DANKE

möchte ich an dieser Stelle der Bloggerin Karin von „I und Du“ sagen. Im Dezember 2017 habe wir zwei – einfach mal so – beschlossen, uns gegenseitig einen Quilt zu machen. Damit das nicht ausuferte haben wir die Größe begrenzt und die Farben, die wir gar nicht mögen genannt. Herausgekommen sind diese zwei Quilts.

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Dieser war von Karin. Jedesmal, wenn er hängt, muss ich aufpassen, dass meine Nichte ihn mir nicht klaut.

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Dieses war meiner und er passte auf Karins Esstisch, wie Faust aufs Auge.

Jetzt war aber die Karin so unsagbar lieb, mir noch einen Haufen von dem Stoff mitzuschicken. Nachdem ich davon zwei Körnerkissen nach dieser Anleitung

DIY – XXL Wärmekissen mit Traubenkernfüllung

gemacht habe, leider habe ich vergessen sie zu photographieren (sie sind verschenkt), habe ich den Reststoff  zu Mund- und Nasenmasken verarbeitet. Hier das Ergebnis:

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4 von dieser Machart habe ich schon an meinen Sohn geschickt. Der muss nämlich ab sofort Gesichtsmasken tragen, wenn er einkaufen geht.

Diese 4 hat meine Nachbarin bekommen. Sie hat keine Näma und sie sind in unserem Alter, also Risikogruppe.

In den Anleitungen wurde empfohlen einen Draht mit einzubauen. Den kann man an die Nase anformen und dadurch beschlägt die Brille (wenn man Brillenträger ist) nicht. Aber mit dem Draht, das war nichts. Die Brille ist trotzdem beschlagen. Dann habe ich kurzerhand dieses Teil zerlegt und das Metallteil eingebaut.

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Dazu habe ich in die Rückseite der oberen Verblendung ein Knopfloch eingenäht, das gerade mal so groß ist, dass ich das Blech da hineinschieben kann. Auf diese Weise kann man es zum Waschen auch wieder herausziehen. Letztendlich hat mich aber die Verschwendung der beiden übrigen Teile geärgert. (Ich gehöre nicht zur Wegwerfgeneration) Also ist „min Öllen“ seiner liebsten PC Aktion, nämlich „Sachensuchen“ nachgegangen und hat dies für mich entdeckt:IMG_0212

Das lässt sich prima an die Nase anpassen und die Brille beschlägt nicht. Also, liebe Mund/Nasen-Maskennäherinnen, bleibt umweltfreundlich. Ach ja, und wenn Ihr die Teile draußen getragen habt, heimkommen, Hände waschen, Bügeleisen auf Max + Dampf stellen, über das Bügelbrett fahren, die Maske drauflegen und die Maske bügeln. Dann wieder Hände waschen und noch einmal bügeln. Auch das Bügelbrett noch einmal. Bei Max+Dampf entsteht eine Hitze von 160-220 Grad. Das sollte doch wohl reichen, diese kleinen pickeligen Scheisserchen zu erledigen. Früher hat meine Mutter immer die BW Schlüpfer gebügelt. Das scheint ganz in Vergessenheit geraten zu sein. Das geschah damals, um die Keime abzutöten. Nicht alles,  was unser Altforderen gemacht haben, war schlecht . So muss man das Teil  nicht jedesmal waschen und ist trotzdem relativ sicher.

Bleibt gesund und genießt den unfreiwilligen Urlaub. Wir Quilterinnen haben mit so viel Freizeit ja überhaupt kein Problem. Und jetzt kann man ja auch ganz ungeniert am hellichten Tage seine Nase in ein Buch stecken. Oder lange Spaziergänge machen. Oder mal in Ruhe und ohne Hektik schöne „Lieblingsmusik“ hören. Mir fällt da ohne Ende was ein, was ich tun könnte.

Als Minchen noch klein war…

bekam sie irgendwann einmal – ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern – von uns einen Webrahmen geschenkt. Die herkömmlichen Teile fand ich alle doof und auf meiner Suche entdeckte ich dann dieses schöne Teil.DSC00110

Es kam aus Russland. Leider hatte ich mir auch nicht gemerkt, wie das Teil bespannt war. Da kommt einem das Wort mit M in den Sinn.

Zu Weihnachten hat Prinzesschen von uns einen Schulwebrahmen bekommen. Sie hatten in der Schule gerade weben. Sie wollte keinen so aufwenigen Webrahmen wie unseren Alten. Wohlwissend, dass Junior dann auch gleich weben wollen würde, habe ich Kettgarn besorgt, You Tube belästigt, bei „Heikes-Handgewebtes“ um Rat gefragt und meinen Enkelsohn zum Kette einziehen bestellt. Mein Gott, das war vielleicht ein Unterfangen!

Es gibt da schon gefühlte tausend Anleitungen im Netz, aber alle nur für einen Tischwebrahmen, der mit einem externen Kamm verwendet wird, nicht, so wie meiner, bei dem alles schon eingebaut ist.

Natürlich haben wir die Kette erst einmal falsch rum aufgezogen.

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Jetzt hatten wir aber schon die Fäden abgeschnitten. So wie es jetzt war, konnte ich nicht Weben, geschweige denn kämmen.

Also auf ein Neues. Junior war die ganze Zeit konzentriert dabei. Es hat so Spass gemacht. Aber der zweite Versuch gefiel mir auch überhaupt nicht. Das Dreieck, durch das das Schiffchen musste war nicht groß genug. Es lag wohl daran, dass ich die beiden Schachte nicht auf gleicher Höhe gehabt hatte, als wir die Kette durch die Ösen zogen.

Nun denn, so schnell gebe ich nicht auf. Junior musste zwar inzwischen nach Hause, aber ich bin dabei geblieben. Habe mir ein anderes Video rausgesucht und siehe da, jetzt hat es geklappt. Sieht doch gut aus, oder? Wie heißt es so schön: Alt wie ne Kuh und man lernt immer noch dazu. Mit diesen Worten, habt eine schöne Woche.

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Butterschmalz selbst gemacht

Im Netz habe ich schon öfter Berichte über selbstgemachtes Butterschmalz, auch Ghee genannt, gelesen. Nun habe ich es selbst einmal probiert. Das erste „Versucherle“ war von nur einem Pfund Butter. Es war ganz einfach. Butter langsam zerlassen, dann die Temperatur hochstellen bis die Butter kocht, dann die Hitze reduzieren, dass es nur noch köchelt und das so lange, bis man den Boden des Topfes sehen kann. Dann mit einem Stahlsieb (hitzeverträglich) über ein Küchenpapier abgießen. Fertig ist der Lack. Nun muss es nur noch so weit abkühlen, dass man es in Gläser umfüllen kann.

Während des Kochens verbreitet sich ein wunderbarer butteriger Geruch im Haus. Das Ghee ist dann goldgelb und wird mit Erkalten hart.

Wir hatten am Wochenende 17 Leute zum Grünkohlessen. Minchen hat ja davon berichtet. Ganz abgesehen davon, dass der Grünkohl schon nach dem ersten Blanchieren richtig gut geschmeckt hat, das Anschmoren im selbstgemachten Butterschmalz hat ihn einfach grandios werden lassen. Ich weiß nicht warum, aber das Industrie-Butterschmalz hat immer einen kleinen Eigengeschmack, den ich nicht leiden kann. Angeblich soll ja auch nur Butter darin sein. Glaub ich aber nicht. Das Selbstgemachte riecht und schmeckt ganz anders. Überhaupt nicht zu vergleichen. Ab sofort wird keines mehr gekauft. Wenn ich tierisches Fett benutze, dann nur noch mein Eigenes. Die  superleckeren Bratsies, die min Öllen zum Grünkohl gebrutzelt hat, waren übrigens z. Teil auch in Butterschmalz gebraten. Wenn Fettlebe, dann schon richtig….

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Da kann man doch vor Neid zerplatzen…

Minchen ist z.Zt  ja in Urlaub. Darum ist es hier auch so still. Aber das Schreiben darüber kann ich mir jetzt wirklich nicht verkneifen, denn ich bin schon ganz grün im Gesicht……

Dieses Bild hat sie mir einfach so zugeschickt.  Die traut sich was.

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Und? Wisst Ihr was das ist? Ja, stimmt, es ist ein Bernstein! Fast Hühnerei groß und so eine tolle rote Farbe. Nicht genug damit, nach ein paar Tagen kam ein neues Bild.

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Sie hat ihn schleifen lassen und eine hübsche Kette dazu ausgesucht. Super oder?

Da kann Frau Maischberger (die trägt nämlich auch immer so einen Bernsteinklunker) nicht mithalten.

Es ist ja nicht so, dass ich unbedingt so einen Klunker haben müsste, aber FINDEN, das wäre halt schön. Vielleicht im Winter, wenn min Oller und ich den Ort heimsuchen.

 

Auf ein Neues!

Jetzt schreiben wir schon das Jahr 2019. Wie die Zeit verfliegt!

Ich hoffe, Sie sind alle gut ‚rübergekommen. Wir haben hier schön in der Familie gespeist – das übliche Fondue chinoise *hmmmm* – und haben das Jahr gemütlich ausklingen lassen. Ein, zwei Irritationen gab es. Erst war der Dill in der Gefriertruhe nicht auffindbar – und später sorgte ein Teller in Scheiben geschnippelter Lauch dafür, dass wir alle mehr oder minder aufgelöst – halb genervt und halb am Lachen – durchs Haus flitzten und diesen Lauch suchten. Irgendwann beschlossen wir – dann halt Fondue ohne Lauch. Wir gingen an den Kellerkühlschrank um die vorbereiteten Platten mit Fleisch zu holen – und – da stand der Teller Lauch.

Jeder einzelne von uns hatte einen Blick in diesen Kühlschrank geworfen!!!!! Es war einfach unglaublich, und beweist wieder einmal, dass der Mensch doch gerne das sieht, was er zu sehen erwartet. Und das waren – Fleischplatten. Kein Lauchteller. Meine Güte, was haben wir gelacht.

Heute früh begrüßte mich dann ein Igel im Garten. Im Januar nicht gerade optimal. Ganz schnell stellte ich ihm ein Tellerchen mit Katzenfutter hin, an dem er sich nach anfänglicher Scheu dann auch gütlich tat. Nun hat er immerhin wieder etwas im Bauch. P1180149

Die neue Lieblingsreithose

Bei der Erbsenprinzessin gibt es jetzt ein Schnittmuster für eine Reithose. Eine echte. So mit Reißverschluss, Täschchen fürs Reitstundengelt und Lederhintern. Mit prima Passform, guter Anleitung und vielen Tips zur Stoffauswahl. Und mit mir als Probenäherin. Ui, das war mal eine spannende Erfahrung!

Das Prinzesschen liebt ihre neue Hose, sie sei total bequem und man könne prima damit reiten. Was will man mehr! (Doch, ich wüßte schon noch mehr – Bitte, liebe Frau Erbse – ich hätte das Ebook gerne auch für uns Erwachsene…)

Hier gibt es übrigens auch noch einen prima Beitrag zur Stoffauswahl für eine gelungene Reithose! Und hier kommen nun noch die Photos! Durch Anklicken sollten sie sich vergrößern lassen!

 

Fußmarsch zu den Höhlenmenschen

Heute waren wir wieder einmal wandern. Und gar nicht so weit weg von daheim, gerade eine halbe Stunde. Im Lonetal finden sich nämlich Höhlen, in denen man Beweise gefunden hatte, dass sie bewohnt waren. Den Löwenmensch zum Beispiel, dessen Original in Ulm im Museum zu bewundern ist.

Für die Kindelein war die Wanderung durch die Höhlen sehr spannend. Während das Prinzesschen immer gleich hineinging, betrachtete Junior die Öffnungen immer erst einmal skeptisch, bevor er sich dann doch hineinwagte. Ziemlich zu Beginn der Wanderung war es die Hohlenfels-Höhle, in der auch der Löwenmensch gefunden worden war.

Spannend war auch das trockengefallene Flussbett der Lone, das durch das Tal mäandrierte. Erst dachten wir, es hinge mit dem trockenen Sommer zusammen, aber zu Hause belasen wir uns und stellten fest – die Lone fällt im Sommer immer trocken!

Nach ungefähr der halben Strecke fanden wir einen prima moosbewachsenen Baumstamm, um dort Brotzeit – Klopse von gestern, Gurkenschnitze, Käsestückchen und Kekse, dazu einfach nur profanes Wasser – auszupacken. Und genau zum richtigen Zeitpunkt, denn es folgte der Aufstieg zur Bocksteinhöhle. Da ging es ordentlich nach oben und wir kamen etwas ins Schwitzen. Das Prinzesschen, die vorher schon ein ganz kleines bisschen gemault hatte („Wie lange ist es noch bis zum Auto?“), flitzte in einem Tempo nach oben, das es in sich hatte. Auch diese Höhle war spannend zu erkunden, schnell ging es dann aber das restliche Stück nach oben, ein kurzes Verschnaufen in einer netten Hütte mit toller Aussicht und weiter ging es.

Es wurde auch Zeit, denn das vorhergesagte stürmische Nachmittagswetter zog so langsam rein und wir waren immer noch im Wald unterwegs. Es regnete Eicheln, so wurden diese vom Wind durchgeschüttelt.

Kurz vor Ende des Rundwegs, der über gut 5 Kilometer verlief, kamen wir dann noch an einen Baumlehrpfad. Sehr interessant und er hielt die Kinder prima bei der Stange. Sogar ein Mammutbaum wuchs dort, um den wir drei mit unseren Armen gerade eben herumkamen. Sie waren gebührend beeindruckt, dass dieser Mammutbaum nur ein „kleiner Mammutbaum“ sein solle…

Klick aufs Bild vergrößert!

 

Geburtstagsgeschenke

sind bei älteren Herrschaften ja immer so eine Sache. Oftmals sind sie wunschlos glücklich oder sie haben schon alles. Ich gehöre zu der wunschlosen Gruppe. Da sich nun aber mein Geburtstag rundete, ließen sich meine Kinder – mit Hilfe ihrer Tante – etwas ganz Besonderes einfallen. Sie schenkten mir (und meinem Mann? Ich weiß nicht, ob er Selbstzahler war) eine Karte für die diesjährige Bregenzer Aufführung der „Carmen“ von George Bizet. Ich hatte die gekürzte Aufführung schon im Puschenkino gesehen und sie hatte mir sehr,sehr gut gefallen. Bis dahin gab es für mich nur eine Carmeninterpretin und das war Grace Bumbry (die Alten unter uns erinnern sich vielleicht noch an sie und ihre sensationelle „Salome“ Vorstellung). Die Bregenzer Carmen konnte mit ihr absolut mithalten.

Ich habe mich riesig über dieses Geschenk gefreut. Das war im November 2017.

Jetzt, im August, war es endlich so weit. Weil die Opernaufführung erst um 21 Uhr beginnt und wir eine Heimreise von 2-3 Stunden einplanen mussten, haben wir uns entschlossen dort in der Gegend zu übernachten. Aber: Bodensee – übernachten – das geht ja gar nicht. Das kostet ja ein Vermögen! Ich bin nicht bereit dafür 200 Euro auszugeben. Also suchten wir uns ca. 20 Min bis 1/2 Stunde Fahrzeit ein Quartier. Und das war in Wangen. Es war ein herrlicher Tag. Das Hotel am Marktplatz gelegen. Jede Menge Möglichkeiten draußen zu sitzen und zu speisen. Nachdem wir das Örtchen ausgiebig besichtigt hatten, haben wir vor unserem Hotel gegessen, Regenhaut und Pulli eingepackt und sind Richtung Bregenz gefahren.

Wir waren eine Stunde vor Beginn dort. Haben noch ein Bierchen/ Hugo geschlüft und ab ging es.

Das Bühnenbild war phantastisch, rechts und links waren Bildschirme auf denen man das Orchester und den Dirigenten sehen konnte. Und das alles bei herrlichstem Wetter. Immer das Plätschern des Wassers im Hintergrund und dann eine Carmen, die auf der Flucht ins Wasser springt und davon krault. Wo hat man so etwas schon mal gesehen!

Da ich Euch nicht alles erzählen kann, hier ein link zu der Geschichte.

 

Und wißt Ihr was, die Krönung des Abends war dann noch, dass wir, obwohl das Hotel schon Feierabend hatten, dort noch einen Absacker trinken durften. Sehr kulant. So war es ein herrlich abgerundeter Ausklang des Abends.

Vielen Dank an alle, die diesen wunderbaren Abend ermöglicht haben.