Bekloppt!

Irgendjemand spinnt hier.

Entweder der Januar, der bereits Primeln, Schneeglöckchen und Winterlinge blühen läßt…

Oder mein Buch, das dieses erst für Mitte Februar erwarten läßt…

Ich fürchte ja, es ist der Januar *seufz*

Die Neuen

Leider starb vor ein paar Wochen der alte Pauli, einer von zwei Stallkatzen. Wir wissen nicht, wie alt er war, war er doch eines Tages vor etlichen Jahren einfach da, quartierte sich in äußerst verschnupftem Zustand bei uns – und damals noch Mia – ein und sorgte mal eben für Nachwuchs.

Mia ist im letzten Jahr gestorben und da sie schon hier war, als wir einzogen, war sie bestimmt 15 Jahre alt. Also war jetzt Josie, beider Tochter, allein.

Nun sind Katzen zwar nicht gerade Rudeltiere, aber für die Gesellschaft – und natürlich auch gegen die Mäuse – sollten noch ein oder zwei Katzen einziehen.

Das ist also heute dank der Katzenhilfe Langenau passiert.

Die beiden Katerchen sind natürlich reichlich verschreckt ob des Umzugs und brachten sich quasi via Hechtsprung in Sicherheit – auf den Schrank beziehungsweise hinter eine große Kiste.

Wir ließen sie dann erst mal in Ruhe und etwas später waren sie dann immerhin zu zweit auf dem Schrank…

Auseinanderhalten wird man sie können – der eine hat ein schmales „M“ auf der Stirn, der andere ein breites. „Leo“ und „Micky“ sollen sie heißen, hat das Prinzeßchen befunden. Aber wer wer sei, wollte sie noch abwarten. Vielleicht werden es ja auch noch andere Namen, das weiß man bei uns nie. Meist „sagen“ uns die Tiere schon, wie sie heißen „wollen“…

Nun sind Futter und Wasser gerichtet, zwei Klos mit Streu und einem Hauch Stroh gerichtet, zahlreiche Decken in der Sattelkammer verteilt, die einige Zeit ihr Zuhause sein wird. Eine kleine Lampe mit Zeitschaltuhr wird einen gewissen Tag-Nacht-Rhythmus vortäuschen.

Mal gucken, wann sie von dem Schrank runter kommen….

Früher war es ein seltener Gast,

doch in diesem Jahr waren zugleich mindestens 5 Taubenschwänzchen an unserem Sommerflieder.

https://de.wikipedia.org/wiki/Taubenschwänzchen

Man nennt sie auch allgemein Kolibri, denn sie bewegen sich wie diese. Sie sind extrem schnell unterwegs und durch den abartig flinken Flügelschlag oft nicht richtig auszumachen. Doch mit Geduld und Spucke habe ich ein paar – wie ich finde – recht brauchbare Bilder gemacht.

Früher war mal ein Taubenschwänzchen im Sommer da, aber durch die warmen Winter bleiben viele hier. Sie lieben Sommerflieder, Ziertabak, Wandelröschen, Plumbago, Gartenhibiskus und eigentlich alle ungefüllten Blüten. Beim Anblick dieser Schmetterlinge, kann ich sogar den brüllheißen Sommer „fast“ ertragen.

Kirschenernte

Nachdem wir vor etlichen Jahren die gesamte Kirschernte haben ausfallen lassen müssen, haben wir jedes Jahr „gevliest“, Gelbtafeln und biologischen Locksaft in den Baum gehängt. Im letzten Jahr habe ich schon wieder Kirschen ernten können. Allerdings war noch so in jeder 10. eine Made drin. Da habe ich sie halt alle aufgschnitten und die Maden (es gibt immer nur 1/Kirsche) rausgepuhlt. Dann haben wir sie mit Genuss gegessen.

In diesem Jahr hatten wir eine tolle Kirschernte.

Der Nachbar bekam ein Schüsselchen (seine Kirschen sind immer vor unseren reif, und weil die Vögel zu der Zeit so scharf sind auf Frisches, bekommt er selten eine Kirsche ab), Minchen bekommt auch eine und wir futtern und futtern. Den Rest haben wir dann eingemacht. 15 solcher Gläser und 2 Gefriergefäße voll hat es gegeben. Und das Schönste: So gut wie keine Maden. Die Mühe hat sich gelohnt. Da kann der winterliche Kirschenschmarrn ja kommen. Nicht zu vergessen, der superleckere Kirschenkuchen, den „Min Öllen“ immer backt.

Ja und dann fand sich noch dieser lustige Geselle. Er hat uns regelrecht verfolgt. Hat sich auf unsere verschwitzte Haut gesetzt und wohl Salz geschleckert.

Es ist der kleine Schillerfalter. Außen ist er ganz unscheinbar braun. Die Innenseite dann kräftiger, aber bei bestimmter Beleuchtung schillert er dannn eben blau. So einen habe ich bei uns noch nie gesehen. Bin gespannt, ob er noch einmal wiederkommt.

Schwalben

Letztes Jahr hatten wir das erste Mal seit unserem Kauf des Hofes vor 15 Jahren Schwalben im Stall. Daher freute ich mich sehr darüber – ein Pferdestall ohne Schwalben geht ja gar nicht.

Dabei hatten wir viel versucht. Künstliche Nester angebracht und so. War absolut nicht hilfreich.

Aber letztes Jahr verlief die Immobilienbesichtigung positiv vier Junge wurden aufgezogen

Und auch dieses Jahr ist das Nest wieder bewohnt. Nur die Künstlichen werden immer noch verschmäht…