21 Jahre!

21 Jahre werden es heute. Im Oktober dann werden es auch volle 21 Jahre, dass sie mich begleitet – beinahe mein halbes Leben.

21 Jahre vollgestopft mit vielen, vielen Höhen und nur wenigen Tiefen. Das Anreiten – spielerisch und vollkommen einfach. Das allererste Turnier – und gleich ein Sieg. Zwölf Jahre gesund im Dressurviereck – von den allerersten Basisprüfungen bis in die schwere Klasse. Nie bekam man den Eindruck, dass ihr etwas zu dumm war, immer war sie völlig bei der Sache. Ob es mir mir die M-Dressur war, die konzentriert absolviert wurde oder mit einem jungen Mädchen eine E-Dressur. Zwar triefte ihr dabei die Langeweile aus jeder Pore – aber sie trug ihre junge Reiterin da brav durch und sicherte ihr so manches Schleifchen.

Aber auch abseits aller Turniere war und ist sie ein Traum von einem Pferd. Ausreiten – ja, gerne. Gemütlich im Schritt? Immer doch. Oder vielleicht mal einen richtig fetzigen Galopp? Na selbstverständlich!

Später dann, mit meinen Kindern auf dem Rücken. Immer zuverlässig, immer darauf bedacht, das Reiterlein ja nicht zu verlieren. Der fünfjährige Zwerg will sie auftrensen? Na klar doch, alles kein Problem, sie nimmt das Gebiss ja ganz freiwillig.

Als Mutterstute ebenfalls wunderbar. Ihr bislang einziges Fohlen hat sie wunderbar behütet, ihm beigebracht, dass es aber auch gar nichts gibt, wovor man sich fürchten müsste. Eine Hüpfburg in Nachbars Garten? Ach, Fohlen, die interessiert doch gar niemanden. Auf diese unerschrockene Art ist auch aus dem jetzt bereits Vierjährigen ein mutiges und zuverlässiges Reitpferd geworden, das seiner Besitzerin nur Freude bereitet.

Und wir warten heuer wieder auf ein Fohlen. Es wird ihr Letztes sein und wir hoffen, dass wir noch einmal Glück haben und alles gut geht…

Alles Gute zum Geburtstag, bestes Pferd der Welt! Auf dass Du noch ein paar Jahre bei uns bleiben mögest!!!P1130516

Advertisements

11 Kommentare zu “21 Jahre!

  1. Ja, die alte Dame. Möge sie uns noch sehr, sehr lange erhalten bleiben. Mann, 21. War esdoch erst gestern, dass wir sie in Norddeutschland abgeholt haben. Eigentlich solltest Du dem Herrn W eine link schicken zu dem Artikel. Ich glaube, das würde ihn auch freuen. Fam. K hat sich sicher schon gemeldet, oder? Frag doch mal die Seline, ob Du das Bild vom Fabelgraf parallel dazu einstellen darfst. Ich find die Ähnlichkeit umwerfend. Ein tolles Pferd ist gar kein Ausdruck für dieses einmalige Wesen. So etwas passiert einem wirklich nur einmal im Leben. Muddi

  2. Ich habe ein einziges Mal auf einem Pferd gesessen, als Kind während der Sommerferien auf einem Bauernhof. Es war ein großartiges Gefühl da oben. Leider gab es in der Großstadt keine Möglichkeit des Reitens für mich. Selbst wenn es sie gegeben hätte, wäre es meinen Eltern finanziell unmöglich gewesen, mir Reitstunden zu ermöglichen. Seit fast 30 Jahren wohnen wir am Rande der Stadt. Nur fünf Gehminuten entfernt befindet sich ein Bauernhof (mit Unterstellmöglichkeit für Pferde) und eine Reitanlage. Wenn ich dort spazieren gehe und ein Pferd am Zaun der Koppel steht, muss ich es streicheln. Ich liebe den Geruch von Pferden (und Kühen).
    Alles Gute diesem wunderbaren Pferd!
    Liebe Grüße,
    Elvira

    • Ich bin auch sehr dankbar, dass meine Mutter ebenfalls vom Pferdevirus befallen ist und meine Eltern mir das Reiten auch ermöglichen konnten. Schön, dass Du jetzt jedenfalls Kontakt zu diesen wunderbaren Tieren haben kannst. Danke für Deinen lieben Kommentar!

      Gruß
      Llewella

    • Mein Mann, der ja eigentlich nichts mit Pferden am Hut hat, liebt es, sich an den Koppelzaun zu setzen und den Pferden beim Grasen zuzuschauen. Das sei die maximale Entspannung sagt er immer! Probier es mal aus. LG Birgitt

  3. So schön geschrieben!! So ein Pferd gibt’s wirklich nur einmal im Leben. Und sie kriegt wirklich noch ein Fohlen in dem hohen Alter? Respekt, wie schön! Das wird sicherlich auch wie die Mutter ein tolles Pferd.

    (Und ich bin grad wieder etwas traurig, dass ich hier in Muc keine Möglichkeit zum Reiten habe.)

    • Danke für deinen lieben Kommentar. Gesunde Stuten können sogar mit 25 oder gar 26 Jahren noch ein Fohlen auf die Welt bringen. Soweit wollen wir es allerdings nicht treiben, deswegen wird dieses wohl ihr letztes Fohlen sein.

      Ja, München ist eine schöne Stadt, ich habe ja auch dort studiert, aber für die Reiterei nicht gerade optimal.

      Gruß
      Llewella

  4. Das ist aber auch ein wirklich tolles und schönes Pferd ! Eine rührende Geschichte für ein offensichtlich wirklich liebenswertes Pferd – viel Spaß weiterhin zusammen und alles Gute zum Geburtstag, Liebe Grüße, Birthe 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s