Woche 1

Die erste Woche „richtiger“ Arbeit für das rote Pony ist vorbei. Montag und Dienstag nahm ich sie an die Longe. War Montag noch ein Fall von „Nein, nicht einfach stehen bleiben“ und „Ja, ich meine das ernst, dass du um mich rum gehen sollst“, marschierte sie am Dienstag schon prima um mich herum, auch die Kommandos zum Schritt und Trab kamen erstaunlicherweise schon bei ihr an.

Mittwoch stand Handarbeit im Schritt auf dem Plan. Mit Kappzaum und zwei Zügeln übten wir Schritt-Halt-Schritt-Übergänge, Zirkellinien und Volten. Die ersten Versuche, das Innere Hinterbein leicht übertreten zu lassen, sorgten für Fragezeichen über ihrem Kopf.

Donnerstag und Freitag ging‘s wieder an die Longe. Die zehn Minuten Schritt zum Aufwärmen am Anfang klappten nun schon zuverlässig und die restliche Arbeit im Schritt und Trab war so souverän, dass ich es wagte, erstmals auf die rechte Hand zu wechseln. Eigentlich wollte ich nur im Schritt, das ging auch eine Weile gut, dann trabte sie an. Wäre ja nun prinzipiell nicht das Problem, aber da das ihre steife Seite ist, bekam sie Zug auf den Kappzaum, wurde etwas unwirsch – und zischte im Galopp ab durch die Mitte, sodass ich die Longe loslassen musste. Nach dem Einfangen ging es aber im Schritt brav wieder rechts herum und mehr taten wir dann auch nicht.

Freitag war sie auf der linken Hand dann tiefenentspannt und zockelte gemütlich um mich rum. Keine Spur von Bewegungsablauf. Eher Marke Westernpferdejog. Na, mir soll’s Recht sein. Auch auf der rechten Hand ging es heute besser, sie trabte und galoppierte zwar auch wieder an, blieb aber diesmal auf der Zirkellinie um mich herum. Der Zug am Kappzaum rief auch heute wieder Unwillen hervor. Aber so schnell, wie sie zu lernen scheint, wird sie auch bald verstehen, wie das mit dem Zug weniger wird…

Was die Dauer der Einheiten angeht: es waren maximal 20 Minuten.

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