Verrückte Tage

Heute war unser letzter Tag in den Bergen, morgen geht es nach Hause, nicht aber ohne den Termin für den nächsten Winter mit unseren Wirtsleuten bereits festgelegt zu haben.

Heute konnten wir auch noch einmal mit den Kindelein einen ganzen Tag skifahren. Nachdem „schon wieder Monte Pana“ nicht in Frage kam, Monte Seura zwar für Junior machbar ist, aber noch nicht für das Prinzeßchen, fuhren wir mit dem Auto nach Plan de Gralba, dort erwarteten uns ein paar blaue Abfahrten mit Sessellift. Zunächst ging es mit der Gondel auf Piz Sella, von dort mit Ski zum „Teufelslift“, der eigentlich Sotsasslong heißt. Der obere Teil der Abfahrt war für das Prinzeßchen doch schon recht steil, aber wir kamen recht gut unten an, die Kinder waren dazu verdonnert worden, hinter mir her zu fahren, als sei ich der Skilehrer. Schnäuzelchen machte den Lumpensammler am Schluss. 

Der Teufelslift heißt seit meiner Kindheit in unserem Sprachgebrauch so, weil  an seiner Bergstation immer ein großer Schneetunnel gebaut ist, an dessen Eingang sich eine Teufelsmaske befindet sowie ein Schild „al diavolo – zum Teufel“. Damals war es noch ein Schlepplift, heute ein schneller Vierersessel. Die Sache mit dem Teufel macht den Kindern jedenfalls auch heute so viel Spaß wie mir und meinen Brüdern damals. Obwohl Junior beim ersten Mal nicht durchfahren wollte, er hatte Sorge, der Teufel sei daheim. 

Dann mußten wir noch eine Runde durch den Funpark fahren. Was sage ich, eine? Drei! Da ging es hinauf und hinunter, Welle, Kurven, Schanzen, Tunnels und was nicht alles. Zwar machten beide Kinder öfters Bekanntschaft mit dem Schnee, aber sie wühlten sich immer breit  grinsend wieder auf ihre Brettl. War wohl nicht so schlimm.

Gegen halb drei endete dann der Skitag zwangsweise, denn die doofen Eltern befanden, dass es jetzt doch genug sei. Wobei gesagt werden muss, dass nicht gemeckert wurde – sie wären zwar noch gern länger gefahren, spürten aber scheinbar doch, dass unsere Entscheidung richtig war, auch wenn sie ihre Müdigkeit nie zugegeben hätten

Tja – und dann war da ja noch gestern. Wer mich neulich schon gelesen hat, wird sich schon gefragt haben, warum ich das Abschlussrennen des Skikurses unter den Tisch kehre. 

Aber wie heißt es so schön? Das Beste am Ende. 

Des Prinzeßchens Kurs war als zweiter dran, sie selbst drittletzter Starter. Es sah schon echt gut aus, wie sie da runter kam, immerhin war es ja erst ihr zweiter Kurs und im letzten Jahr hat sie die ganze Sache mit den Toren und dem Ziel noch nicht ganz verstanden gehabt. Dieses Jahr aber schon und da sich das Kind prinzipiell durch großen Mut auszeichnet, sauste sie da nur so hinunter. Wir waren schon sehr stolz.

Dann Juniors Kurs. Er hatte beim Skilehrer den letzten Startplatz erbeten. Er habe sich ansehen wollen, wie die anderen fahren, damit er wisse, wie er fahren müsse. Aha, hier also schon mit Strategie. 

Vor ihm ging ein Mädchen in weiß auf die Strecke – und es war dann ganz schnell klar, dass hier die normale Regel von zwei Kindern gleichzeitig im Steckerlwald nicht aufgehen würde. Die Weiße fuhr vorsichtig – und Junior klemmte die Stecken unter die Arme, ging in die Abfahrtshocke – wenn auch noch recht breitbeinig – und düste ab, dass klar war, dass er vor dem Mädel im Ziel sein würde, wenn er nicht stürzte.  So war es dann auch, souverän fuhr er im unteren Drittel an ihr vorbei und das war es dann.

Ganz ehrlich, was haben wir da für zwei Pistensäue? Zwei Pokale im Skirennen am selben Tag – das ist nun also wirklich kaum noch zu steigern.

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Hier sitze ich nun in der Veranda eines steinalten Hauses, dem Vernehmen nach das Zweitälteste im Dorf, und trinke eine Tasse Tee. Dabei wundere ich mich schon ein wenig, dass die gute alte Thermoskanne Schnäuzelchens den Rest Tee von Frühstück bis halb fünf am Nachmittag warm gehalten hat. Beeindruckend. 

Die letzten Tage standen wir auf den Brettern und machten das Grödnertal unsicher. Das Prinzesschen macht ihren zweiten Skikurs, Junior inzwischen seinen dritten. Beide fühlen sich wohl und haben viel Spaß. Junior ist zwar der einzige Deutssprechende in einer Gruppe italienischer Kinder, aber dafür hat er im Skilehrer das große Los gezogen, denn es handelt sich um unseren langjährigen Vermieter, der mich schon seit meiner Kindheit kennt, denn auch ich habe schon in Gröden Skifahren gelernt.

Das Prinzesschen kennt ihren Skilehrer ebenfalls schon, denn den hatte sie bereit im vergangenen Winter, er konnte sich sogar an sie erinnern. Juniors Skilehrer des letzten Jahres erging es übrigens auch so, was in mir die Frage hervorruft, ob es nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist, dass sich die Skilehrer an meine Kinder erinnern…

Wie dem auch sei. Die ersten beiden Tage hatten die Kinder nach- bzw. vormittags Kurs und derweil führen Schnäuzelchen und ich dann ebenfalls. Allerdings verholten wir uns etwas weiter weg, nur etwas, da man in zwei Stunden nicht so weit kommt. Für Plan de Gralba am ersten Nachmittag reichte es leicht, am zweiten Tag war dann Schluss mit den roten Pisten, denn die Saslong – ihres Zeichens Weltcupabfahrt im Super-G und der Abfahrt – sowie die schwarze Abfahrt nach Wolkenstein hinunter mussten erlegt werden. 

Bei der Saslong war ich restlos begeistert, so gut habe ich diese Piste noch selten erlebt. Ein Traum zu fahren, das Gleiche galt aber für die Schwarze nach Wolkenstein auch. 

Die große Tour war dann gestern angesagt, zwar weniger von den Pistenkilometern her, da kann man hier mehr erreichen, aber dafür war die zweite Weltcupabfahrt im Gebiet dran, immerhin so steil, dass man dort weder Super-G noch Abfahrt austrägt, sondern „nur“ einen Riesenslalom. Ich kann glaube ich von mir behaupten, ein guter Skifahrer zu sein, aber wenn man so in dieser Abfahrt steht und hinunterblickt, fragt man sich schon, welches Gramm Vernunft einem Skirennfahrer abgehen mag, um in dem Affenzahn dort hinunter zu rasen, wie die das tun. Und dann auch noch nonstop bis ins Ziel…

Wer das Skigebiet kennt, wird nun vermutlich ahnen, dass es sich um die Gran Risa handelt. Eine tolle Abfahrt, aber sie hat es in sich. Schnäuzelchen meinte gleich im oberen Stück, seine Ski überkreuzen zu müssen und sich in den Schnee zu legen, aber außer einer zerbrochenen Schnalle der Stockschlaufe ist nichts passiert .

Im Vergleich dazu war der heutige Tag sehr entspannt, die Kindelein hatten heute, wie auch schon gestern, von zehn bis vier Uhr nachmittags Kurs, so dass wir heute eine Tour über die Seiser Alm machten, gut zur Erholung und bei wunderbarem Sonnenwetter wirklich ein Genuss. 

Morgen haben die Kinder wieder halbtags, übermorgen ist Abschlussrennen. Junior ist fest davon überzeugt, dass er auch heuer wieder der Schnellste sein wird, man darf gespannt sein. Er kann ja nun nicht immer gewinnen…

Liebe Frau Käferin

heute kam Deine kleine Aufmerksamkeit an. Eigentlich war ich schon fast aus dem Haus, aber der Kasten mußte noch geleert werden. 

Das Engelchen ist wunderbar und paßt gut zu unserem Haus. Und so liebevoll gearbeitete Handwärmer kann man immer gebrauchen, auch wenn es bei uns eher nicht kalt ist. Kommt aber bestimmt noch. Zusammen mit denen von Quiltfru, von denen die Kindelein noch nichts wissen dürfen, haben wir dann genug für die Familie. 

Fühle Dich ganz arg gedrückt, das Käferchen gleich mit, denn sie hat bestimmt geholfen. 

Fotos gibt es dummerweise keine, dafür aber welche von der beleuchteten Eis“skulptur“ im Grödnertal, die mir heute über den Weg lief. Deren Standort erklärt vielleicht auch, warum ich eigentlich schon aus dem Hause war..,

(M)Ein Reiseetui bei RUMS

Bislang habe ich immer die notwendigen Utensilien für eine Reise in meinen Handarbeitsbeutel gestopft. Früher war das eine Stoffeinkaufstasche, seit letztem Winter immerhin ein richtiger „professioneller“ Büddel.

Aber so richtig befriedigend war das nicht. Und dann stolperte ich bei pattydoo über ein freebook, das dann so ein richtiges „ich mach mal was Neues“ Erlebnis hervorrief.

Da war einmal die Tatsache, mal nichts zum Anziehen zu nähen. Wow, hatte ich jetzt auch noch nicht so oft. Und dann Snappap, dieses Material, von dem ich bereits so viel gelesen hatte, aber bislang keinen Grund sah, es auszuprobieren. Aber nun hatte ich einen!

Also werkelte ich mir gestern ein Reiseetui, das ging sogar richtig fix. Nach ungefähr eineinhalb Stunden inclusive Zuschneiden war ich fertig. Da ich keinen Korkstoff für die Außenseite bestellt hatte, mir ein komplettes Etui aus Snappap aber nicht zusagte, improvisierte ich – ich hatte da noch so einen tollen Elefantenstoffrest. Und sagt selbst, sind Elefanten nicht passend für ein Reiseteilchen?

Jetzt kann also der nächste Urlaub kommen, wir haben die Pässe der Kinder schon mal verstaut, ein Reissverschlußfach für Geld ist auch drin (da habe ich falsch zugeschnitten, das Fach ist eigentlich breiter, aber es wird auch so gehen) und ein Fächlein für Mautkarten oder Ähnliches. Ob die vier Kartenfächer jemals benutzt werden? Ich bin gespannt!

Und da das Ding für mich ist geht es heute zum RUMS!!

 

Wünsche

Eigentlich sollte das Christkind ja einen Schlafanzug mit Janeas Ponys in Love in rosa bringen. Der Stoff ist aber dummerweise ausverkauft. In grün – wie sie ihn schon hatte – und in Türkis gibt es ihn noch. Aber nicht in des Prinzeßchens Lieblingsrosa. 

Ich hoffe, das Christkind hat aber dennoch einen guten Ersatz gefunden. Interessanterweise wiederum ein Stoff von Janeas World. Es gibt ihn wieder dreigeteilt und alle drei Teile wurden verarbeitet. Das Panel vorne, rosa mit weißen Punkten hinten und an den Ärmeln sowie die Krönchen für die Hose. 

Furchtbar gern hätte ich die Bündchen des Oberteils aus dem Krönchenstoff genäht, der reichte aber nicht. 

Durch die abendliche Kunstfunzelbeleuchtung sieht es so aus, als bissen sich die Rosatöne von Stoff und Bündchen. Ist in echt aber zum Glück nicht so. 

Raglanshirt (klimperklein) in 122, Hose Paul (Annas Country) in 128

Verlinkt bei Creadienstag, Handmadeontuesday und Dienstagsdinge

Ich hab es wieder gemacht!

Das Herzchenkranz herstellen macht soooo viel Spass! Eine Freundin von mir hat noch vor Weihnachten Geburtstag. Wir schenken uns in der Regel immer nur Kleinigkeiten. Dieses Mal bekommt sie einen Herzchenkranz.

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Jetzt braucht sie nie wieder einen Kranz zu binden oder zu kaufen.