Wenn einer eine Reise tut, dann…..

kann er was erleben. Min Öllen und ich wollten mal wieder auf unsere Lieblingsinsel fahren. Hier nun ein Bericht:
Seit gestern sind wir nun Insulaner. Die Fahrt hierher verlief sehr entspannt und überhaupt nicht anstrengend. Wir sind bis nach Nortorf, das liegt knapp 20 km oberhalb von Neumünster. Dort haben wir übernachtet..

Am nächsten Morgen sind wir nach einem üppigen Frühstück in Richtung DK abgefahren. Kaum Verkehr. An der Grenze war schon kilometerweis vorher Blaulicht zu sehen. Die Dänen hatten ganz unkonventionell eine Grenze aufgebaut. Rechte Straßenseite ein riesiger Baulastwagen mit Blaulicht, linke Seite ebenso. Man kam nur mittendurch. Aber da war in der Mitte auch gleich ein Koloss von Fahrzeug. Keine Chance da ungeschoren durchzukommen, es sei denn als potentieller Selbstmörder. Rechts bei dem Laster hatten sie einen überdachten Stand aufgebaut. Da drin wurden die rausgezogenen Fahrzeuge gefilzt. Ja, solche mobilen Grenzen sind leicht zu errichten. Wir gehörten nicht zu den „Opfern“.

An der Fähre gab es auch keine Wartezeiten. Das Wasser war schon ganz schön kabbelig. Die Damen bei Danibo waren gewohnt freundlich. Bald hatten wir Schlüssel vom Haus und Co.

Na ja, und dann hat min Öller doch den Abbieger zum Haus verpasst. Beim Rückwärtsfahren hat er dann auch noch einen Knick in der Linse gehabt und ist in den Graben gerutscht. Diese Gräben gibt es in diesem Teil der Insel überall rechts und links der Straße. Joa wat mogt we nu? Alleine rausschieben = kein Gedanke! Er ist losgetöbert und hat bei einem der nächsten Häuser zwei Damen erwischt. Die kamen sofort zu Hilfe. Und nun ratet mal, was die für eine Sprache sprachen. Ein richtiges, waschechtes Sächsisch. Ich hab gedacht ich hör nicht recht. Und dann kamen die auch noch mit einem Auto von Danibo.  Aber auch zu viert war es nicht möglich aus dem Graben zu kommen. Die Damen riefen dann ihre Männer an. Auch Sachsen. Allesamt arbeiten sie hier auf der Insel bei Danibo. Und sind zufrieden. Der Eine wußte jedenfalls, wo unsere Abschleppöse ist. Ja, im Kofferraum, in der Ersatzradaufbewahrung. Also musste alles raus. Mann, war das peinlich. Ihr glaubt ja nicht, wieviel Flaschen Bier da zutage kamen. Möcht nicht wissen, was die von uns gedacht haben.

Jedenfalls wurde die Öse montiert, ein Abschleppseil hatte der junge Mann auch dabei. Der Andere setzte sich flugs hinter das Steuer von unserem Hobel und mit viel Gefühl und hinten anheben kam das Auto aus dem Graben. GOTT SEI DANK!

Die jungen Leute wollten nicht einmal ein Trinkgeld. Aber wir haben uns gegenseitig ganz fest gedrückt.

So, und nun gönne ich Euch die Bilder. Foto0172Foto0173Foto0174
Heute haben wir seeeehr lange geschlafen. Dazu sind wir ja auch hier. Nach einem langen Gang mit den Hunden zum Brötchen holen, gab es ein ausgedehntes pommersches Frühstück. Mit Fisch…..

Dann sind wir an den Strand gefahren. In Fanö Bad konnte man überhaupt nicht über den Strand fahren und auch in Rindby war es nicht berauschend. Wir sind also so weit wie möglich gefahren und dann runterspaziert ans Wasser. Anfangs war es kein „Bernsteinschlick“, aber dann, mehr Richtung Sonderho wurden wir fündig. Kleine Scheißerchen zwar nur, doch immerhin 5 Stück.

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So, das war es für heute. Ich hoffe, ich habe Euch nicht gelangweilt. Mehr dann morgen.