Zack ahoi!

Eigentlich bin ich ja ein Mensch, der ganz gut ohne Musik kann. Nur sehr selten mache ich mir bewusst etwas an, im Auto habe ich eher Hörbuch denn Radio oder Muskikkonserve an. Hörbücher sind eine klasse Erfindung, auf diese Weise komme ich auch dazu, zu „lesen“. Abends bin ich ja meist zu müde und schlafe über den ersten Seiten fast ein… Ja, nicht mal im Stall ist bei mir ein Radio an… Sehr zur Enttäuschung meiner Reitermädels, die manchmal beim Misten gerne ein wenig Geräusch hätten. Eine Zeitlang haben sie sich ihr eigenes Gerät mitgebracht, in den Ferien, wenn sie länger und häufiger im Stall waren…

Derzeit ist das irgendwie anders. Beim morgendlichen Esszimmer- und Kücheaufräumen: Musik. Beim Autofahren: Musik. Beim Stallmachen: Musik. Und zwar laut. Zumindest in Haus und Auto in Mitsinglautstärke. Im Stall weniger, da hab ich das Headset in den Ohren und wenn ich da mitsinge, hört man ja mich und nicht die Band … ich glaube, dann würde die Nachbarschaft Beschwerde einlegen, denn ich singe … hm, nun ja, nennen wir es einmal … daneben. Meist zumindest. Es gibt Lieder, bei denen treffe ich den Ton perfekt. Aber zugegeben – das sind eher wenige.

Die Ursache der derzeitigen, nicht abflauen wollenden Musikbegeisterung sind fünf Herren aus Flensburg. Die hatten nämlich vergangenen Mittwoch mit ihrem Siebenundzwanzigmaster bei uns in Neu-Ulm angelegt. Schnäuzelchen und ich waren dabei, ganz vorne, perfekte Stehplätze zum Mitgrölen, Mitklatschen und Mittanzen. Und das haben wir auch gemacht. Nach den zweieinhalb Stunden war die Stimme knarzig, die Handflächen taten weh und auf der Schrittzähleruhr standen zwölftausend Schritte mehr… So viel machen andere Menschen an einem Tag…

Und seitdem hab‘ ich sie im Ohr. Wann kann ich auf’s nächste Konzert? (Ach ja – ich habe zwanzig Jahre lang kein Konzert besucht – a-ha’s erste Wiedervereinigung war mein Letztes… lang ist es her… Seitdem bestand kein Bedarf. Jetzt aber. Wann darf ich wieder?)IMG_3290IMG_3295IMG_3298IMG_3316

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Bethioua mit Tigern

Vor ein paar Wochen entdeckte ich beim Stöbern diesen wunderbaren Stoff bei Alles für Selbermacher. Ich konnte nicht anders – ich musste einfach zuschlagen, war mir doch so was von klar, dass er genau des Prinzeßchens Geschmack treffen würde.

Dann lag er doch noch eine Weile, weil ich mir nicht so ganz schlüssig darüber werden konnte, welchen Schnitt ich verwenden sollte. Aber schließlich wurde es doch eine Bethioua, denn ich fand den Schnitt beim Einhornshirt schon so  niedlich am Kind.

Das nächste Problem war die Größe. Das Mädel ist 1,23m groß und ich nähe gerne auf Zuwachs. Bei jedem anderen Shirt hätte ich also 134 genäht… Aber Bethioua ist doch relativ weit geschnitten. Einen Sack wollte ich denn doch nicht produzieren, also entschied ich mich für 128, gab aber am Saum einfach noch drei Zentimeter in der Länge zu.

Genäht ist der Schnitt ja wirklich flott, nur beim Einreihen des Rückenteils des abgerundeten Saums musste der Nahttrenner her. Es wollte mir eingereiht einfach nicht gefallen, also habe ich einfach ’normal‘ gesäumt. Jetzt mag ich das.

Der eine Ärmel ist übrigens an der Kurzarmlinie aus zwei Stücken zusammengenäht. Der bunte Stoff wollte nicht für zwei ganze Ärmel reichen. Mein erster Gedanke war: Schultern bunt, untere Ärmel im Grün des Rückens. Aber das sagte dem Prinzeßchen nicht zu. Sie selber kam dann auf den Gedanken, ich könne doch stückeln. Nun ja, anfangs zweifelte ich wirklich, ob das gut werden würde – aber das Prinzeßchen hatte Recht! Wir mögen das Shirt beide sehr gern!

Und damit geht’s mal wieder zum Creadienstag und zu Handmadeontuesday.

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Burglind klopft an!

Da steht man gerade nichtsahnend im Bad, nachdem man gemütlich ausgeschlafen hat… Die Kindelein lesen friedlich in des Prinzeßchens Bett… Schnäuzelchen hat sich schon aufgemacht und Tee aufgesetzt… Die fleißigen Reitmädels trotzen dem Wetter und haben schon gefüttert…

Da tut es einen Schlag an der Hauswand. Ich höre, wie unten die Haustüre aufgeht und Schnäuzelchen sich das Malheur beguckt.

Glück gehabt. Am Fenster ging er vorbei und das Dach scheint auch heil zu sein. Eventuell ist die Dachrinne verbeult, das läßt sich so nicht sagen…

Pst, nicht verraten

Wie es sich für eine ordentliche Oma gehört, muss sie den Enkel-Kindelein, wenn sie einmal einhüten muss, natürlich auch vorlesen. Das mache ich ausgesprochen gern, denn ich habe schier unersättliche Zuhörer. Das Ganze findet folgendermaßen statt.

Wir drei quetschen uns nebeneinander an die kurze Seite von Juniors Bett, decken uns mit seiner Piratenquiltedecke zu, im Rücken eines von den unzähligen Riesenkuscheltieren. Aber leider ist es eine Außenwand und trotz der tierischen Polster immer noch kalt. Das bewog mich über Abänderung nachzudenken. Ich beschloß ein Bankpolster 40cm x 80 cm zu nähen. Prinzesschen hat ja auch eine Patchworkdecke bekommen und in meinem Fundus sind noch Unmengen an Stoffresten von dieser Decke. Reiko Kato und ihr Billy & Sue Motiv fand ich so richtig passend für ein kleines, 6jähriges Mädchen. Und das ist nun daraus geworden.

 

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An den Seiten sind Bindebänder und auf der Rückseite ist auch noch ein Motiv.

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Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass dem Prinzesschen das Kissen auch gefällt. In jedem Fall wird es zukünftig meinen Rücken besser warm halten. Übrigens, falls es jemand interessiert, unsere derzeitige Lektüre ist „Peterchens Mondfahrt“ von Gerdt von Bassewitz  in einer wunderbaren neuen  Ausgabe der Alten , mit genau denselben Bildern. Ein herrliches Buch, dass sich bestens für die Vorweihnachtszeit eignet.

Nun werde ich das noch schnell bei Creadienstag, HoT und Dienstagsdinge verlinken und natürlich auch nicht vergessen Euch eine schöne Adventszeit zu wünschen.

 

 

Es wintert

Am 3. Dezember schrieb ich von meinem selbstgebundenen Adventskranz der etwas anderen Art. Nicht rot, nicht blau und auch keine der jetzt „en vogue“ Farben. Orange, blau, rot und grün und dazu original afrikanische Kerzen (die übrigens viel länger brennen als unsere hiesigen). Ich schrieb auch, dass ich in den Jahren davor 3 Kränze, je einen für das Wohnzimmer, Esszimmer und die Haustüre dekoriert habe. Dieses Jahr habe ich nicht nur die zwei in den Wohnräumen fallen gelassen, sondern auch einen anderen Türschmuck gefertigt. Hatte ich im Herbst schon die Vogelscheuche, die mir an der Tür äußerst gut gefallen hatte, so habe ich ganz flink einen weiteren Türbehang zur Vorweihnachtszeit angefertigt. Dieses Mal kein Paperpiecing sondern Appliqué. Nach einer Anleitung von Kenna McRyan. Die Stoffe sind fast ausschließlich aus meinem Fundus. Es ist kein needle-turn appliqué, es ist mit  „steam a seam“ aufgeklebt und dann von Hand umstichelt.

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So, und damit nicht nur ich Freude an dem Türbehang habe, schick ich es weiter an

Creadienstag, HoT und Dienstagsdinge.

Habt eine schöne Adventszeit!

Ein Adventskranz der anderen Art

Früher habe ich mit einer Freundin am Sonnabend vor dem 1. Advent im Keller, bei einem Gläschen Sekt, Adventskranz gebunden. So ein Riesending und zwar rund gebunden und ohne „Einlage“. Der war dann manchmal auch ein wenig schief, aber das machte nichts, denn es war ja unprofessionelle Handarbeit. Dann war es meiner Freundin „zu blöd“ sich so viel Arbeit zu machen, wo der Göttergatte es doch gar nicht zu schätzen wusste. Also wurde die Aktion eingestellt. Schade.

Dann habe ich für teuer Geld in einer Gärtnerei ein solches Wagenrad, gebunden aus verschiedenem Tannengrün, gekauft. Nach der Adventszeit hat sich mein lieber Mann die Mühe gemacht, das vertrocknete Grün ab-, den Draht auf einen kleinen Stecken aufzuwickeln und somit das Innenleben, nämlich einen Strohkranz, freizulegen.

Weil Frau ja nichts wegwerfen kann was noch „gut“ ist, fristete der Kranz im Keller ein trauriges Dasein, denn in den folgenden Jahren habe ich jeweils 3 kleine Kränze, einen für das Wohnzimmer, einen für das Esszimmer und einen für die Tür gekauft und dekoriert.

Dieses Jahr aber wollte ich mal wieder einen binden, egal, ob mir jemand dabei Gesellschaft leistete oder nicht. Gesagt, getan. Ich besorgte Tannengrün. Das kostete nicht einmal halb so viel wie ein fertiger Kranz in der Größe und machte mich an die Arbeit.

Von einer Reise nach Südafrika hatte mein lieber Mann einmal Kerzen mitgebracht. African Style sozusagen. Dazu besorgte ich noch ein paar passende Bänder und nun seht, was daraus geworden ist.

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Eine schöne Adventszeit wünsche ich allen.