Ein Igelparadies

Im Oktober haben wir uns eine Warenpalette bei Schnäuzelchen geschnorrt. Irgendwer hatte uns erzählt, dass die sich besonders gut als Igelquartiere eignen. Dann wurde unser Enkelsohn zitiert und der hat sich flugs mit dem Tacker an die Arbeit gemacht.

Unglaublich, wie geschickt sich der kleine Mann dabei angestellt hat. Und pingelig war er auch.

Damit die stacheligen Scheißerchen es auch schön trocken und mollig warm haben, hat er eine auseinandergeschnittene Plastiktüte vom Fleischgroßhandel draufgetackert. Dann haben wir das Teil in den abgetrennten Teil des Gartens, hinter die Kompostlegen und neben das BUND Igelhaus, das wir vor 2 Jahren gebaut hatten, und das jetzt als Futterstelle dient, gelegt. Äste und Zweige waren genug da, um es damit zuzudecken.

Vorne rechts haben wir einen kleinen Zugang vorgesehen. Dort hinein haben wir dann Futterschälchen gestellt und „Futterspuren“ ins Innere gelegt. Dann haben wir ein paar Tage nichts ins BUND Igelhaus gelegt damit die auch den Weg finden. Nun ja, zwischenzeitlich haben wir wieder jede Menge äußerst leichter Igelkinder zum Füttern ins Igelhaus gebracht. Das sieht dann so aus:

Und glaubt mir, die drei Näpfe sind jeden Morgen leer.

Eines Tages haben wir beschlossen den Eingang des Igelwinterquartiers einfach mal komplett mit Blättern zuzuschütten, um evtl. feststellen zu können, ob überhaupt Igel in dem Quartier sind.

So sah das dann aus. Und am nächsten Tag war es so: Futter radiputz weggefressen und das Laub total plattgetreten.

Seitdem wir die Igel so füttern, habe ich keinen mehr totgefahren in der Nähe unseres Hauses gefunden. Die Hunde finden nachts auch keine mehr.

Es war scheinbar eine gute Idee. Ich wünschte, wir hätten so eine Jägerüberwachungskamera, dann könnten wir sie mal nachts beobachten.

So, jetzt bin ich froh, dass ich einigermaßen mit dieser wordpress Neuerung zu Streich gekommen bin. Eine Verbesserung bzw Erleichterung ist es für mich eigentlich nicht. Aber vielleicht liegt das auch nur am Alter……

Schafft es gut durch diese ätzende Zeit. Wie sagte mein Enkelsohn so goldig:

„Halt durch Omi“ und das empfehle ich Euch auch.