Woche 2

Unsere Einheiten haben sich leicht verändert. Die Schrittour zum Aufwärmen machen wir jetzt mit Handarbeit. Das ist nicht so fad. Anhalten, wieder im Schritt angehen. Hinten raus stehende Hinterbeine mit der Gerte touchieren, damit sie ausgleicht. Vorhandwendung. Und dann auf der Zirkellinie den einen oder anderen Tritt übertreten. Die Fragezeichen dabei werden weniger.

In der Longenarbeit sitzen die Übergänge zwischen Schritt und Trab linksherum jetzt schon richtig gut. Rechts herum fällt ihn noch so allerlei launiges Zeug ein. Losbocken, losflitzen, so was. Anhalten und umdrehen hat sie bislang noch nicht probiert. Ich hoffe, es bleibt dabei.

Es waren wieder vier Tage mit Longenarbeit und in der Mitte ein reiner Handarbeitstag.

Dann kam auch noch der „Zahnarzt“. Kontrollieren, ob alle Zähne so sind, wie sie sein sollen. Keine Milchzahnüberreste, die noch auf den Bleibenden sitzen und Probleme verursachen (sogenannte Zahnkappen). Ein paar Kanten waren da, die hat er korrigiert. Sie hat keine Wolfszähne (das sind die verkümmerten ersten Backenzähne, manche Pferde haben die, sie sind so groß wie der Radiergummi auf einem Bleistiftende und können sehr stören, wenn ein Trensengebiss ins Maul kommt. Sie sitzen auch nur oberflächlich und haben keine nennenswerten Wurzeln, sodass man sie leicht entfernen kann). Zur Behandlung wurde sie sediert.

„Rausch“ ausschlafen…