Clumsy, tot oder erkrankt?

Ich habe Euch ja schon von unserem „Lieblingsvogel“ Clumsy erzählt. Es handelt sich um einen Amselmann, der seit drei Jahren hier sein „Unwesen“ treibt.

Clumsy bedeutet tolpatschig und das ist er auch. Er hatte nämlich erst sehr spät Schwanzfedern ausgebildet und sauste daher, entweder im Stechtrab oder beidfüßigem Galopp über unseren Rasen, um die anderen Amseln zur Ordnung zu rufen. Er war hier eindeutig der Platzhirsch. Dann hat er aber auch wieder die Schwanzfedern verloren und bis auf ein paar Kümmerlinge, blieb es dann auch so.

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Der kleine Kerl war so putzig, wir haben ihn richtig lieb gewonnen.

Doch dann war er lange Zeit nicht mehr zu sehen. Entweder musste er „minnediensten“ und danach den Nachwuchs füttern, wir wissen es nicht. Jedenfalls haben wir ihn vermisst und um ihn getrauert. Hatte er uns doch drei Jahre lang begleitet.

Doch dann, vor ein paar Wochen, tauchte hier eine Amsel mit ohne Schwanzfedern und weißen Flügeln auf. Der benahm sich verdächtig so wie Clumsy. Leider konnte ich ihn nicht photographieren.

Vor ein paar Tagen nun wurde wieder so ein Vogel an unserem Futterhäuschen gesichtet. Wieder mit fast keinem Schwanz, nur dieses Mal fast ganz weiß.

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Benommen hat er sich wie Clumsy, ist auch so über den Rasen gefegt. Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass er es ist.

Schon als er mit nur weißen Flügeln hier aufkreuzte, habe ich mich belesen, ob es so etwas bei Amseln überhaupt gibt. Ja, es gibt diese Veränderungen und es ist kein Albinismus, denn dann würden die Augen rot, sondern diese Krankheit nennt sich Leuzismus. Die Krankheit gibt es auch bei anderen Vögeln.

Nun, egal ob schwarz oder schwarzweiß, er ist wieder da und wir freuen uns sehr darüber.

 

 

5 Kommentare zu “Clumsy, tot oder erkrankt?

  1. Wir hatten auch über viele Jahre Besuch von einer Amsel. Sie hieß Weißfeder, da sie in ihrem schwarzen Kleid eine einzige, lange weiße Feder hatte. Manchmal brachte sie ihre Frau mit. Nun ist der dritte Winter ohne Weißfeder ins Land gegangen. Wahrscheinlich ist der Vogel gestorben. Autos und Katzen gibt es hier leider sehr viele.
    Liebe Grüße,
    Elvira

    • Ja leider gibt es hier auch viel zu viele Katzen. Tagsüber trauen sie sich ja nicht in den Garten. Da sind die Hunde dagegen. Aber nachts… Und dann kommt auch immer der Sperber vorbei. Da wo andere Vögel futtern, findet der auch Futter. Aber das ist der Lauf der Welt: Fressen oder gefressen werden. Schönen Sonntag! Birgitt

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