Woche 5

Viel hat Zwergi diese Woche eigentlich nicht getan. Also viel im Sinne von oft. die einzelnen Einheiten waren zwischen 15 und 30 Minuten lang.

Montag durfte sie nur auf der Koppel gammeln, Dienstag habe ich sie mit Hilfe von Töchting freilaufen lassen. Töchting hat das schon recht ordentlich gemacht – es ist nämlich nicht so einfach, die treibenden Hilfen so zu dosieren, dass Pferd weder hektisch durch die Gegend schießt noch in den Ecken stehen bleibt.

Mittwoch kam mir die Schule dazwischen, ich hatte nämlich völlig übersehen, dass das Leben jetzt wieder ein gewisses Normal hat und ich an Wochentagen vormittags in den Stall muss… also tat sie da auch nichts.

Donnerstag war Longe angesagt, das Helferlein saß das erste Mal ganz normal auf und wir führten ein paar Runden Schritt. Das Tierchen ist unglaublich verfressen, sie hatte ihr Mäulchen abwechselnd an der Longe oder meinen Handschuhen oder halb in meiner Hosentasche. Der Reiter obendrauf war komplett uninteressant.

Nun ja, das Ablenken mittels Leckerchen ist ja auch beabsichtigt, da man nie vorhersagen kann, wie so ein junges Pferd reagiert, wenn der Reiter sich über ihm aufrichtet.

Freitag habe ich sie nur kurz longiert und ihr dabei eine Stange in den Weg gelegt. Die ersten Male mußte sie noch Beine sortieren, dann hatte sie den Bogen raus.

Samstag und Sonntag hatte dann Helferlein wieder Zeit, also ging’s wieder ans Aufsitzen. Samstag nur geführt – und als der Reiter oben war, gab’s auch keine Leckerchen mehr – bei der Dame einfach kontraproduktiv, da sie sich dann nur noch auf meine Hosentaschen fokussiert.

Sonntag wollten wir dann nach ein, zwei Runden Schritt führen im Schritt longieren. War gar nicht so einfach, denn sie ließ sich nicht davon überzeugen , von mir wegzugehen. „Du hast da noch Brot in der Tasche“, schien sie zu sagen. Also Kopf bei mir, Hinterteil wich der Longiergerte aus.

Ohne Reiter oben drauf hätte ich mich da deutlicher durchgesetzt, aber so war das zu riskant. Die Lösung war dann der treibende innere Schenkel der Reiterin, der – erstaunlicherweise – sofort angenommen wurde.

Während des Schritt longierens trabte Zwergi zwei Mal von selber an, kam aber auf Kommando sofort zum Schritt zurück. Und nachdem das so problemlos und entspannt ging, durfte sie dann tatsächlich noch ein paar Runden Traben.

Irre. Drei Mal draufgesessen, fünf Mal Gewicht im Rücken. Und schon getrabt. So kann sie weiter machen…

Ein Kommentar zu “Woche 5

  1. Für alle Pferdelaien, die hier mitlesen: Das Verhalten dieses Pferdes ist durchaus nicht normal. So gar keine Hüpfer zu machen, den Kopf nicht hochzureißen, sondern den Hals trotz Reiter fallen zu lassen und das alles mit einer stoischen Gemütsruhe, das ist schon eher die Seltenheit. Aber was soll ich sagen, die Mutter war schon genau so. Nicht umsonst war/ist der Großvater Caprimond „der Rittigkeitsvererber“ überhaupt. Und nicht nur mir macht Zwergi Freude, wie man an dem fetten Grinsen der Reiterin unschwer erkennen kann. Macht weiter so. Muddi

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