Igelalarm!!!!!!!!!!!!!!!!

So sah es diese Woche Donnerstag bei uns aus.

Als „min Öllen“ endlich fertig war mit Schneeschippen, fertig im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Schnee war sehr nass und schwer, er hatte sich noch nicht einmal ausgezogen, als die Hunde, die immer noch draußen waren, plötzlich anfingen wie wild zu bellen. So klingt es eigentlich nur bei Igelalarm. Bei uns im Garten war er nicht, denn sie sprangen wie verrückt am Zaun hoch. Wir also nichts wie Schuhe angezogen, das gelbe Igelhandtuch geschnappt und auf die Einfahrt. Vor lauter Aufregung hab ich natürlich den Photoapparat vergessen. Leider. Denn da tüffelte ein winziges Igelchen über die weißen Schneemassen.

Wir haben ihm sogleich das Handtuch übergeworfen und ihn aufgenommen. Der hat sich nicht einmal zusammengerollt. Ich konnte ihn noch ein wenig an die Nasenspitze tupfen. Also ab mit ihm zum Igelhaus damit er was futtern kann.

Dieses Mal haben wir die Eingangstür mit einem Stein verschlossen, so dass er nicht rauskonnte und haben erst einmal beratschlagt, was wir weiter mit ihm machen. Ihn seinem Schicksal zu überlassen kam nicht in Frage. Das würde ja einem Todesurteil gleichkommen, denn er war federleicht. Und wenn ein Igel um diese Jahreszeit nicht schläft, dann ist er nicht dick genug und überlebt es nicht.

Wir haben im Netz nach Igelstationen gesucht. Keine auch nur innerhalb von 20 km.Bei den Straßenverhältnissen kam ein weiter Weg nicht in Frage. Bei der Tierärztin angerufen. Die wußte auch nichts. „Machen Sie es doch selber.“

Nun haben wir das Kerlchen erst einmal gewogen. Unter 500 g. Wir haben Laub im Garten aufgeklaubt und zum Trocknen an den Kamin gelegt. Damit haben wir dann das eine Fach des Igelhauses ausgelegt und haste nicht gesehen, zwei Stunden später war der eine Futternapf fast leer und das Igelchen hatte es sich im Laub gemütlich gemacht und schlief.

Weil noch wieder Platz war, haben wir das Fach mit Laub aufgefüllt, ihn quasi damit zugedeckt und noch einen Styroporkarton auf das Dach gestülpt.

Am nächsten Tag, in der Nacht hatte es wieder geschneit, haben wir gleich morgens nach dem Lütten geschaut. Er hat gepennt. Sich nicht gerührt, aber er lebte, man sah ihn atmen. Die Futternäpfe waren beide leer und das Wasser (Gott sei Dank nicht gefroren) war auch weniger geworden. Außerdem lachte uns eine gutgeformte „Wurst“ an. Wir machten alles sauber und füllten auf.

Am Abend schauten wir wieder nach ihm. Alles ratzeputz leer gefressen. Leider ist das Bild etwas unscharf.

Die blankgeputzten Näpfe kann man aber gut erkennen. Das kleine Tierchen schlief wieder fest.

Also haben wir wieder geputzt, Laub und Futter nachgefüllt und ihn schlafen lassen. So lange das Wasser nicht gefriert werden wir ihn unbesorgt draußen lassen können. Wenn er mal wach ist, wenn wir kommen, werden wir ihn wiegen. Viel Kalorien kann er ja nicht verbrennen, denn er kann ja nicht viel rumlaufen. Nur zum Fressnapf und die proteinreichen Würmer werden ihn schon mästen. In der freien Natur haben sie es auch nicht wärmer. Fortsetzung folgt.

3 Kommentare zu “Igelalarm!!!!!!!!!!!!!!!!

  1. Eure Hunde sind ja wirklich eine Igel-Alarmanlage. Ich drücke die Daumen, dass das Kerlchen gut über den Winter kommt. Wäre eine Unterbringung in einem kühlen Keller eine Option?
    Liebe Grüße,
    Elvira

    • Ja, wäre es eigentlich, aber die stinken ja so und min Öllen will das nicht. Der hat es da aber mollig, denn er hat viel Laub und eine Styropor Kiste oben drüber. Das isoliert ja auch ziemlich gut.

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