In Ulm, um Ulm und um Ulm herum…

Wer kennt ihn nicht, diesen netten Zungenbrecher?

Da Schnäuzelchen den heutigen Brückentag in einen Urlaubstag umgewandelt hatte, das Wetter sonnig und mild angesagt war und wir schon lange einmal wieder mit den Kindern wandern wollten, machten wir heute einen Abstecher ins Ulmer Umland.

Eigentlich wäre ich gerne ins Allgäu gefahren und hätte mir ein paar Berge erwandert. Aber verschiedene Dinge sprachen einfach dagegen. Einmal die Tatsache, dass die Kindelein noch nicht so wanderfit sind, dass sich die mindestens einstündige, eher eineinhalbstündige Anfahrt in die Berge lohnen würde. Dann aber auch die Tatsache, dass die meisten Hütten im Allgäu inzwischen geschlossen sind – und natürlich genau die, die für uns interessant gewesen wären. Herausfinden kann man das übrigens auf der Webseite von Alpgenuss, auf die ich eher zufällig stieß.

Plötzlich fiel mir jedoch jene Autofahrt mit Frau Mutter ein, bei der wir am Ende des kleinen Lautertals vorbeifuhren und sie mir berichtete, dass sie mit uns als Kindern dort öfter mal wandern gewesen waren. Tja, mir fiel allerdings der Name nicht mehr ein, also schnell einmal Mutter Quiltfu angerufen – der er auch entfallen war. Glücklicherweise hatte Herr Vater die richtige Eingebung und so suchte ich mir gestern über die Webseite der Stadt Blaustein eine Wanderung im Lautertal aus. Die mit dem gelben Punkt übrigens, wobei mein Fitbit der Ansicht ist, wir seien heute mehr als sechs Kilometer gewandert. Nun ja, jedenfalls waren wir gute zweieinhalb Stunden unterwegs – reine Gehzeit.

Zunächst ging es durch einen traumhaften Wald, viele Buchen und Ahorne, das lückenhafte Laub ließ die Sonne durch und durch die Kombination aus Sonne und Herbstfärbung war es der reinste Zauberwaldweg. Zwischendrin gab es mal leichte Irritationen, weil wir aufgrund eines Baumes, der quer über zwei von drei möglichen Wegen lag, unseren gelben Punkt nicht mehr gefunden hatten. Erst schlugen wir einen falschen Weg ein, also zurück  und den zweiten – auch falschen, aber dafür mit viel Erlebnisklettern über den Baum – genommen. Schlußendlich dann Weg drei erklettert, den gelben Punkt gefunden und festgestellt, dass dieser Weg ganz in der Nähe des ersten herauskam – wir hätten nur zwanzig Meter weiter gehen müssen und hätten unseren gelben Punkt gefunden.

Achtung – Bilderflut!

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Dann der Abstieg ins Lautertal. Das war schon recht abenteuerlich, denn es ging ziemlich steil hinunter und auch hier lag Baumzeug quer über den Weg. Das unterste Stück wurde dann durch eine Treppe – sogar mit Geländer! – entschärft und wir konnten direkt in der Nähe des Lauterursprungs unser Mittagessen einnehmen. Zum Glück hatte Junior an die Picknickdecke gedacht, ich hätte die mal wieder vergessen.

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Irgendwie kommt gar nicht raus, wie steil das war…

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Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es weiter und hier fingen die Mäuse dann auch irgendwann an zu quengeln. Aber das hielt sich sehr in Grenzen, in aller Regel konnte man sie gut ablenken und mit „Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn“- Gesängen oder großem Indianergeheul klappte das nächste Stück Weges dann auch immer.

Dummerweise ist es ja so – wenn man wo einen Buckel herunter muss, muss man die Meter auch irgendwann wieder hinauf. Und so war es dann auch, zum guten Schluß gab es noch einen kleinen Aufstieg, der aber nicht so steil war wie der Abstieg zuvor. Einmal mussten wir sogar zwei Mountainbikern ausweichen, die da heruntergesaust kamen.

Und danach, als wir dann alle müde, aber zufrieden wieder daheim waren, gab es für die tapferen Wanderskinder noch eine schöne Tasse Kakao und jede Menge süße Stückchen. Da haben sie auch ordentlich zugeschlagen. Wandern macht eben hungrig. p1070893p1070888p1070871p1070869p1070864

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Lautertopf

Eine echte Lieblingsbuxe

kann ich heute beim MeMadeMittwoch vorzeigen. Nicht nur der Schnitt heißt so, sie trägt sich auch eben so bequem.

Entstanden ist sie aus dem Wunsch heraus, eine Bequemhose zu haben. Ich finde es furchtbar, wenn jemand sich, kaum kommt er/sie vom Arbeiten nach Hause, in die Jogginghose im Schlabberlook wirft und damit den Rest des Tages herumgammelt. Für die Arbeit gut und ordentlich angezogen sein und für den Partner daheim dann nur noch im Gammellook? Schließlich mag man ja vielleicht seinen Partner auch nett angezogen sehen.

Dann wiederum verstehe ich aber auch den Wunsch nach einer bequemen Hose. Einer, die nirgendwo zwickt oder drückt. Und daher mußte eine Lieblingsbuxe her. Eine aus Jeansstoff. Eine, die unten kein Bündchen aufweisen sollte, sondern wie eine ganz normale Hose gesäumt sein würde. Eine, die aber dennoch bequem obenrum sein würde.

Und das ist sie. Ich habe Jeansstoff mit Elastananteil gewählt und, da der Schnitt für Jersey und Sweat konzipiert ist, eine Nummer größer zugeschnitten. Die Nähte habe ich, wie bei einer „echten“ Jeans, mit grauem Kontrastfaden abgesteppt.

Ich fühle mich richtig wohl in meiner neuen Buxe. Durch den Bund oben ist sie sehr bequem und nichts engt ein. Dennoch hat sie aber die Optik einer weitgehend normalen Jeans. Sicherlich einer etwas legereren, aber eben keine Schlabberjogginghosenoptik.

Das Tragephoto ist nun nicht wirklich, was ich gewohnt bin, aber derzeit ist es echt kompliziert. Im halben Haus herrscht noch das Baustellenchaos, der Garten ist aufgrund von Herbstregenwetter nicht als Fotolocation nutzbar. Und Junior, der das erste Mal die Grille bediente, weiß auch nichts über das Fotografieren. Insofern – seht es mir bitte einmal nach! Nächstes Mal gibt’s wieder schönere Bilder!

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Caswell Quilt Teil 10

Yahooo, ich hab mal wieder ein Teil fertig. Jetzt sind es nur noch 20 Teile.Na ja, wenn man auch immer andere Sachen dazwischen schieben muss…..dsc06796-1

Aber immer nur an einer Sache arbeiten, das langweilt. Bald schon kann ich Euch die Teile zeigen, die ich inzwischen auch noch gewerkelt habe. Aber da müsst Ihr Euch noch ein wenig gedulden. Hier noch einmal ein Bild von dem berühmten Caswell Carpet.

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Vielleicht wird mein Wandbehang ja auch einmal halb so schön, wie dieser Teppich.

Bis dahin schicke ich mein Machwerk erst einmal zu Creadienstag und zu HoT 

Euch wünsche ich eine schöne Herbstwoche!

Schlaf gut, Püppchen!

Für den Kindergarten entstand, genäht aus Stoffresten des Kindergartens, ein Puppenschlafsack für die 43 Zentimeter große Puppe, deren Namen mir das Prinzeßchen nicht eindeutig benennen konnte.

Der Schlafsack ist eine Mischung derjenigen von Fabrik der Träume und Hamburger Liebe. Ich mag die länglichere Form des Ersteren lieber. Er besteht aus drei Schichten, innen und außen Baumwollstoff sowie einer Lage Fleece in der Mitte. Dafür erstand ich einen veritablen Ladenhüterfleece im hiesigen Stofflädchen, die Dame war sichtlich froh, ihn loszusein. Und mir waren seine gatschigen Farben gleich, da er ja sowieso nicht zu sehen sein würde.

Die Bilder durfte ich dann in der Puppenecke des Kindergartens aufnehmen. Und damit geht es für mich nach wirklich langer Zeit wieder einmal zum Creadienstag und zu Handmade on tuesday.

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Ein Herbsttag

oder doch eher einer im Spätsommer? Vormittags war es zwar neblig, aber als sich die Sonne dann einmal durchgekämpft hatte, wurde es großartig. Spätsommerliches T-Shirt-Wetter war angesagt und so werkelten wir fleißig im Garten.

Während sich Schnäuzelchen um den Koppelzaun kümmerte, der an einigen Stellen aufgrund des Umbaues keinen Strom führte, machte ich mich an’s Wohnzimmerbeet. So sah es am späten Vormittag aus:

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Bereits vor vierzehn Tagen hatte ich die Pfingstrosen gepflanzt, aus zwei im April ausgebuddelten wurden nun vier Teilstücke. Bevor ich sie wieder einsetzte, ging ich mit einem festen Wasserstrahl an den Erdballen, der zuvor eine Nacht in Wasser gelegen hatte. Unglaublich, wie viele Windenwurzeln daran hingen. Nun wieder windenwurzelfrei kamen die Pflanzen ins Beet und werden hoffentlich angehen.

Vor dem Anbau säte ich die auf Fanö gesammelten Samen der rosa Stockrose und wie ich heute sehen konnte,  sind da auch schon Keimblätter vorhanden. Ebenso steht hier die Rose Schneewittchen und in das Loch, in dem der schwarze Pott steht, soll einmal eine Clematis.

Vorne an der Wand steht eine New Dawn, die ich von meinen Eltern bekam und über die ich mich sehr gefreut habe. Im dunkelbraunen Topf wächst die unbekannte weiße Rose.

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Zwei Stunden später sind über hundert Blumenzwiebeln im Beet versenkt. Hoffentlich gut und gleichmässig verteilt habe ich meine violetten und blauen Muscari, diverse Märzenbecher, Schachbrettblumen und Krokusse. Im Beethintergrund setzte ich die Zierlauchzwiebeln, die ich von meiner guten Freundin geschenkt bekam – ich freue mich schon richtig darauf, dass ich auch endlich Zierlauch habe! Ich mag diese hübsch über allem schwebenden Bälle sehr.

Die unbekannte weiße Rose ist auch in der Erde, umringelt mit einem Schwung rosa Muscari.

Dann war ich mit diesen Zwiebeln fertig  und wollte schon aufräumen, als mir noch einfiel, dass im Haus noch ein Karton mit Tulpen- und Narzissenzwiebeln stand! Bei denen gab ich dann das Stöckchen-einsetzen an der Pflanzstelle auf, es waren so unglaublich viele. Stauden darf ich eben nicht vor Mai pflanzen (würde ich eh nicht), sodass man alle Zwiebelpflanzen schon sehen kann.

Ach ja – und der erste grüne Schimmer liegt über dem Rasen. Man braucht zum Fotografieren aber noch die Makrofunktion.

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Erinnert Ihr Euch noch?

Am 7.5.2014 wurde der Fabelgraf, von mir „Knirpschen“ genannt, geboren.

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Er war damals schon ein lieber, aufdringlicher Schmusekerl.Vor zwei Wochen nun kamen wir gerade einmal durch den Ort, in dem er jetzt zur Aufzucht „wohnt“. Da dachten wir uns doch gleich, gehen wir ihn mal besuchen. „Bin ja mal gespannt, ob Du ihn noch erkennst“ lästerte mein Mann. Ehrlich gesagt, war ich mir selber auch nicht so ganz sicher. Wir fuhren also zur Aufzuchtkoppel, bekamen die Genehmigung „auf eigene Gefahr“ in selbige hineinzuklettern. Mindestens 10 Junghengste begrüßten uns neugierig am Tor. Hm, wo ist jetzt das Knirpschen? Ganz vorne dran stand er nicht, die kamen mir alle fremd vor. Dann rief ich seinen Namen. Fabelgraf. Und siehe da, von ganz hinten drängelte sich jetzt jemand vor, der mir bekannt vorkam.

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Ich krabbelte also unterm Zaun durch und schon war er wieder da, der liebe, aufdringliche Schmusekerl.

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Er ließ mich keine Sekunde aus. Alle anderen Aufdringlinge wurden weggebissen. Nach dem Motto „mein Mensch“. Zu goldig. Im Verlauf dieser Aktionen musste ich dann meine Lektion lernen. Gehst Du zum aufdringlichen Knirpschen, dann setz die Brille vorher ab.

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Aber ein bischen Schwund ist immer.

Jedenfalls muss ich sagen, es war ein wunderschönes Erlebnis. Nach so langer Zeit hört dieser Halbwüchsige auf seinen Namen und ist genauso schmusig wie eh und je. Schön ist er derzeit nicht, das gehört sich auch so. Jeder Pferdemann weiß, das Halbwüchsige so aussehen müssen. Aber auf Schönheit kommt es ja auch nicht an, der Charakter ist entscheidend. Und der ist SUPER10-01-2016-d