Immer wenn

ich bei den Kindelein einhüte, muss ich natürlich vor dem Schlafengehen vorlesen. Wir quetschen uns dann auf die kurze Seite von Juniors Bett. Dahinter ist aber leider eine Außenwand und die ist kalt. Man könnte ja alles mit den zahllosen Schmusetieren vollstopfen – haben wir auch getan – aber im Sommer kam mir dann eine glorreiche Idee. Kissen – auf Neudeutsch: Benchpillows – mussten her. Die gibt es ja nun überall zu kaufen. Gesagt, getan. Aber so wie die waren, konnte man sie ja nicht verwenden. Man kann ja nicht andauernd die gesamten Kissen waschen und jeder, der Kinder hat, weiß, wo die Dinger überall rumfliegen. Also beschloss ich Bezüge zu nähen. Den von Prinzesschen habe ich hier schon einmal vorgestellt. Die Machart gefiel mir aber nicht so wirklich, so habe ich sie umgeändert, indem ich seitlich noch einen Streifen von dem Stoff ihrer Quiltdecke drangenäht habe. Auf diese Weise verschwinden auch die Bindebänder und werden von der Kaline nicht dauernd aufgezuppelt. So sah das Teil vorher aus:

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Und so sieht es jetzt aus:

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Natürlich wäre es überhaupt nicht gegangen nur dem Prinzesschen ein Kissen zu schenken. Drum habe ich auch noch einen zweiten Bezug für den Junior genäht. Und zwar mit der Foundation Paper Piecing Methode und das Ganze nach Margarete Rolfes „A Quilter’s Ark“. Und eine Art Arche Noah sollte das Bett ja dann sein. Ich habe die Tiere nach einzelnen Themen zusammengestellt.

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Und hier ist die Rückseite:

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Ja und dann habe ich sie irgendwann den Kindelein überreicht. Und so sah es des Nachts aus:

Es scheint recht zu sein. So, nun ist es wieder spät geworden. Ich werde den blog noch schnell bei Creadienstag, HoT und Dienstagsdinge einstellen und wünsche Euch noch eine schöne Woche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Pistensau

Heute wollen wir wieder skifahren gehen. Beim Frühstück versuche ich, dem Prinzeßchen ins Gewissen zu reden.

„Es wäre echt toll, wenn Du heute auch mal anhalten würdest und nicht einfach von oben bis zum Lift durchbretterst!“

Vor vierzehn Tagen sah das bei ihr nämlich so aus: vier oder fünf schöne Bögelchen- und dann würden die Bögelchen immer schmaler, das Kind immer schneller und nach der halben Abfahrt ging’s dann senkrecht die Piste runter, bis das Unvermeidliche geschah: das Prinzeßchen bremste mit der Nase im Schnee.

Guckt mich doch die verhinderte Rennfahrerin mit großen Augen an: „Aber der Marcel Hirscher bremst doch auch nicht!!!!!“

Ein erster Gartenrundgang

Im neuen Jahr überkommt mich wieder das Bedürfnis, durch meinen Garten zu wandern. Noch finde ich nicht allzu viel aber ein wenig doch. Abgesehen einmal davon, dass dank der letzten zwei Tage bei den Himbeeren „Land unter“ ist, gibt es schon die ersten Schneeglöckchen unter den Büschen, die aber noch nicht aufgeblüht sind.

Die „Rose der Hoffnung“ und „Schneewittchen“ trotzen dem Winter und blühen immer noch.

Im Wohnzimmerbeet guckt bislang noch sehr wenig an Zwiebelblühern aus der Erde. Genauer gesagt: ein einziger. Aber der Austrieb der Pfingstrosen ist schon zu erahnen.

Kinder und Regenwetter

Kinder finden immer etwas zu tun. Man muss sie nur lassen.

Unsere zwei wurden heute, als ich den Stall ausmisten ging, auch nach draußen geschickt. Junior trat durch die Türe. „Es regnet ja!“, stellte er fest. Es folgte kein Gemecker über das Wetter, sondern nur die Feststellung: „Ich zieh‘ mir ’ne Mütze an!“.

Weg waren sie, auf der Schaukel. Man musste ja ein bisschen Skispringen üben, denn heute nachmittag steht ja das Springen in Innsbruck an. Erwähnte ich schon einmal, dass die Kinder wintersportverrückt sind?

Einige Zeit später kam Junior dann in den Stall. Der Ablauf des Regenwassers vom Dach hatte es ihm angetan. Er wollte unbedingt einen Damm bauen und gucken, wie sich das Wasser verhält. Das Prinzeßchen war ebenfalls angetan von der Idee und schnappte sich eine etwas überdimensionierte Schaufel.

Während ich also die Laufbox fertig mistete, legten die Kindelein Hand an. Egal, dass es in Strömen von oben goß. Hauptsache, der Damm wurde fertig.

Danach haben sie übrigens ihre klatschnassen Sachen brav aufgehängt und ihre Schuhe an die Heizung gestellt. Darüber war ich denn doch ein wenig überrascht, denn in der Regel liegt das Zeug unkoordiniert in der Schmutzschleuse herum und ich muss sie erst einmal herbeirufen. IMG_4747IMG_4749IMG_4750

Wassergeister?

Als wir um halb zwölf zu Bett gehen, trappelt es auf dem Auslauf. Nicht ungewöhnlich, dass da eine hin und her geht. Ungewöhnlich ist, dass es nicht aufhört.

Noch denke ich mir nichts dabei. Dann beginnt eine, mit dem Huf zu scharren. Ich stehe also auf, ziehe mich an und dackele in die Nacht.

Zwei dunkle Schatten stehen vor der Tränkewanne….

Ich gehe in den Stall, wo es aus des roten Pferdes Box genüsslich schnarcht. Wie immer also.

Ich mache alle Lichter an und leuchte mit dem Handy in die Tränkewanne. Voll bis obenhin. Wie frisch gefüllt. Davor ein in den Boden gescharrtes Loch.

In der Wanne ist etwas. Sieht aus wie eine ertrunkene Maus. Ich überwinde mich und greife bis zum Ellbogen ins kalte Wasser. Stöpsel raus, dann die nächste Überwindung. Der vermeintliche Mauseschwanz entpuppt sich als der Stiel eines Blattes.

Kaum ist das Corpus delicti entfernt, greife ich zur immer danebenliegenden Spülbürste und schrubbe die Wanne, während das Wasser abläuft – und die verflixten Biester fangen an, das eben noch verschmähte Wasser zu trinken.

Saubande!

Es ist eine Viertelstunde nach Mitternacht, als die Wanne frisch gefüllt ist, alle Pferde sich satt gesoffen haben und die Nasen im Heu versenken. Ich geh dann auch mal wieder ins Bett….

Burglind klopft an!

Da steht man gerade nichtsahnend im Bad, nachdem man gemütlich ausgeschlafen hat… Die Kindelein lesen friedlich in des Prinzeßchens Bett… Schnäuzelchen hat sich schon aufgemacht und Tee aufgesetzt… Die fleißigen Reitmädels trotzen dem Wetter und haben schon gefüttert…

Da tut es einen Schlag an der Hauswand. Ich höre, wie unten die Haustüre aufgeht und Schnäuzelchen sich das Malheur beguckt.

Glück gehabt. Am Fenster ging er vorbei und das Dach scheint auch heil zu sein. Eventuell ist die Dachrinne verbeult, das läßt sich so nicht sagen…