Wir hatten gestern Besuch…

von einem Kernbeißerpärchen. Sie haben wohl eine Pause auf der Durchreise gemacht. Sich den Bauch vollgeschlagen mit Sonnenblumenkernen und dann wieder ab die Post. Das Blöde ist nur, dass man, wie magisch angezogen, immer wieder dorthin schauen muss. So wie neulich, als auf der Blutpflaume des Nachbarn, ein Pirol gelandet war. Immer in der Hoffnung, ihn/sie noch einmal vorzufinden. Hier zwei Bilder, die wir schnell noch machen konnten. Das Männlein ist eindeutig bunter als Madamchen. Schön zu sehen.

Die Kartoffeln sind drin

Dieses Jahr baue ich mal wieder Kartoffeln an. Im Herbst gab ich Mist ins Beet und da bieten sich diese jetzt an. Ich habe wieder einmal „Belle de Fontenay“ gesetzt, die mag ich einfach zu gern.

Mit dem Gerät, das eigentlich für Blumenzwiebeln gedacht ist, kann man auch wunderbar Kartoffeln im Boden versenken. Und im hinteren Teil des Beets ist noch ein wenig Platz. Mal sehen, was ich da noch an Starkzehrern für finde…

Zwergi

Zweimal wöchentlich ist ja nun für Zwergi „Arbeiten“ angesagt. Wobei der Begriff eigentlich nicht den Kern der Sache trifft.

Wir lassen ein paar Runden freilaufen, um die Stimmung festzustellen. In der Regel ist das sehr entspannt und es wird nur gemütlich getrabt. Selten mal galoppiert.

Es sei denn, ich wage es, zur Futterzeit aufzutauchen. Dann reagiert Madame ausgesprochen ungehalten und es wird sich erst mal bockend und wiehernd verausgabt.

Dennoch machen wir langsame Fortschritte. Inzwischen habe ich den Zügel am Kappzaum. Auf der linken Hand funktionieren die Übergänge aus dem Schritt zum Halt schon gut. Meist steht sie still, nur manchmal weicht die Hinterhand nach außen aus.

Beim Führen von rechts hatten wir anfänglich Diskussionen. Geht ja gar nicht, dass der Zweibeiner an der „falschen“ Seite geht.

Bei den ersten Versuchen riß sie sich los und bockte davon. Beim zweiten Mal ruderte sie immer mit ihrem Kopf in meine Richtung, was meiner Brille nicht gut tat. Zum Glück kann Schnäuzelchen löten, sodass das Nasenpad nun wieder sitzt. Ab sofort gehe ich mit Kontaktlinsen zum Jungpferdeausbildung. Eh vernünftiger.

Beim dritten Übungstag – gestern – war auch das Vergangenheit, sie marschierte auch von rechts geführt prima mit und die ersten Übergänge zum Halt gelangen auch gut.

Übrigens dauern unsere Einheiten in der Regel um und bei 20 Minuten. Zehn Minuten fürs Warm- und Ablaufen, zehn Minuten für die eigentliche Handarbeit.

Ein Schotte kommt selten allein…

Zu Beginn der Corona Krise fand ich beim „Missouri Star Comp.“ im daily deal“ einen wunderschönen Schotten Layer Cake. Den musste ich einfach haben. Also habe ich gleich zugeschlagen – immer nach dem Motto – „es gibt immer einen Grund einen Stoff zu kaufen. Mir schwebte gleich vor, für Min Ollen ein paar Tischsets zu machen. Für Ostern und Weihnachten und Herbst hatten wir ja welche, aber stinknormale für die restliche Zeit, ne. Natürlich brauchte ich auch Ergänzungsstoffe. Die gab es reichlich. Ja und dann fand ich bei oben genanntem store dazu passenden Unistoff. In Schwarz und Mohn (Poppy).

Hah, die Zusatzstoffe waren ruckzuck da. Der schwarze Stoff auch, aber Mr. Poppy ließ lange auf sich warten. Mehr als 3 Monate. Ich bin fast verrückt geworden. Wollte ich die Sets doch eigentlich zu Weihnachten verschenken. Tscha, dann eben Geburtstag im März. Auch das wurde noch knapp. Min Öllen, der normalerweise seinen Nachmittagskaffee vor seinem PC im Wohnzimmer trinkt, beschloß nämlich, dieses jetzt bei mir am Esstisch zu tun. Und überhaupt, er lungerte immerzu irgendwo herum und ich kam einfach nicht dazu, die Teile zu nähen. x-fix kann ich Euch sagen.

Schlussendlich habe ich die Handarbeiten direkt unter seinen Augen- hach, Männer können schon blind sein – unter dem Tisch – weitergearbeitet und immer, wenn er mit den Hunden Gassi ging (Gott sei Dank 2mal am Tag) hab ich die Maschine angeworfen. Ja und mit 2 fertigen Exemplaren konnte ich ihn dann zu seinem Geburtstag beglücken.

Inzwischen sind alle 6 Sets fertig geworden und ich bin ganz verliebt in sie. Wir sind schon ganz schön schottenverrückt!

Jetzt habe ich noch etwas Stoff übrig und ich denke, ich werde ein Kuschelkissen für meinen Sohn machen. Wenn er schon nicht direkt mit den Mötern kuscheln kann, dann vielleicht mit dem Kissen.

Insgesamt muss ich feststellen, dass Corona auch seine guten Seiten hat. Man kann sehr kreativ sein, wenn man nicht gerade in der Ecke sitzt und wütend vor sich hinbrütet…. Ich hoffe, es geht Euch allen gut.

Sonntag. Sonnentag

Gesät: Kerbel, Zitronenmelisse

Der Kräuter“Garten“ am Terrasseneck
14 frisch getopfte Dahlien, 2 Pfingstrosen und 1 Topfrose
Die Folie des „Sees“ hat gelitten und muss getauscht werden. Freilegen ist angesagt.
Straßenmalerei
Die Wintersteckzwiebeln sehen gar nicht so schlecht aus, dafür, dass wir so einen kalten und langen und schneereichen Winter hatten. Habe schnell Unkraut gezupft und werde sie jetzt wieder abdecken.
Im Frühbeet rechts des weißen Pins drei Reihen Radieschen gesät. Wenn es warm wird, mache ich halt das Dach ab. Aber für nächste Woche bringt er nachts wieder Frost und Tags nur unter zehn Grad.
Der vor Ostern gesetzte Lavendel hat auch schon wunderbar durchgetrieben

Und… die gestern gekaufte Erde ist schon wieder leer….

Sonntag, 11.4., 20 Grad, sonnig mit Wolken, abends bedeckt, 0 Liter

Der Versuch mit dem Mond

Im vergangenen Jahr hatte ich ja wenig Glück mit meinem ausgesäten Gemüse. Erst kam es gar nicht, dann ist es sofort geschossen. Katastrophe.

Also versuche ich es dieses Jahr mal mit dem Mondkalender. Ich habe mir den der Zeitschrift „Kraut und Rüben“ ausgedruckt, den benutzt Herr Vater auch.

Demzufolge habe ich erst einmal meine Saatschubkarre bestückt. Die Kindelein hatten sie gestern beim Spiel umgeworfen und so war der Boden schon vorgelockert.

Von links nach rechts habe ich gesät: Kohlrabi, Blumenkohl (Ja, ich versuche es jedes Jahr aufs Neue, obwohl der bei mir nie Blumen bildet), Rotkohl, Fenchel, Brokkoli und Salat

Mal sehen, was aufgeht. Wenn die Pflänzchen dann groß genug sind, können Sie an ihre endgültige Stelle ziehen.

Schnittlauch und Koriander…
Thymian, Dill, Pfefferminz

Und jetzt ist mir irgendwie die Erde ausgegangen… Hmpf. Gut, dass ich nachher eh noch mal los muss…

Samstag: teils sonnig, teils bedeckt, im Laufe der Woche 5 Liter Niederschlag in Form von Regen und Schnee.

*brrrr*

Gefühlt ist es ganz schön eisig draußen. Nachts -4, jetzt gegen Mittag immerhin 2 Grad. Immer wieder schauert etwas Schnee. Und es pfeift um‘s Eck. Deswegen fühlt es sich gleich noch mal kälter an…

Die frisch getopften Pflänzchen haben jedenfalls mal einen kleinen Schutz bekommen.

Lavendel, Duftgeranie, drei Sorten Minze, Liebstöckl, Estragon. Agapanthus. Johannisbeere.

Rund um den Schlüchtsee

Das ist eigentlich nur eine kurze Wanderung, man wäre da ruckzuck drumrum.

Wenn es nicht so viel zu beobachten gäbe!

Wer hat denn hier abgeholzt?
Wir haben da so einen Verdacht…
Hier hat er wohl seine Burg gebaut, der holzfällende Kollege…
Hier wuselte es nur so vor Ameisen
Von diesen Gesellen waren gefühlte Milliarden unterwegs, alle mit dem Ziel „Wasser“. Man mußte echt aufpassen, auf keine zu treten

War ein lehrreicher und spannender Ausflug!

Rosen, Rosen, Rosen

Gut, dass ich davon nicht so viele habe wie Frau Mutter. So bin ich heute einmal durch den Garten gerauscht. Bewaffnet mit der Schere.

Schneewittchen wurde von Junior gestutzt, der mir schon bei der Verstümmelung der Apfelbäume half. Nachdem es immer schwieriger wird, den Herrn, der die Bäume sonst geschnitten hat, rechtzeitig zu uns zu bekommen, haben wir es dieses Jahr einfach selber einmal versucht. Weniger tragen als letztes Jahr können Sie fast nicht mehr, wir sind gespannt, was wir alles falsch gemacht haben.

Bei den Rosen kenne ich mich doch schon etwas besser aus. Also konnte ich Junior gut erklären, worauf er achten muss und er hat das auch ziemlich gut hin bekommen.

Ich nahm mir die Pennylane vor, außerdem dann noch die restlichen Strauchrosen, auch die an der Einfahrt. Junior half dann lieber seine Schwester beim frisch eintopfen der Dahlien. Die haben jetzt schon ein paar Jahre keine frische Erde bekommen, es war absolut an der Zeit.

Den Lavendel habe ich dann auch noch zurückgeschnitten, bin gespannt, wie der durch treibt. So von weitem sieht das Beet ja jetzt schon ganz brauchbar aus. Näher kommen möchten Sie lieber noch nicht.

Dienstag, 29.3., sonnig, 20 Grad, 0 Liter