Schwalben

Letztes Jahr hatten wir das erste Mal seit unserem Kauf des Hofes vor 15 Jahren Schwalben im Stall. Daher freute ich mich sehr darüber – ein Pferdestall ohne Schwalben geht ja gar nicht.

Dabei hatten wir viel versucht. Künstliche Nester angebracht und so. War absolut nicht hilfreich.

Aber letztes Jahr verlief die Immobilienbesichtigung positiv vier Junge wurden aufgezogen

Und auch dieses Jahr ist das Nest wieder bewohnt. Nur die Künstlichen werden immer noch verschmäht…

3 Wochen 2 Tage

Ich kämpfe immer noch mit der Kamera. Einiges habe ich schon verstanden, einiges ist immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Insofern entspricht die Qualität der Fotos nicht meinen Vorstellungen. Irgendwie nicht scharf genug. Obendrein ist so ein um einen herumfegendes Fohlen auch gar nicht einfach abzulichten.

Trab gönnt sie uns immer noch kaum, ihre Lieblingsgangart ist und bleibt der Galopp.

Terrasse fertig!

Endlich hab ich es geschafft, das restliche Grünzeugs aus dem Terrassenschotter zu holen. Jetzt ist es auch um die Gartengarnitur herum wieder sauber

Kam noch mal ordentlich was zusammen…

Die Kiste mit Tischdecken, Sitzkissen und dem Stoffdach steht auch wieder an Ort und Stelle.

Nur die Pötte mit den Pflanzen habe ich noch nicht rausgeholt. Ich hoffe, dass ich das vielleicht morgen noch schaffe? Man wird sehen…

(Noch?) kein Hansdampf

Fohlchen ist eher von der vorsichtigen Sorte. Acht Tage ist sie nun alt und man ertappt sie selten dabei, wie sie im gestreckten Galopp über die Koppel fegt (und genau dann hat man natürlich die die Kamera parat). Zumeist galoppiert sie relativ gemütlich im Kreis um Muttern herum. Seit heute ist auch die Oma in die Gruppe integriert. Pferdemama und Pferdeoma keiften sich einmal kurz an und die Sache war klar. Mutter mit Fohlchen an der einen Seite der Koppel – Oma solo deutlich abseits.

Willkommen, Fohlchen!

Mit der Zeit und dem vielen Pech, das an uns als Züchtern zu kleben schien, wird man ja paranoid. Außer unserem engsten Umfeld und der Besitzerin des Hengstes hat dieses Mal niemand erfahren, dass wir eine tragende Stute hatten.

Noch vor dem magischen Tag der mindestens erforderlichen Tragezeit von 320 Tagen war Milch im Euter, also konnte ich mit dem Messen des pH-Wertes derselben beginnen. Solange er schön oben bei 8 oder knapp darunter war, wurde beruhigt geschlafen. Als es auf die 7 zu ging, teilten Frau Mutter und ich uns die Überwachung per Kamera auf. Zu jeder ungeraden Stunde warf sie einen Blick auf den Bildschirm, zu jeder geraden ich. Zwei Nächte ging das so.

Dann fiel der Milch-pH auf 6,8 und am nächsten Abend auf 6,2.. Zusätzlich fiel auch die Temperatur der werdenden Mama um ein knappes Grad. Beides deutlich hinweisende Anzeichen, wenn auch nicht hundertprozentig.

Also Dauerüberwachung. Frau Mutter bezog unsere Wohnzimmercouch, einer schlief, der andere wachte mit Blick auf die Kamera. In der zweiten solchen Nacht war es dann so weit. Zehn vor drei nachts ging das Fruchtwasser ab, ich zog mich an und ging raus. Als Frau Mutter dann ungefähr um zehn nach drei auch angezogen im Stall ankam, war Fohlchen nach einer Geburt wie aus dem Lehrbuch schon da.

Und heute, am zweiten Lebenstag, gab es den ersten Ausflug auf die Koppel. Die Mama unglaublich umsichtig und brav, wirklich beeindruckend. Kann diese Stute doch auch manchmal leicht rüpelig sein. Fohlchen marschierte im Fohlengriff brav mit – nun ja, ich schob mehr als sonst was und kam etwas außer Atem. Aber immerhin ging sie nicht hinten und vorne hoch – hat man auch schon erlebt…

Die neugierigen Zaungäste waren natürlich auch mit von der Partie und mehr als unzufrieden, dass sie sich mit gucken von der anderen Seite des Platzes begnügen mußten…