Fast weg

Ist er, der Schnee. Heute kam der Wind warm über die Alpen. Für die nächsten Tage ist auch deutlich über Null angesagt – alles, was da runterkommen soll, wird wohl flüssig bleiben

Trotzdem wollte ich Ihnen die Kindelein beim Bauen ihres ersten Iglus überhaupt nicht vorenthalten 😉

Warten und hoffen…

… tun wir nämlich heuer mal wieder. Nicht auf Godot… obwohl, der beginnt auch mit G. Und das Fohlen, auf das wir warten, braucht dann auch einen Namen, der mit G beginnt. Nun gut, somit hat es dann wohl seinen „Arbeitstitel“ weg…

Mitte Juni soll es soweit sein. Also noch ein Stück Warten. Und hoffen, dass alles drin bleibt und gesund auf die Welt kommt. Sicher ist das ja immer nicht. Nicht einmal, dass es noch drin ist. Am 90. Tag war es das jedenfalls noch. Und aussehen tut sie auch schon ein wenig danach…

Wir sind sehr gespannt. Es ist das erste Fohlen dieser Stute, die auch schon bei uns auf die Welt kam. Bislang war sie ja mit mir als Dressurpferd unterwegs.

Irgendwie…

… ist dieser Blog in der letzten Zeit ziemlich pferdelastig geworden. Aber es gibt auch so wenig zu berichten. Im Garten ist Winterpause mit circa zehn Zentimeter Schnee. Zum Nähen komme ich dank „Homeschooling“ gerade nicht. Dafür zum scheibchenweisen Aufräumen und Ausmisten der Bude. Das ist aber nicht interessant genug, um darüber zu schreiben…

Zurück also zu den Pferden. Dass sie viel Spaß am Schnee haben, konnte ich ihnen ja schon mittels bewegter Bilder vorführen. Am Wochenende nutzten wir dann auch mal die Gelegenheit, ordentlich im Gelände zu galoppieren. Einfach großartig in zehn Zentimeter Neuschnee!

Waagrechter Schneefall

Es pfoff nämlich ganz hübsch um‘s Eck. Und schneite den ganzen Tag, mal mehr, mal weniger. Die Temperaturen um und bei dem Gefrierpunkt. Die Pferde fast den ganzen Tag draußen, erst so gegen drei standen dann die ersten unter Dach.

Die Kindelein nach Beendigung der Schule natürlich ab mit den Poporutschern und sie kamen auch erst bei Dämmerungsbeginn wieder.

Schnee IM Heulager…. gut, dass es fast leer ist…

Minus vier…

… Grad merkt man nach einer Stunde Spaziergang mit den Kindelein durchaus. Die erste Hälfte marschierten wir mit den Pferden. Andere gehen mit dem Hund, wir mit Pferd. Drei Menschen, zwei Pferde. Damit ich zugreifen kann, falls die Kinder überfordert sind.

Aber dummerweise waren die Waldarbeiter zu Gange, was auch meinen nervenstarken Ostpreußen große Augen entlockte. Zumindest, wenn der Baum dann krachend fiel. Der Rest war ungefährlich. Wir kehrten also um, um dann den gleichen Weg noch einmal ohne Pferd zurückzulegen. Immerhin wollten die Kindelein ja die Waldarbeiten verfolgen.

Da leider – natürlich! – alles abgesperrt und gesichert war, konnten wir nur von Weitem gucken. Bis uns kalt wurde eben 😉. Spannend war‘s.

„Frechheit!!! Der ruft ja gar nicht „Timber“!!!!“

Spaß im Schnee

Nachdem die Weiber auf dem doch etwas verwinkelten Auslauf abspackten, öffnete ich doch lieber den Reitplatz. Nicht verwinkelt, groß, griffiger Boden. Ergo: Weniger Verletzungsrisiko.

Bekloppte Viecher. Aber offenbar hatten alle Spaß. Sogar die alte Dame, die sich sonst gerne vornehm zurückhält, nickte durch den Schnee.

Roggenbrot

Das erste Brot im neuen Jahr ist gebacken. Ein reines Roggenbrot mit Schrotanteil.

Es ist ein bereits bewährtes Rezept, das wunderbar schmeckt, egal ob mit süßem oder herzhaftem Belag. Und es hält sich lang.

In der Herstellung gehört es zu den etwas aufwendigeren Broten meines bisherigen Repertoires, da es drei mal eine halbe Stunde gehen muss. Aber es ist den Aufwand wert, wobei es ja nicht wirklich Aufwand ist, denn gehen tut es ja von alleine. Aber man kann halt nicht eben Mal eineinhalb Stunden im Stall verschwinden nebenher…

Letztes Mal waren die Poren des Brots noch schöner, aber der Sauerteig war jetzt schon 14 Tage im Kühlschrank ohne Futter… da hat er dann nicht mehr so viel Triebkraft. Brot gebacken, Sauerteig aufgefrischt, alles bestens

Deppert…

Da predige ich doch seit Jahren allen, man solle ein junges Pferd nie ohne Handschuhe führen. Und was tu ich heute selber?

Richtig – Zwergi ohne Handschuhe führen. Es ging auf den Auslauf, und zwar einen für sie und die Friesenfreundin sollte auf den Nachbarauslauf. Getrennt sein üben. Große Empörung und Aufregung beim roten Nachwuchs (beim Friesen auch). Alles handelbar – aber nen Blutigen an der Pfote gab‘s vom Strick (oder was auch immer) eben doch.

Dann hatte ich mein Handy im Auto gelassen, sodass Sie jetzt kein Photo einer aufgeregt trabenden Zwergi zu sehen bekommen. Schade eigentlich, denn das sah wirklich sehr gut aus und ich freue mich schon darauf, wenn ich sie endlich anreiten kann…

Das Zigeunermaß habe ich heute auch bemüht, mißt sie doch derzeit erst 1,57m und ich war neugierig, womit ich noch an Wachstum rechnen kann. Das Zigeunermaß ist natürlich keine exakte Wissenschaft, aber im Großen und Ganzen stimmt es wohl. Demnach darf ich noch mit einer guten Handbreit Wachstum rechnen, damit wäre sie dann im Bereich ihrer Mutter – völlig ausreichend!

Zu guter Letzt: Rutschen Sie gut ins neue Jahr!