In 80 Tagen um die Welt

So wie wir heute von Liverpool nach New York spazieren, wird man von der Erde zum Mond spazieren. Durchquerung des Ozeans, Durchquerung des Weltenraumes – wo liegt da der grundsätzliche Unterschied?

Jules Verne, französischer Schriftsteller, 1828-1905

Es ist schon einige Zeit her, dass ich zuletzt ein Buch von Jules Verne in den Händen hielt. Die „20.000 Meilen unter dem Meer“ waren es, die mich auch mit Anfang 30 noch immer faszinierten. Nicht selten fiel es mir schwer, zu glauben, dass er diesen Text 1869-1870 verfasst hatte.

Zu „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ muss ich gestehen, dass mir die Romanvorlage bisher fern geblieben ist. Das werde ich dieses Jahr wohl korrigieren müssen. Bis dahin werde ich in Gedanken wohl in der wirklich guten Verfilmumg mit Pierce Brosnan und Sir Peter Ustinov bleiben, die mir immer wieder viel Spaß bereitet. Auch diese Geschichte aus dem Jahre 1873 übt auf mich eine beinahe endlose Faszination aus.

Aber ich schweife ab (ist das etwas Neues?), denn in diesem Artikel soll es nicht um den altehrwürdigen Jules Verne gehen. Eigentlich soll es hier um unseren jüngsten Besuch im Tierpark Hellabrunn in München gehen.

Aha?

Das werden Sie sich vermutlich jetzt auch fragen.

Eigentlich ist es ganz einfach (das sind die Berühmten Letzten Worte eines Informatikers): Die Vielfalt eines Tierparks erinnert mich nicht selten an eben diese abenteuerlichen Geschichten, beinahe 150 Jahre alt und doch zeitlos.

Es gibt wohl kaum einen anderen Ort auf der Welt, an dem man mit wenigen Schritten den Übergang von den Polarregionen in den Dschungel auf die Pflastersteine legt. Ja, und das haben wir dieses Wochenende getan.

Begeben Sie sich also einmal mit mir auf die Reise in eine wunderbare Welt, die wir nur noch viel zu selten wahrnehmen können. Lange habe ich überlegt, welche der 160 Bilder (nach massivem Aussortieren) der mehr als 40 Tiere ich hier abbilde. Das Ergebnis ist eine Tour um die Welt. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Wunder unserer Erde:

P1090380Lassen Sie uns den Reigen mit einem Kormoran-Pärchen eröffnen, der uns gleich zu Anfang in Beschlag genommen hatte. Bis auf Südamerika beinahe überall zu finden, kann ich ihn getrost auch vor unserer Haustüre einsortieren.

Recht unspektakulär saßen die beiden kaum zwei Meter vom Pfad entfernt. Es war das erste Mal, dass wir uns die Frage stellten, was die beiden wohl über die ganzen „Touries“ dachten… Ein Gedanke, der sich an diesem Tag des Öfteren wiederholen wird.

Wir bleiben auf unserer Reise zunächst einmal in den nördlicheren Gefilden, denn auch unsere Natur hier hat so einiges zu bieten.

P1090818Da wäre als nächstes der Europäische Wolf. Genaugenommen eigentlich der „Eurasische Wolf“. Dieser ist mitnichten nur in Europa zu finden, sondern auch in weiten Teilen Asiens bis hin zur Arabischen Halbinsel zu Hause.

P1090627Die Europäische Sumpfschildkröte hingegen beschränkt sich eher auf die Europäischen Gefilde, von der Nord- und Ostsee über Moskau bis zum gesamten Mittelmeerraum. Gerade einmal handgroß. Prinzesschen brauchte etwas Hilfe, die gut getarnten Kollegen zu erkennen.

Von hier aus benötigen wir zum ersten Mal eine Fluggelegenheit, denn jetzt nehmen wir Kurs auf die nördlichen Polarregionen. Eher durch Zufall trafen wir dabei auf eine Graugans. Die Kollegin konnte mir an dieser Stelle glaubhaft versichern, dass ihr Fluggebiet sich nicht weiter als bis zur Ostsee erstreckt. Daher mussten wir dann doch auf eher menschliche Fortbewegungsmittel zurückgreifen.

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Damit kommen wir wohl zum Höhepunkt unserer Reise, denn das Eisbärenmädchen Quintana, gerade einmal viereinhalb Monate alt zog uns in ihren Bann. Eine Art, die wir vermutlich in einigen Jahrzehnten nur noch in den Zoos dieser Welt zu sehen bekommen. Schon jetzt gilt die Art mit rund 20.000 bis 25.000 Tieren weltweit als gefährdet. Setzt sich der Rückggang des artkischen Meereises weiter fort, werden allein in den nächsten 30 Jahren mehr als 2/3 davon verloren gehen.

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Der Eisbärenmama war derweil auch nicht langweilig (bitte entschuldigen Sie die schlechte Bildqualität, die Scheibe war leider nicht zu umgehen):

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Ob der Eisbär oder der Ball gewann, das vermag ich ihnen leider nicht mitzuteilen, der Kampf dauerte bei unserer Weiterreise noch an. Meine Wetten lagen allerdings definitiv auf dem Eisbär…

Von dort aus führt uns unser Weg in Richtung Südosten wieder in wärmere Gefilde. In den Wüstenregionen des Orients sind sie ein gewohnter Anblick, die Trampeltiere. Der Bestand dieser Tiere an sich ist nicht gefährdet, allerdings nur im domestizierten Bestand des Menschen. Freilebend finden sich (Stand 2003) kaum noch 1.000 Tiere. Die hiesigen Tiere kämpften dabei nicht etwa mit Motten sondern mit dem Wechsel zum Sommerfell:

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… was ihrer Geselligkeit aber keinen Abbruch tat …

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Der weitere Weg nach Osten führt uns schließlich zum indischen Subkontinent. Dieser ist überraschenderweise die Heimat sowohl des Indischen Panzernashorns als auch die des ebenfalls Indischen Weißschwanz-Stachelschweins. Die zuletzt genannten Gesellen sind recht geruhsame Kollegen, die sich von der Türkei bis hin zur Volksrepublik China ausgebreitet haben.

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Die Panzernashörner hingegen sind nur in Indien zu finden und gelten – wie so viele Tiere in diesem Artikel – als gefährdet. Circa 3.000 Tiere leben noch in freier Wildbahn. Die gute Nachricht: Tendenz steigend.

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Der Bulle im folgenden Bild – Lebendgewicht über zwei Tonnen! – hat sich übrigens ganz freiwillig seines Horns entledigt, so war zu lesen. Er scheuert es sich bei jeder Gelegenheit selbst ab. Ein Verhalten, was auch in freier Wildbahn nicht ungewöhnlich ist.

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P1090633Auf dem Weg zur Pazifikküste erreichen wir jetzt die majestätischen Gipfel des Himalayas. Unter anderem in Tibet ist dort der Kleine Panda zu finden. Eine Steilvorlage für jeden Teddybär scheint er aus seiner Heimat eine gute Resistenz gegen die Höhenangst mitzubringen. Bequem scheint es in jeden Fall gewesen zu sein, unser heimischer Kater hätte keinen größeren Wohlfühlfaktor ausstrahlen können.

Kaum überraschend ist auch der Kleine Panda (seit 2008) auf der Roten Liste der gefährdeten Arten  geführt. Weniger als 10.000 Exemplare sind noch in Freiheit zu finden.

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Wir setzen unseren Weg zum Pazifik fort, die Reise führt uns zum Japanischen Meer. Dort finden wir eines der wohl seltensten Tiere im Tierpark. Weniger als 500 Sibirische Tiger leben noch in freier Wildbahn. Es ist ein Armutszeugnis für unsere Menscheit, dass wir diese so beeindruckenden Tiere, auch bekannt als Panthera tigris altaica, beinahe ausgerottet haben. Männliche Exemplare dieser Gattung bringen bis zu 300 kg auf die Waage.

Dieses Jahr würde ich sie eher als schlaftrunken bezeichnen, auch wenn sie mich dabei spontan an unseren Stubentiger erinnern. Getreu dem Motto, Katzen sind alle gleich:

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Damit Sie mal einen richtigen Eindruck dieser majestätischen Tiere bekommen, habe ich mal in meinem Archiv gegraben. Eine meiner besten Aufnahmen stammt ebenfalls aus Hellabrunn und entstand vor 11 Jahren (2006) an fast der gleichen Stelle:

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Wir wenden uns nun den tropischeren Gefilden in Richtung Süden zu. Borneo und Sumatra sind die Heimat unserer Vorfahren, den Orang-Utans. Auch sie sind vom Aussterben bedroht, wenn auch ihre Zahlen (ca. 14.000 auf Sumatra, 54.000 auf Borneo) noch höher ausfallen, als die des Sibirschen Tigers. Den Nachwuchs der Menschenaffen in Hellabrunn bekamen wir leider nicht zu Gesicht, dafür aber diesen verspielten Kollegen:

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Im selben Großraum findet sich die Insel Java. Sie ist die Heimat der Silbergibbons. Wenig überraschend gelten auch diese als bedroht. 2008 schätzte man den Bestand auf weniger als 2.500 Exemplare. Erwähnenswert: Hellabrunn ist einer der Tierparks, die ein Zuchtprogramm für Silbergibbons zum Erhalt der Rasse vorantreiben.

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Wir nehmen jetzt Kurs auf die südlichen Polarregionen. Unterwegs machen wir aber noch einen Abstecher über Neuseeland. Dort lebt eine Papageien-Art, die mich seit der ARD-Dokumentation „Kluge Vögel“ sehr fasziniert. Sie sind verspielt, intelligent und – was sie mir sehr sympatisch macht – in hohem Maße neugierig. Die Rede ist vom Bergpapagei, dem Kea.

Sie nutzen Wekrzeuge, erkennen ihr Spiegelbild und haben definitiv ein technisches Verständnis. Ob Rucksäcke oder mit schweren Holzstücken beschwerte Mülltonnen, nichts ist vor ihnen sicher. Wenn Sie einmal eine Gelegenheit haben, eine Dokumentation über diese Papageien anzusehen, nutzen Sie sie. Sie werden sehr viel Spaß dabei haben.

Leider gilt auch er als gefährdet, die Größe der Population ist rückläufig.

Unvermeidbar bei jedem Zoobesuch mit Kindern ist nun der Abstecher zu den Pinguinen. Die kleinen Vögel sind in vielen Regionen heimisch, egal ob wir vom Nördlichen Felsenpinugin reden  (Südlicher Atlantik, pfeilschnell unter Wasser, mit sehr dekorativem Kopfschmuck, ebenfalls gefährdet) …

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Königspinguin (Südliche Polarregion noch in treibeisfreien Gewässern) …

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… oder dem Humboldt-Pinguin (Peru und Nordchile, gefährdet).

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Allein schon bei der Erwähnung des Namens Alexander von Humboldt könnte ich schon wieder einen Exkurs starten, der deutsche Forscher und Namensgeber für den Humboldt-Pinguin genoss nicht umsonst bereits zu Lebzeiten ein hohes Ansehen. Aber zurück zu unserer Reise.

Wir wenden uns jetzt Südamerika zu, einer Region, die ebenfalls eine enorme Artenvielfalt in sich birgt. Unter anderem wären da die Alpakas, die wohl jeder schon einmal gesehen hat. Eine weitere Unterart der Kamele. Sie hielten Siesta, als wir bei ihnen vorbei kamen.

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Auch die Nandus sehen wir häufig. Wie der Strauß ein flugunfähiger Vogel, beheimatet in weiten Teilen Südamerikas. Und Norddeutschland. Genau, Sie haben richtig gelesen. Norddeutschland. Im Jahr 2000 konnten einige Nandus aus einem Gehege ausbrechen. Sie bilden die bis heute einzige Nandu-Population, die sich nach einem Ausbruch etablieren konnte…

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Ebenso bekannt, und auf dem südamerikanischen Kontinent weit verbreitet ist der Gelbbrustara, der mit seinen schillendern Farben schnell die Blicke auf sich zieht. In der riesigen, begebahren Freiflugvoliere des Tierparks zog er mehr als einmal über uns hinweg und beeindruckte mit sienem strahlend gelbblauen Gefieder.

Ein ebenso schönes Foto dieser Tiere zu erhalten, erwies sich indes als schwierig, mehr als einen flüchtigen Eindruck vermittelt die folgende Aufnahme leider nicht.

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Ebenfalls nicht gefährdet ist der Scharlachsichler, oft auch als Roter Sichler bezeichnet. Im nördlichen Südaberika heimisch ist sein leuchtendrotes Gefieder kaum zu übersehen. Seine Landung im Baum zeugte allerdings von erheblich weniger Eleganz als die des vorangegangenen Aras.

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Was verbleibt aus den Vogelvolieren? Eine Reihe von Bildern mit Tieren, die wir nicht genau zuordnen konten. Einerseits, weil es mir entging, die Erkennungstafeln zu photographieren, andererseits, weil wir ebendiese manchmal gar nicht fanden. Vorenthalten möchte ich ihnen einige dieser Aufnamen aber allein aus diesem Grunde nicht:

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Den nordamerikanischen Kontinent streifen wir bei unser heutigen Reise nur kurz. Denn die beinahe unvermeidlichen Kanadagänse (auch in Europa zu finden) waren im ganzen Park immer wieder zu finden und hatten dabei mitunter auch ihre Differenzen mit ihrer Nachbarschaft…

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Damit setzen wir ein letztes Mal hinweg über einen der großen Ozeane und erreichen Afrika. Die Urwiege unserer Welt. In den Savannen südlich der Sahara im Osten und Süden Afrikas finden wir die Netzgiraffen, eine der vier Giraffenarten. Bis heute erstaunt es mich, dass diese bis zu fünfeinhalb Meter hohen Tiere überhaupt „funktionieren.“

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Vergleichsweise unspektakulär sind daneben die Hartmann-Bergzebras aus dem südlichem Afrika. Auch die Bergzebras sind gefährdet, vor allem das Kap-Bergzebra mit nur noch circa 1.500 Tiere existieren.

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Natürlich sind auch Affen in Afrika zu finden, wer hätte das gedacht! Sehr bekannt sind die Paviane, die sich über ganz Afrika verbreitet haben und in wohl jedem Tierpark zu finden sind. Der Chef(?) hier hatte jedenfalls alles im Blick.

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Nicht direkt in Afrika sondern vorgelagert auf Madagaskar leben die stark gefährdeten Roten Vari. Der Nationalpark Masoala schützt einen Teil ihres letzten Verbreitungsgebiets.

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Und hier findet unsere lange Reise jetzt ihr Ende.

Ein Tier fehlt aber noch, vielleicht können Sie sich schon denken, welches.

Ein Tier, das wir alle von klein auf kennen.

Panthera leo, der König der Tiere. Früher war er in ganz Afrika, im südöstlichen Europa, in Vorderasien und Indien zu finden. Heute leben weniger als 30.000 Löwen auf die Savannen südlich der Sahara bis hin zu den Nationalparks im südlichen Afrika.

Mit den Bildern der zweitgrößten Katze der Welt möchte ich mich für heute verabschieden. Lassen Sie uns alles dafür tun, dass wir all diese Tiere auch 2050 noch in freier Wildbahn antreffen werden.

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Bon voyage!

Jaja, dieser April

.. der hat es wirklich in sich. Waren wir vor ungefähr zwei Wochen schon im T-Shirt unterwegs und dachten über kurze Hosen nach, so erwischte es uns heute voll. Sozusagen kalt. Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht, als ich den Rollladen im Zimmer der Kinder hochkurbelte. Schnee. Geschlossene Schneedecke. Zwischen fünf und zehn Zentimeter. Und dann kamen immer noch dicke Flocken vom Himmel.

Hallo? Was soll denn das? Ich mag ja Schnee wirklich gern, aber doch bitte zu seiner Zeit. Und die ist nicht jetzt, Ende April. Finde ich zumindest.

Wobei ja aber eben noch April ist und man weiß ja, der macht was er will und alles ist möglich. Die Kinder waren jedenfalls sehr begeistert und das Prinzeßchen empörte sich sofort darüber, dass ich gestern die saisongeliehenen Ski zurückgebracht hätte….

Hier können Sie mal einen kleinen Eindruck bekommen: P1090371P1090374P1090375

Mittwoch, vormittags starker Schneefall, nachmittags in Regen übergehend, 2 Grad

Ein Jungsoutfit

Junior mag violett. Nun ist es aber ab einem gewissen Alter nicht so ganz einfach, einem Burschen diese Farbe anzuziehen, ohne dass die Klassenkameraden mobben. Dann lief mir auf einmal ein Stoff über den Weg, den ich gut fand. Er ist zwar ein wenig „1980“, da er mit Cassetten und ähnlichen Dingen bedruckt ist, das stört aber nicht im Geringsten.

Gekauft hatte ich ihn schon vor einem guten Jahr, immer mit dem Hintergedanken „wird ein Pullover“. Uff, da die aktuellen Raglanshirts schon in 140 genäht werden – 134 paßt gerade perfekt, also muss die nächste Größe her, damit der Jung‘ nicht nach dem nächsten Wachstumsschub raus ist – musste ich wieder ordentlich Stofftetris spielen, damit ich auch alle Teile herausbekam. Aber – es hat geklappt.

Ebenfalls in 140 genäht, nach dem gleichen Schnitt, nur eben als T-Shirt, ist das Shirt aus Code X, von dem ich damals drei Meterchen ergattern konnte.

Dazu gab es dann eine „richtige“ Jeans, das Schnittmuster stammt aus einer älteren Ottobre. Genäht in 128 paßt es an Beinen und Po prima, allerdings ist der Bund deutlich zu weit für meinen Schmalhans, sodass ich nun zwei nebeneinanderliegende KamSnaps angebracht habe. Dennoch sitzt die Hose locker, beim nächsten Mal würde ich wohl irgendwie einen Gummi einbauen. Junior mag die Hose, insofern ist wohl alles in Ordnung.

Schnitt Pullover und Shirt: Raglanshirt (klimperklein)
Schnitt Hose „Desert Denim“, Ottobre 1/2014
Stoffe: Code X (Stoff und Liebe), Play Music (Stoffwelten), Jeansstoff mit Elasthan (Stoffe.de)

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P1090101P1090094P1090092P1090084Verlinkt bei Creadienstag und Handmadeontuesday

Noch blöder geht es nicht, oder…

Am Samstag fand ich in unseren Reklamewurfsendungen dieses Angebot eines namhaften Discounters und ich muss sagen, das ist doch wohl die vollkommene Verhohnepiepelei. Schaut mal:

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Also, dass ein Wein vegetarisch deklariert wird, ist ja schon ein Witz, aber vegan? Oder soll das bedeuten, dass man ganz bestimmt und 100% zuverlässig, sämtliche möglicherweise in der Maische rumsausenden Insekten oder andere Tierchen, vorher mit entsprechenden Mitteln weggespritzt hat? Wenn  das zutrifft, pfui Teufel, dann möchte ich den Wein erst recht nicht trinken.

Das Rätsel wäre gelöst

Die Frage nach der Bodenbeschaffenheit in meinem Garten nämlich. Lehm oder Ton, Ton oder Lehm? Dass nichts anderes infrage käme, war klar.

Da haben die Kinderlein heute draußen hingebungsvoll losgematscht. Kugeln geformt, Blumentöpfe geformt, was man eben so aus feuchter Erde machen kann. Die Hände waren dann eh schon super dreckig, warum also nicht mit dem Nützlichen verbinden?

Die Kinder durften also auf meine Anweisung hin Würste rollen. Da zerbröselte nichts. Also: Tonboden. 

Mittwoch, bewölkt, 9Grad

Liv und Lieblingsbuxe

Gegen Ende des letzten Jahres brachte das Nähstoffreich eine Eigenproduktion heraus, die mich unheimlich ansprach: Stay Wild!

Ich mag ihre Senf- und Bordeauxtöne und es sind Farben, die gut zu mir passen. Dazu kam dann noch das indianische Muster, es war schlicht um mich geschehen.

Aber – was sollte ich mir daraus nähen? Ich überlegte, studierte Designbeispiele. Viele gefielen mir – für die Designnäherinnen. Aber für mich? Nein, das überzeugte mich dann doch nicht. Irgendwie hatte ich schon mit dem Stoff abgeschlossen, als Anfang Januar die Grippewelle kam und mich überrollte. Es heißt ja schon was, wenn ich mal eine komplette Woche flach liege, denn normalerweise bin ich robust und obendrein ein Stehaufmännchen.

Und da kam er, der Gedanke: Ein weiterer Schlafanzug wäre schon schön. Dann habe ich ihrer vier, das reicht dann erst mal wieder für die Winterzeit.

Diesmal wollte ich aber einen etwas anderen Schnitt für das Oberteil verwenden. Die letzten beiden waren etwas weitere Shirts, bequem, keine Frage. Aber dieses Mal wollte ich etwas, das der Figur ein wenig mehr schmeichelte. Auch wenn es außer mir und meiner Familie niemand zu Gesicht bekommt. Nach ein wenig Gesuche entschied ich mich für Liv von pattydoo, in der Variante mit dem langen Arm und dem normalen Halsausschnitt. Die Hose wurde wieder einmal eine Lieblingsbuxe von Fred von Soho, die ist einfach unheimlich bequem.

Das Ergebnis überzeugt mich total, die Farben finde ich großartig und ich fühle mich sehr wohl mit meinem neuen Schlafanzug. Das nächste Mal würde ich die Liv vermutlich eine Nummer größer nähen, denn sie könnte um die Achseln etwas großzügiger sein, was allerdings nach ein paar Tagen dank der Dehnbarkeit des Jerseys nicht mehr auffällt. p1080725-bearbeitet

Und jetzt – ab damit zum MeMadeMittwoch!