Lust, ihn heute bei Handmade on Tuesday vorzustellen!

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Und der Staub lichtet sich

Jetzt fehlen im Badezimmer nur noch die Toilette und die Möbel. Ich glaube, ich habe mich noch nie so aufs p

utzen eines Zimmers gefreut. Ich finde, es sieht schon recht gut aus!   
    
   
Die Sache mit den Tapeten im Schlafzimmer haben wir schon seit Wochen vor. Irgendwie sind unsere Wochenenden aber immer so, dass wir nie ausreichend gemeinsame Zeit haben, um das Entfernen der Tapeten endlich anzugreifen.

Nachdem das gestern im Gästeklo so wunderbar ging, habe ich heute früh frohen Mutes begonnen, die Tapeten in Eigenarbeit zu entfernen. Ich gebe Ihnen einen guten Tipp: wenn sie jemals tapezieren, lassen Sie sich nicht Tapeten aufschwatzen, die aus zwei Schichten bestehen, von denen man die obere ganz leicht abziehen können soll. Das ist der letzte Scheißdreck! Entschuldigen Sie den Kraftausdruck, das ist normalerweise nicht meine Art. Aber das hier ist frustrierend. Es ist, als würde man zwei Schichten Tapeten ablösen müssen. Wenn es keine Hörbücher gäbe, wäre ich vermutlich vor Wut im Dreieck gesprungen.  

   
Eigentlich hatte ich mir in meiner Dummheit so gedacht, dass ich die gesamte im zweiten Bild gezeigte Wand heute Vormittag Tapeten frei bekäme. Pustekuchen!