Sommerurlaub 2017 – Teil I

Welcher Gott auch immer für die Straßen zuständig sein mag – er meinte es heuer nicht so gut mit uns. Kamen wir bis zum späten Vormittag noch prächtig durch, war ab dann Schluss. Eigentlich hatten wir geplant, bis mittag in Lübeck zu sein, besser gesagt, am Passathafen in Travemünde. Das ging so richtig in die Hose, denn wir fuhren in einen Stau hinein, der 25 Kilometer lang war.

Die erste Möglichkeit, die sich uns bot, fuhren wir ab. Ich nahm die Karte und franste, gleichzeitig erklärte uns auch die elektronische Johanna den Weg. Ich hatte auch ganz tolle Wege gefunden, recht parallel zur Autobahn und alles gut. Wenn nur – ja, wenn es da nicht den Truppenübungsplatz Bergen-Belsen gäbe. Denn über den führten die wunderbaren ausgesuchten Straßen – und waren natürlich für Ottonormalautofahrer gesperrt. Also hangelten wir uns irgendwie drumherum und dran vorbei, fanden schließlich die passende Strecke – nur um dann auf dem Weg zum Priwall eine falsche Abzweigung zu nehmen. Eigentlich hatten wir direkt auf den Priwall fahren wollen – so mussten wir mit der Fähre hinüber und standen dann schlussendlich um 16:30 vor der Passat. Um 17:00 endete die Besuchszeit. Tscha.

Da wir sowieso in Lübeck in einer Jugendherberge übernachten wollten, beschlossen wir nun also, den Besuch des Schiffes auf Sonntag vormittag zu verschieben. Also wieder zurück über die Trave und auf der anderen Seite zurück zum Parkplatz marschiert. Dabei konnten wir dann noch die Verabschiedung eines Kreuzfahrtschiffes, der MS Europa, vom Ostpreußenkai aus miterleben. Mit allem Drumunddran, sogar einem Shantychor, der Seemannslieder schmetterte. Das war sehr spannend.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück erst einmal in die Lübecker Altstadt. Sonntag früh um neun war diese natürlich nahezu menschenleer und friedlich. Wir wanderten unsere Runde, erfreuten uns an den alten Gebäuden – und der neckischen Geschichte vom Teufel, der bei der Erbauung der Kirche mithalf, weil er dachte, sie solle ein Weinhaus werden – und dann ging es auf zur Passat, über die Schnäuzelchen ja schon an anderer Stelle berichtete.

Achtung – Bilderflut! Schnäuzelchen hat so schöne Aufnahmen gemacht, ich konnte mich nicht entscheiden. Theoretisch sollten Sie sie durch Anklicken auch vergrößern können.

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