Blümchen mit Puderzucker

Sonntag, bewölkt, -1 Grad

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Mann un Fru?

Da sitzen wir nun immerzu an unserem Esszimmerfenster und rätseln. Sind es nun zwei Buntspechte, die da an unseren Meisenknödeln hängen und sich heftig bedienen, oder nicht? Der Eine, so viel haben konnten wir gleich erkennen, hängt immer unten an den Knödeln und stützt sich mit den Schwanzfedern ab. Außerdem kommt er uns viel größer vor.  Das ist auch der, der immer pünktlich um Viertel nach 9 an der Futterstelle erscheint. Man kann ja fast die Uhrzeit danach stellen. Das ist, so viel ist klar, der „faule Sack“. Warum er so heißt, habe ich ja hier schon einmal erklärt.

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Wie man an dem roten Punkt am Hinterkopf gut erkennen kann, ist es ein Männchen. Leider hatte er uns bisher nicht sein Rückenteil gezeigt. Aber jetzt haben wir ihn doch einmal erwischt.

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Auf diesem Bild kann man sehr schön sehen, dass er unten dranhängt und sich mit den Schwanzfedern abstützt. An der Unschärfe des Kopfes kann man sehen, wie sehr er auf den Knödel einpickt.

Ja und dann, eine Stunde später etwa, hängt da doch schon wieder so ein Vogel dran. Ja, zum Donnerwetter, ist das jetzt noch einmal einer? Dieser hängt oben am Knödel und erscheint viel kleiner. Hm, merkwürdig. Mensch Pieper, dreh uns doch mal den Rücken zu, damit wir dich genau betrachten können! Dann haben wir Glück.

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Er oder sie dreht uns freundlicherweise mal den Rücken zu.

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Der rote Fleck am Kopf fehlt!  Also doch ein Weibchen. Ja ist das wohl eine tolle Geschichte?! Zwei Buntspechte in unserem Garten. Ich bin hin und weg. Und dann kommt uns da noch dieser seltene Geselle im Vogelhaus besuchen. Sagenhaft. Langsam scheint sich herumzusprechen, dass es bei uns gutes Futter gibt, das man auch in Ruhe futtern kann, denn Katzen dürfen hier nicht rein. Die verjagt unsere Zeeta, unsere Scottish Terrier Hündin gnadenlos.

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Ein Kernbeißer. Supertoll! Jetzt fehlen uns nur noch Dompfaffen und Baumläufer. Kohlmeisen, Blaumeisen und Weidenmeisen haben wir genügend. Ach ja, und sie prügeln sich jetzt schon um die Meisenhäuschen. Ist das nicht noch ein wenig früh? Ein Sonnentag macht noch keinen Frühling, ihr Lieben, also Geduld mit dem Brüten!

 

Schneesonntag

Zur Zeit will es morgens gar nicht richtig hell werden. Gestern um kurz nach sieben entstanden diese Bilder – die blaue Stunde hatte noch nicht ganz begonnen, aber man konnte sie bereits erahnen.

Dieses Wochenende waren wir zu einem Dressurlehrgang bei meinem langjährigen Reitlehrer, der ja inzwischen weit fort lebt und nur noch für Lehrgänge hier bei uns ist. Der Kurs war wieder einmal sehr gut und die Liese und ich haben Fortschritte gemacht. Wenn wir so weiterarbeiten können wie bisher während dieses Winters freue ich mich auf die kommende Turniersaison.

Da der Lehrgangsort eineinhalb Hängerstunden fort war, hatte ich für die Liese eine Box organisiert und sie durfte dort übernachten. Was auch sehr gut war, denn Samstagnachmittag begann es aus allen Federbetten zu schneien. Da hätte ich nicht mit dem Anhänger fahren wollen!

Für ein Offenstallpferd, das Box kaum kennt, hat das Lieschen es sehr gelassen gemacht. Nur der Hafer wollte nicht so recht schmecken, ein wenig aufgeregt war sie wohl doch.

Die Reitanlage ist auf einem alten Gutshof untergebracht – wunderschön und mit einem urgemütlichen Stüberl!

Die braune Liese war dann am frühen Sonntagnachmittag doch recht froh, dass die ihre Freundinnen daheim wieder begrüßen durfte.

Begrüßt wurde ich wiederum von „Häuptling Krumme Zigarre“, den die Kindelein am Vormittag mit Schnäuzelchen zusammen gebaut hatten:

Ein erster Gartenrundgang

Im neuen Jahr überkommt mich wieder das Bedürfnis, durch meinen Garten zu wandern. Noch finde ich nicht allzu viel aber ein wenig doch. Abgesehen einmal davon, dass dank der letzten zwei Tage bei den Himbeeren „Land unter“ ist, gibt es schon die ersten Schneeglöckchen unter den Büschen, die aber noch nicht aufgeblüht sind.

Die „Rose der Hoffnung“ und „Schneewittchen“ trotzen dem Winter und blühen immer noch.

Im Wohnzimmerbeet guckt bislang noch sehr wenig an Zwiebelblühern aus der Erde. Genauer gesagt: ein einziger. Aber der Austrieb der Pfingstrosen ist schon zu erahnen.

Wassergeister?

Als wir um halb zwölf zu Bett gehen, trappelt es auf dem Auslauf. Nicht ungewöhnlich, dass da eine hin und her geht. Ungewöhnlich ist, dass es nicht aufhört.

Noch denke ich mir nichts dabei. Dann beginnt eine, mit dem Huf zu scharren. Ich stehe also auf, ziehe mich an und dackele in die Nacht.

Zwei dunkle Schatten stehen vor der Tränkewanne….

Ich gehe in den Stall, wo es aus des roten Pferdes Box genüsslich schnarcht. Wie immer also.

Ich mache alle Lichter an und leuchte mit dem Handy in die Tränkewanne. Voll bis obenhin. Wie frisch gefüllt. Davor ein in den Boden gescharrtes Loch.

In der Wanne ist etwas. Sieht aus wie eine ertrunkene Maus. Ich überwinde mich und greife bis zum Ellbogen ins kalte Wasser. Stöpsel raus, dann die nächste Überwindung. Der vermeintliche Mauseschwanz entpuppt sich als der Stiel eines Blattes.

Kaum ist das Corpus delicti entfernt, greife ich zur immer danebenliegenden Spülbürste und schrubbe die Wanne, während das Wasser abläuft – und die verflixten Biester fangen an, das eben noch verschmähte Wasser zu trinken.

Saubande!

Es ist eine Viertelstunde nach Mitternacht, als die Wanne frisch gefüllt ist, alle Pferde sich satt gesoffen haben und die Nasen im Heu versenken. Ich geh dann auch mal wieder ins Bett….

AbC, die Zeeta lief im Schnee..

Heute hat es wunderbar geschneit. Es waren bestimmt 10 cm, die runtergekommen sind. Unsere Nachbarn haben eifrig Schnee geschippt. Mein Mann hat einen Gehweg für Besucher geschippt und das wars. Denn es ist Regen angesagt. So ein Mist. Es ist doch so schön jetzt.  Dann fing es an zu pusten und ruckizucki war die weiße Pracht auf wenige cm zusammengesintert. Jedenfalls fand Zeeta den Schnee  auch toll. Wie unser erster Schotte, Bonnie,  liebt sie den Schnee. Auf dem Spaziergang ist sie durch den Schnee gepflügt und hinterher sah sie dann so aus:

12.10.2017-1a