Ich bin zu doof!

Da habe ich die letzten beiden Wochen so schön blühende Pflanzen fotografiert… Und dann Bilder sortiert und bearbeitet… um sie hier im Blog zu zeigen… Und dann? Werfe ich sämtliche Bilder des wunderschön blühenden violetten Allium weg… Logischerweise war die Speicherkarte inzwischen auch schon wieder geleert, sodass da auch keine Rettung mehr kommen konnte. Was bin ich doch für ein Hornochse!

Aber hier auf dem Übersichtsbild sieht man ein wenig, wie schön sie geblüht haben: P1130123

Derzeit schlägt die Stunde der Iris und Akelei, wobei erstere schon wieder am Verblühen ist. Eigentlich schade, passt sie doch so großartig zur Pfingstrose, die nun gerade aufblühen möchte. P1130114P1130117P1130215

Dieses Photo habe ich heute noch schnell mit dem Handy aufgenommen, da wieder einmal ein Gewitter im Heranziehen war… Und nach einem Regen sehen die Pfingstrosen immer so jämmerlich aus…

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Wühlen, bis der Regen kommt…

So könnte man das Wochenende umschreiben. Besser gesagt, das verlängerte Wochenende, denn Schnäuzelchen hatte am Freitag Urlaub, sodass das Wochenende vier Tage aufwies.

Schnäuzelchen machte sich also frohgemut ans Werk und vollendete sein vor zwölf Tagen begonnenes Werk: Mein Kartoffelbeet. Wie unschwer am Foto zu erkennen ist firmiert dieses Beet unter „Nägel mit Köpfen“. Rasenmähkante, steinerne Beeteinfassung. Da wuchert nix rein (hoffentlich), da verrottet nix. IMG_6722

Das Beet ist vier Meter lang und einen Meter breit. Von allen Seiten gut zu bearbeiten, auch hier haben wir nach den Prinzipien des Square Foot Gardening geplant. Ich habe dann noch den Boden gehackt und dann wurden die Kartoffeln eingelegt. Zur Unterteilung der beiden Sorten liegt ein Brett im Beet. Vorne habe ich die frühe Kartoffel Maris Peer gelegt, die schon reichlich ausgetrieben hatte, da sie bereits vor zwei Wochen bei mir ankam. Da war aber das Beet noch nicht einmal im Bau. Eine einzige Saatkartoffel fand ihren Weg in einen Pflanztopf – das ist nun Juniors Kartoffel und er will sie regelmäßig gießen. Man darf gespannt sein. IMG_6728

Hinter dem Brett findet sich Red King Edward, eine mittelfrühe bis späte Kartoffel. Auch hier waren es zu viele Saatkartoffeln, so dass ich nun noch zwei ausrangierte Tränkbottiche damit belegen konnte.

Für die dritte im Bunde, die späte Axona, war nun kein Platz mehr im Beet. Was aber nicht schlimm ist, habe ich doch schon reichlich Erfahrung mit Kartoffeln in Tränkbottichen. IMG_6726

Da im Stall immer wieder einmal Bottiche kaputt gehen und somit nicht mehr für Wasser, aber noch für Erde geeignet sind, bieten die sich als Kartoffelheim geradezu an. Schnäuzelchen bohrte ein paar Abzugslöcher in den Boden – et voilà!

Damit ich auch später noch weiß, was worin wächst: 1 ist Juniors Frühkartoffel, 2 ist die mittlere und in den mit 3 bezeichneten Pötten wächst die späte Kartoffel. Ein Pott 3 steht zusätzlich noch neben der Gartengarage. Sonst wäre hier zu viel des Wegs zugestellt gewesen.


Dann war auch noch das Wohnzimmerbeet dran. Ziemlich fix war ich dieses Mal durch, die Winde hält sich in Grenzen. Ich lichtete den Urwald an Stockrosen etwas aus, damit Phlox und vor allem Clematis Licht erhalten und wachsen können. Die Stockrosen haben immer noch genug Blätter.

Bei dieser Aktion trat ich beinahe auf unseren Stubentiger, der es sich im Beet unter den großen Blättern sehr gemütlich gemacht hatte. Da unten war es angenehm warm und dennoch schattig. Ich konnte ihm das gut nachvollziehen, denn das Wetter war heute schwül und drückend – ein Vorbote der angesagten Gewitter. IMG_6715

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Da ist er drin…. Sieht man nix von!!

Ein wenig ausgesät habe ich auch noch. Im Beet an der Garage, nämlich Möhren und den nächsten Schwung Radieschen. Herrn Vaters Tomaten stehen auch schon darin, der Spinat ist gut gekeimt, der Koriander auch. IMG_6736

Die Pferde haben den Sonnentag auf der Koppel verbracht. Am Eingang des Unterstands wuchsen übrigens heute früh, als ich dieses letzte Stück Koppel öffnete, noch ein paar gut kniehohe Disteln. Die fehlen jetzt. Welche von den sechs Damen die wohl gefressen hat? Ich habe ja das Springpferd in Verdacht – deren Mutter fraß schon für ihr Leben gern pieksige Disteln …IMG_6734

Auf dem Bild sieht man auch meine neue Wäschespinne. Die alte Wäscheleine musste ja den Bauarbeiten weichen.

Tja – und warum nun die Überschrift?

Ganz einfach… Weil das gesamte lange Wochenende ständig Gewitter vorhergesagt wurden… Die verschoben sich immer weiter. Erst auf Samstag mittag, dann Abend. Dann heute mittag. Nix passierte. Aber jetzt, wo ich diese Zeilen tippe – da blitzt, donnert und regnet das vom Feinsten. Jetzt darf es. Die Rosen sind gedüngt, das Unkraut gejätet, die Pflanzen gesetzt… Nun braucht die Natur dringend Regen. Gerne auch ein paar Tage lang.

Herbstkind SewAlong – Wie bitte??????

Der Winter ist vorbei und der Herbst gleich zehnmal… Hier haben nahezu sommerliche Temperaturen Einzug gehalten und wir warten sehnsüchtig auf Regen. Alles staubt, die Apfelbäume blühen wie wild und glücklicherweise ist einer unserer Nachbarn Imker, es brummt also wunderbar in den Blüten…

Und hier komme ich mit dem Herbstkind SewAlong?

Jahaa – ich schulde nämlich noch das Ergebnis. Ich hatte ja schon überlegt, einfach zu warten, bis im Herbst das nächste SewAlong startet, aber dann dachte ich doch, ich zeige Ihnen die Jacke jetzt doch noch schnell.

Die Jacke ist natürlich nicht nach einem „normalen“ Schnittmuster genäht, das wäre ja zu einfach gewesen. Ich wollte nämlich die Kragen- und Kapuzenlösung der Jona und den Rest der „Jacke“ von Klimperklein. Die Kapuze war zwar eigentlich immer an der Jacke dran – und auf Juniors Kopf – aber ich fand die Sache mit dem Kragen, der den Hals so schön schützt, einfach praktisch. Denn einen Schal um die Kapuze herum um den Hals zu legen ist unpraktisch.

Ich habe also immer schön fleißig die beiden Ebooks kombiniert, hatte zwischendrin Kopfknoten, als es an den Reißverschluss ging – aber das Ergebnis ist, wie ich finde, sehr schön geworden. Junior liebt seine Jacke, da sie in 152 genäht ist (und er derzeit 134/140 trägt), wird sie ihm vermutlich auch noch im nächsten Winter passen. Das Schiff auf der Rückseite hat mir eine Bekannte auf den Stoff gestickt, ich selber habe keine Stickmaschine. Im Nachhinein gesehen hätte das Schiff etwas höher gekonnt, aber dann wiederum – wenn die Kapuze doch mal über den Rücken hängt, sieht man es immer noch.

Das Einzige, was völlig falsch ist – gelbe Bündchen. Blöde Idee. Dunkelblau wie beim Reißverschluss wäre besser gewesen. Der junge Mann wühlt zu viel im Dreck…

Genäht habe ich die Jacke aus Magic Softshell (wenn’s regnet, tauchen Anker auf, wie cool!), gelbem Sweat als Futter und dazwischen noch eine Lage Thinsulate. Schön muckelig warm, selbst als das Quecksilber im Februar unter -10 Grad fiel *bibber*! (Allen Unkenrufen zum Trotz donnerte meine Nähmaschine übrigens völlig problemlos durch all die Lagen an Stoff.)

So, hier kommen noch ein paar Bilder und dann geht’s mal wieder ab zum Creadienstag und zu HandmadeonTuesdayIMG_3869P1120053P1120155

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Wohnzimmerbeet in den Startlöchern…

Vorgestern habe ich mal wieder mein Wohnzimmerbeet gepflegt. So viel Unkraut war glücklicherweise nicht nachgekommen, lediglich die Winde will sich schon wieder ausbreiten. Aber da hilft eben nur regelmäßiges Entfernen mit möglichst wenig Zerhacken von Wurzelstücken…

Dass die Iris wieder ihre Blütenstände austreibt, freut mich unheimlich. Letztes Jahr wollte sie noch so gar nicht, was im Jahr nach dem Umpflanzen natürlich auch normal ist. Aber teilweise hatte ich schon Sorge gehabt, ich hätte sie zu tief gepflanzt, weil die Knollen ein wenig zu gammeln anfingen. Aber jetzt haben sie sich scheinbar an ihrem neuen Standort gut eingefunden. 

Und hier wuchern sie, meine Pflanzenfreunde, die mich immer so an den Urlaub auf meiner dänischen Lieblingsinsel erinnern: Die Stockrosen. Ich hatte doch recht reichlich ausgesät, da die Samen bei Frau Mutter schon einige Zeit – Jahre? – in ihren Umschlägen herumgelegen waren und ich daher nicht sicher wusste, ob sie noch keimfähig genug seien. Nun ja, waren sie wohl…

Auch über die Clematis freue ich mich sehr, denn ich hatte schon arge Bedenken, ob sie den Winter wohl überstehen würde. Letztes Jahr ist sie gar nicht richtig gewachsen und fror dann komplett zurück – aber da ist sie und erfreut uns hoffentlich heuer mit vieeeelen Blüten!

Tja, und nachdem es bei uns derzeit so gar nicht regnen will und auch kein Regen in Sicht ist, habe ich nun also bereits im April die Bewässerung nebst Computer angeschlossen. Erstaunlicherweise fand ich dieses Frühjahr den Computer gleich, normalerweise vergesse ich immer, wo ich es im Herbst hingelegt hatte. Es geschehen noch Zeichen und Wunder..

 

Der Gemüsegarten wird…

Man merkt, dass es Frühjahr wird. Konnte man die letzten Monate denken, man sei auf einem reinen Nähblog, ziehen nun wieder die Gartenthemen ein.

Am Wochenende verbrachten Schnäuzelchen und ich viel Zeit mit dem Gemüsegarten. Es wurde geplant, der Baumarkt heimgesucht und dann legte Schnäuzelchen los. Natürlich erst nach dem Freundschaftsspiel unserer Handball-Nationalmannschaft, das wir gemeinsam mit den Kindelein anschauen „mußten „. Juniors Lieblingstorwart stand im Kasten, des Prinzeßchen Zweitlieblingsfeldspieler hatte einen guten Tag – nach dem Sieg verschwanden die Kindelein zufrieden mit dem abgeschlappten Handball meines Bruders (der Ball hat vermutlich auch schon fünfzehn Lenze auf dem Buckel) auf die Einfahrt, zeichneten sich mittels Straßenkreide einen Kreis vor’s Garagentor und waren fortan beschäftigt.

Äh, wo war ich? Ach ja, beim Gemüsegarten…

Während ich mich auf’s Säen (Radieschen, Pariser Möhren, Spinat und Koriander) sowie das Entunkrauten von Him- und Stachelbeeren sowie des Rhabarbers machte, legte Schnäuzelchen am rechten Tomatenbeet los. Das, welches ich Ihnen neulich schon zeigte.

Sonntag am späten Nachmittag war er noch nicht ganz fertig, aber fast. Sieht schon richtig toll aus, finden Sie nicht?

Vor allem – diesmal ist es fast für die Ewigkeit gebaut. Da rottet nix mehr…

Traumhaft warme 21 Grad lockten mich am Nachmittag in mein Wohnzimmerbeet und an’s Unkraut. Nach drei Viertel des Beetes hatte ich ziemlich die Nase voll, aber der innere Schweinehund bekam einen Tritt und wurde zum Teufel gejagt.

Und jetzt bin ich dann doch sehr zufrieden- das erste Mal für dieses Jahr ist das Beet fertig. Einer der beiden Rittersporne hat den Winter nicht überlebt, den werde ich nachkaufen müssen. Und die drei rosa Lavendel sind auch futsch. Mal überlegen, ob ich die noch einmal versuche oder was anderes nehme…