Fräulein Feger

Wir haben eine Koppel am Waldrand. Da müssen wir die Pferde hinführen. In der Bremsenzeit kann man die Koppel kaum nutzen, da genau am Wald Unmengen davon zu finden sind und die Pferde regelmässig durchdrehen.

Aber davor und danach. Hat den Vorteil, dass das Gras während des Sommers wieder wachsen kann. Sogar während dieses Sommers ist etwas nachgewachsen. Wenn auch nicht viel.

Zwergi findet allerdings, dass es vollkommen unnötig ist, gleich hinter Frau Mama auf die Koppel zu marschieren. Nicht, wenn es nebendran ein abgeerntetes Feld gibt, auf dem man so richtig toll ausgreifen kann. Letztens zeigte sie mir dort ein paar Trabtritte, bei denen mir – verzeihen Sie die etwas vulgäre Sprache – das Maul offen stehen blieb. Also musste die Kamera mit.

Wie dem aber so ist – heute gab es mitnichten Trab zu sehen. Nein, es wurde für Iffezheim geübt, mindestens aber für Baden-Baden. Schnell, schneller, Fohlchen. Die gab ganz schön Gas!!!!!!

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Es apfelt

Puh – der Urlaub ist nun schon wieder zwei Wochen her … Der Alltag hat uns noch nicht ganz wieder … Denn noch sind Ferien im Lande …

Im Garten steht derzeit die Apfelernte an. Die drei Bäume tragen unglaublich, als wollten sie uns für die ausgefallene Ernte des vergangenen Jahres entschädigen. Vom Reitplatzbaum – der, den Schnäuzelchen vor zehn Jahren schon fällen wollte, denn „der trägt ja eh nicht mehr“ – habe ich schon körbeweise geerntet und verarbeitet oder auch verschenkt. Das Fallobst, das noch gut ist, bekommen die Pferde, denn in der Regel hat es einen Grund, warum es vor der Zeit fällt. Und bei einem Baum, an dem gefühlte Tonnen Äpfel hängen, fange ich nicht damit an, Fallobst auszuschneiden…

Unter dem großen Baum hatte sich während des Urlaubs ziemlich viel davon angesammelt. Nachdem unter dem Reitplatzbaum schon letzte Woche klarschiff gemacht wurde, ging es heute an den großen und den kleinen Baum. Wobei letzterer inzwischen auch schon recht groß ist…

Zweieinhalb Schubkarren Gammeläpfel und vier Kiepen Futteräpfel später war ich dann fertig, sodass Schnäuzelchen hier morgen Rasenmähen kann. Es ist nämlich inzwischen tatsächlich etwas gewachsen, da es ein paar mal geregnet hat.

Außerdem betrug die Ausbeute des Tages einen Apfelkuchen für Erwachsene, einen in der Kinderversion, und drei Flaschen Apfelsaft…

Ein geschichtsträchtiger Ausflug 

Nachdem uns Petrus am gestrigen Tag wirklich mit einem traumhaften Wetterchen beschenkte, war es heute wieder reichlich windig. Morgens waren es bereits fünf Windstärken, die im Laufe des Tages auf knappe sechs Windstärken auffrischten. Also kein Wetter fürs Faulenzen und Buddeln am Strand, aber man hat hier ja immer Alternativen.

Nach einem gemütlichen Frühstück schnürten wir also die Wanderschuhe, parkten das Auto auf dem Parkplatz hinter dem Fähranleger und wanderten los. Die Geo.cachingapp wies uns den Weg – zwei „Schätze“ konnten erfolgreich gehoben werden – und so marschierten wir forschen Schrittes auf Nordbys Norden zu, überquerten den Deich und fanden uns auf dem Wanderweg durch Gronningen.

Gronningen ist nur sehr dünn besiedelt. Wenige Bauernhöfe sind hier zu finden, ein Teil  wird landwirtschaftlich genutzt oder dient als Weideland. Ansonsten findet man viel unberührte Natur mit Wald und Wiesen.

Fast an der nördlichsten Spitze des Wanderweges befindet sich Flak Nord, die größte Bunkeranlage der Insel, die im zweiten Weltkrieg angelegt wurde, um die Einfahrt nach Esbjerg bei einer Invasion durch die Engländer zu schützen.

Die Bunkeranlage ist wirklich sehr beeindruckend. Teile davon wurden wieder freigelegt – denn die Dünen hatten sich das Gebiet zurückerobert – sodass man nun einige Bunker gefahrlos betreten kann. Auch Führungen werden in diesem Gebiet angeboten, die sicherlich sehr informativ sind. Es gibt sogar eine Webseite dazu, die mir selbst mit meinem rudimentären Dänisch einen kleinen Einblick geben kann.

Nachdem wir die Anlage eine geraume Weile durchschnüffelt hatten und die rollenspielenden Herren diskutiert hatten, was denn wohl an welcher Stelle gelegen haben musste (denn wir waren völlig uninformiert auf diese Stellung gestoßen, die oben erwähnte Webseite fand ich erst, als ich diesen Artikel schrieb), ging es weiter in Richtung der drei großen Windräder, die ein Viertel des Strombedarfes der gesamten Insel decken. Zwischendrin könnten wir uns sogar mit wilden Brombeeren stärken, die teilweise schon sehr süß waren, aber zwischendrin war auch der eine oder andere Muultrekker dabei. Brrrrrr.

Gute zwei Stunden benötigten wir, bis wir wieder am Auto angelangten. Knappe sechs Kilometer sind wir insgesamt marschiert – die Bunkeranlage eingeschlossen. Das ist schon eine ganz ordentliche Strecke für die Kindelein, die sie nahezu ohne Murren hinter sich brachten.

Übrigens: wenn man mal in einem geschützten Bereich stand, merkte man, wie warm es eigentlich ist. Da waren dann Pullover und Windbreakerjacke eindeutig zu viel des Guten. Dort, wo es pustete, waren wir damit aber gut beraten!

Wir sind mal wieder auf der Lieblingsinsel

Bis gestern hatten wir viel Regen, also Strand nur mit Matschklamotten und ansonsten in jeder – na gut, fast jeder – Regenpause spazieren gehen. Ab heute soll das Wetter besser werden, immerhin waren wir heute Nachmittag am Strand, so richtig mit Windschutz, Liftmatratze und Bad in der Nordsee. Die ist grad erstaunlich warm. Also für die Nordsee.

Moin!

Da die Kindelein beide aus ihren Moin-Shirts rausgewachsen sind, gab es neue. Die Stoffe haben sie selber ausgesucht.

Für Juniors Shirt gab es in meinem Bündchenarsenal keines in passendem Blauton. Also gingen wir auf’s klassische maritime Thema: ein rotes Bündchen mußte her. Ich habe dann sogar mal wieder die Zwillingsnadel bemüht und die Säume in rot genäht. Kommt auf dem Foto nicht richtig raus, sieht in echt aber prima aus!

Das geplottete Moin stammt aus der „Werkstatt“ meines Schwiegerpapas. In echt sieht man es auf dem blaugeringelten Shirt besser als auf dem Photo.

Des Tochterkinds Shirt ist auch schon in 140 genäht und da habe ich es wohl etwas gut gemeint… Zum Glück ist zu groß bei Kindern nicht so ein Problem… Töchting wächst sowieso wie Unkraut…

Fleißig

Gestern besucht mich eine Freundin. Zunächst machten wir gemeinsam den Stall und dann ging es ins Haus. Sie hatte ihre Nähmaschine mitgebracht und wir wollten gemeinsam werkeln.

Was sie auch mitgebracht hatte, war ihre Küchenmaschine. Sie wissen schon, die, die fast jede Frau hat und die schon alles alleine kochen kann. Ich habe mich dieser bislang erfolgreich verwehrt, sie ist mir schlicht und ergreifend zu teuer.

Die Äpfel sind reif. Nun ja, noch nicht so ganz reif, aber wir haben schon sehr sehr viel Fallobst. Also haben wir gestern mit der Küchenmaschine Apfelmus produziert. Ich muss sagen, es war schon sehr angenehm, nicht die ganze Zeit daneben stehen zu müssen und zu gucken, dass nichts anbrennt

Deswegen ist mir das Gerät aber immer noch zu teuer *zwinker*

Außerdem sind noch zwei Shorts und ein T-Shirt für die Kinder entstanden. Wir waren also ein bisschen fleißig im Haus.

Wochenendnachlese

Was für ein Glück, dass die ganz große Hitzewelle erst Anfang dieser Woche kam beziehungsweise wir am Sonntag Nachmittag nicht in der Sonne stehen mussten, sondern eine Halle hatten, um unsere Pferde zu präsentieren.

Aber von Anfang an. Samstag nachmittag startete ich noch in einer M-Dressur auf einem Turnier hier „um’s Eck“ – fünfzehn Minuten zu fahren. Ich war sehr zufrieden mit meiner Liese und wir konnten uns einen vierten Platz einsammeln – unsere zweite M-Platzierung. Natürlich hoffe ich, dass noch ein paar kommen werden. 37940940_1903252089767515_3137345280400162816_n

Sonntag dann war Fohlenschau im Gestüt meiner Bekannten angesagt. Wir hatten die Liese mit „im Gepäck“ und natürlich das rote Pferd mitsamt Fohlchen. Liese wurde als Zuchtstute eingetragen – nicht, dass ich vorhätte, sie demnächst in die Zucht zu nehmen, aber man weiß ja nie, was kommt – und das auch noch mit Prämienpunktzahl. Was habe ich mich darüber gefreut, weil ich eigentlich eher damit gerechnet hätte, dass sie knapp daran vorbeischrammt.

Und dann kam Fohlchens großer Auftritt. Völlig cool und gelassen zog der rote Profi – frisch zur Elitestute proklamiert – seine Bahn in der Halle und ihre Tochter trabte ebenso cool und gelassen nebenher. Sie wurde sehr lobend besprochen, ihre Bewertung stellte mich sehr zufrieden – aber das viele Lob, das meine alte Dame mit ihren 21 Jahren erhielt – ja, das ging mir runter wie Öl. Ist und bleibt sie doch meine Allerbeste!

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