Endlich fertig..

ist der neue weihnachtliche Wandbehang. Ich hatte das pattern gesehen und als begeisterter Schottenfan (ich meine die Hunde, die Anderen mag ich auch) MUSSTE ich es sofort bestellen. Dabei habe ich überhaupt nicht auf die Abmessungen geachtet. Ich ging davon aus, dass es ein kleinerer Behang würde. Ha, Pustekuchen. Ich bin fast in Ohnmacht gefallen, als ich die Riesenschnittteile sah. Schotten fast in Lebensgröße! Na Prost Mahlzeit. Eigentlich hatte ich das Teil ja aus Resten machen wollen, aber nun durfte ich erst einmal passende Stoffe bestellen. Die Wauzis sind alle in unterschiedlich gemustertem Schwarz. Und dann der Riesenlappen für den Hintergrund und die Rückseite. Also bis letzten Weihnachten habe ich es nicht geschafft. Aber jetzt ist er fertig.

Ich finde diese Rasse genial getroffen. Den Weihnachtsbaum werde ich nach Weihnachten noch ein wenig quilten, dann schlägt er keine Blasen mehr.

Ja, und weil ich ja sonst auch nichts zu tun habe, habe ich mir noch einen kleinen Igel, ihr kennt ihn schon, den Mecki aufgeladen. Da muss einmal am Tag geputzt und gefüttert werden. Aber es lohnt sich. Als wir Mecki fanden, war er nur 400 g schwer. Nicht fett genug, um zu überleben. Am Sonnabend, er war wach, haben wir ihn gewogen. Ich habe ihn kaum aus der Seitenkammer des Igelhauses herausbekommen. Seht selber,

530 g wiegt das Kerlchen jetzt. Schaut mal auf den alten Bildern, da war ein Finger Platz zwischen Wand und Igel. Jetzt kann man ihn nur von vorn und hinten rausnehmen. Jedenfalls rollt er sich nicht mehr zusammen. Guckt ganz vorsichtig alles an. Auch von der Waage ist er nicht gesprungen. Na ja, er hat ja auch nichts zu tun. Vom Fressnapf bis zum Schlafplatz, hin und zurück, höchstens 20 cm. Da soll er wohl zunehmen. Und das Menü ist abwechslungsreif. Rührei, Katzenfutter und Igeltrockenfutter mit Würmern. Ich bin mehr als glücklich, dass unsere Planung so aufgeht.

Igelalarm Fortsetzung

Um es gleich vorweg zu nehmen, unserem Igel geht es gut. Da es aus dem Haus ziemlich übel stank, haben wir mal gründlich sauber gemacht. Das hat dem schlafenden Kerlchen nicht so gefallen. Er ist aufgewacht. Wir haben gleich die Gelegenheit genutzt, ihn herausgehoben und gewogen. Als er zu uns kam wog er 400 g. Jetzt waren es 445. Das ist doch schon mal was. Innerhalb von 24 Stunden frißt er zwei so Katzennäpfe.

Dann hatte ich ja noch versprochen ein Bild von unserer hawaiianischen Plumeria einzustellen. Die erste Blüte ist verblüht, aber es kommen noch mehr.

Und jetzt schaut euch mal diese Pracht an.

Ja und vom Vogelhaus gibt es auch Neues zu berichten. Wir hatten, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, würde ich es nicht glauben, eine „Invasion“ von 4 Eichelhähern. Leider konnte ich sie nicht erwischen. Ich glaube aber, dass zumindest zwei immer wieder herkommen um sich ihre Bäuchlein vollzustopfen. Der Eine fühlt sich hier schon so sicher, dass er auf das Dach des Hauses fliegt. Das sind schon prächtige Tiere.

Und Gott sei Dank gibt es wieder Blaumeisen. Und Goldammern waren auch auf der Durchreise. Ich glaube jedenfalls, dass es welche sind. Lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Ja und was hämmert denn da? Ach nee, ein Specht. Hämmert in unserem Flieder. Der war aber schon lange nicht mehr da. Wie schön.

Ja und heute war er gleich wieder zum Schmausen da. Vielleicht kommt er jetzt wieder öfter. Das würde mich sehr freuen,

Wir haben beschlossen, dem Igelchen einen Namen zu geben. Es gibt /gab da mal einen Maler namens

C. Fischer. Der hat dieses wunderbare Aquarell gemalt. Damals hatte er noch Hände.

Viele von uns „Alten“ werden seine Geschichten von Mecki aus der Hörzu noch bekannt sein. Es war immer die letzte Seite. Diese Komiks hat er, nach dem kriegsbedingten Verlust seiner Arme /Hände , mit dem Mund gemalt. Aus diesem Grunde heißt das Igelchen jetzt „Mecki“.

Igelalarm!!!!!!!!!!!!!!!!

So sah es diese Woche Donnerstag bei uns aus.

Als „min Öllen“ endlich fertig war mit Schneeschippen, fertig im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Schnee war sehr nass und schwer, er hatte sich noch nicht einmal ausgezogen, als die Hunde, die immer noch draußen waren, plötzlich anfingen wie wild zu bellen. So klingt es eigentlich nur bei Igelalarm. Bei uns im Garten war er nicht, denn sie sprangen wie verrückt am Zaun hoch. Wir also nichts wie Schuhe angezogen, das gelbe Igelhandtuch geschnappt und auf die Einfahrt. Vor lauter Aufregung hab ich natürlich den Photoapparat vergessen. Leider. Denn da tüffelte ein winziges Igelchen über die weißen Schneemassen.

Wir haben ihm sogleich das Handtuch übergeworfen und ihn aufgenommen. Der hat sich nicht einmal zusammengerollt. Ich konnte ihn noch ein wenig an die Nasenspitze tupfen. Also ab mit ihm zum Igelhaus damit er was futtern kann.

Dieses Mal haben wir die Eingangstür mit einem Stein verschlossen, so dass er nicht rauskonnte und haben erst einmal beratschlagt, was wir weiter mit ihm machen. Ihn seinem Schicksal zu überlassen kam nicht in Frage. Das würde ja einem Todesurteil gleichkommen, denn er war federleicht. Und wenn ein Igel um diese Jahreszeit nicht schläft, dann ist er nicht dick genug und überlebt es nicht.

Wir haben im Netz nach Igelstationen gesucht. Keine auch nur innerhalb von 20 km.Bei den Straßenverhältnissen kam ein weiter Weg nicht in Frage. Bei der Tierärztin angerufen. Die wußte auch nichts. „Machen Sie es doch selber.“

Nun haben wir das Kerlchen erst einmal gewogen. Unter 500 g. Wir haben Laub im Garten aufgeklaubt und zum Trocknen an den Kamin gelegt. Damit haben wir dann das eine Fach des Igelhauses ausgelegt und haste nicht gesehen, zwei Stunden später war der eine Futternapf fast leer und das Igelchen hatte es sich im Laub gemütlich gemacht und schlief.

Weil noch wieder Platz war, haben wir das Fach mit Laub aufgefüllt, ihn quasi damit zugedeckt und noch einen Styroporkarton auf das Dach gestülpt.

Am nächsten Tag, in der Nacht hatte es wieder geschneit, haben wir gleich morgens nach dem Lütten geschaut. Er hat gepennt. Sich nicht gerührt, aber er lebte, man sah ihn atmen. Die Futternäpfe waren beide leer und das Wasser (Gott sei Dank nicht gefroren) war auch weniger geworden. Außerdem lachte uns eine gutgeformte „Wurst“ an. Wir machten alles sauber und füllten auf.

Am Abend schauten wir wieder nach ihm. Alles ratzeputz leer gefressen. Leider ist das Bild etwas unscharf.

Die blankgeputzten Näpfe kann man aber gut erkennen. Das kleine Tierchen schlief wieder fest.

Also haben wir wieder geputzt, Laub und Futter nachgefüllt und ihn schlafen lassen. So lange das Wasser nicht gefriert werden wir ihn unbesorgt draußen lassen können. Wenn er mal wach ist, wenn wir kommen, werden wir ihn wiegen. Viel Kalorien kann er ja nicht verbrennen, denn er kann ja nicht viel rumlaufen. Nur zum Fressnapf und die proteinreichen Würmer werden ihn schon mästen. In der freien Natur haben sie es auch nicht wärmer. Fortsetzung folgt.