Mirabellen

jetzt sind sie richtig reif! Fünf oder sechs Kilo habe ich heute zu 17 Gläsern Marmelade verarbeitet. Allein 1,5 kg haben die Kindelein eifrig entsteint. Als sie keine Lust mehr hatten, hat Alfons das Ganze übernommen. Ruckzuck erledigt er die Arbeit und man muss den entstandenen kernhaltigen Brei nur noch durch ein Sieb streichen. Perfekt geeignet: Mein Spätzlegerät.

Das sind noch nicht alle Gläser, da kamen noch welche dazu. Und auf dem Baum hängen noch Tonnen. Da werde ich morgen noch mal ein wenig werkeln, diese Marmelade schmeckt uns nämlich nicht nur auf Brot – für Pfannkuchen ist sie super und sie eignet sich auch toll als Füllung einer Biskuitrolle.

Montag, 5.8.19, sonnig, 28 Grad, gelegentlich ein paar Regentropfen, ltr.

Igitt!!!!!! Maden in unseren Süßkirschen!

Pfui Teufel, da vergeht einem ja vollends der Appetit. Die erste Ernte Kirschen war noch ohne Maden. Jedenfalls keine sichtbaren. Beim nächsten Durchpflücken tauchten sie dann auf, auf den Kirschen, in den Kirschen. Bäh, mich hat es richtig geschüttelt.

Unsere Nachbarn  mit Kirschbäumen, die „min Öller“ daraufhin auf seinen “ Gassi geh Touren mit den zwei Ungeheuern“, gefragt hat, meinten: „Ach so ein bischen Eiweiß, das kann man doch mitessen“. Ne, also alles was Recht ist, das geht ja gar nicht. Da stellt es mich. Und was macht Frau, wenn sie heutzutage was wissen will? Brockhaus ist veraltet, also ab ins Netz. Da habe ich dann eine sehr überzeugende Seite gefunden, die ich Euch sehr empfehlen kann. Nicht nur wegen des Artikels über Kirschmaden, sondern überhaupt.

https://www.hausgarten.net/pflanzenschutz/schaedlinge/maden-wuermer-in-kirschen.html

Nachdem ich den Artikel gelesen hatte, bin ich in den nächsten Gartenmarkt und habe zwei riesengroße,  kirschfliegentaugliche Netze erstanden. Die waren zwar schweineteuer, aber egal. Das ganze Frühjahr freut man sich auf die Kirschernte und dann wird sie einem so vermiest. Ne, egal, Kosten hin oder her.

Also habe ich den gesamten Boden unter der Kirsche nach Kirschleichen abgesucht und Selbige aufgesammelt. Einen ganzen Vogelknödeleimer ergab das. Kerne mit und ohne Fruchtfleisch, denn wie ich gelesen habe, sitzen die kleinen Scheißerchen auch in den Kernen und fressen die auf, bevor sie sich in den Boden begeben.

Da wir noch Unmengen an Kirschen im Baum hatten und die zweifellos alle noch runterfallen würden, falls die Stare sie nicht holten,  mussten wir den Maden den Weg in den Boden irgendwie vermasseln. Also haben wir die Netze am Boden ausgebreitet. So können die Kirschen runterfallen, die Maden aber nicht in die Erde.

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„Min Öllen“ sammelt jetzt jeden Tag die heruntergefallenen Kirschen ab. Inzwischen sind es 3 Vogelknödeleimer  voll gewesen. Die kommen dann in die Biotonne. Der Kompost beim Wertstoffhof ist ja so heiß, das überleben die gewiss nicht.

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Und so sehen die Dinger dann aus, wenn sie herunterfallen.

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Appetitlich nicht?  Nun, wie auch immer, wenn alle Kirschen runtergefallen sind, werden wir die Netze wieder einsammeln. Im nächsten Frühjahr, wenn die Kirschen angesetzt haben, werden wir die Netze wieder ausbreiten, bis dahin langt es vielleicht auch noch für ein drittes Netz, und dann können die aus den verpuppten Maden entwickelten Kirschfliegen nicht von unten nach oben in den Baum fliegen. Zumindest mal weniger. Zusätzlich werden wir noch ein paar Äste mit Netzen einpacken und in den restlichen Baum biologische Gelbtafeln hängen. Sollte  daran zu viele andere Insekten hängen bleiben, werden wir diese wieder entfernen und hoffen, dass das Netz reicht. Zumindest für eine kleine Ernte. Es ist ja nicht so, dass ich nicht gern teile, aber dann doch lieber mit den Amseln und Staren. So sind jetzt unsere Pläne. Ich werde berichten, welchen Erfolg wir hatten.

Enorme 120 Gramm

sind der Beginn der Himbeerernte. Auf Wunsch der Kinder habe ich sie eingefroren, damit wir die Menge dann hoffentlich noch vergrößern können. Sie möchten Marmelade kochen. Nun denn.

Montag 8.7.19, bewölkt, 20 Grad, 0 ltr.

Es apfelt

Puh – der Urlaub ist nun schon wieder zwei Wochen her … Der Alltag hat uns noch nicht ganz wieder … Denn noch sind Ferien im Lande …

Im Garten steht derzeit die Apfelernte an. Die drei Bäume tragen unglaublich, als wollten sie uns für die ausgefallene Ernte des vergangenen Jahres entschädigen. Vom Reitplatzbaum – der, den Schnäuzelchen vor zehn Jahren schon fällen wollte, denn „der trägt ja eh nicht mehr“ – habe ich schon körbeweise geerntet und verarbeitet oder auch verschenkt. Das Fallobst, das noch gut ist, bekommen die Pferde, denn in der Regel hat es einen Grund, warum es vor der Zeit fällt. Und bei einem Baum, an dem gefühlte Tonnen Äpfel hängen, fange ich nicht damit an, Fallobst auszuschneiden…

Unter dem großen Baum hatte sich während des Urlaubs ziemlich viel davon angesammelt. Nachdem unter dem Reitplatzbaum schon letzte Woche klarschiff gemacht wurde, ging es heute an den großen und den kleinen Baum. Wobei letzterer inzwischen auch schon recht groß ist…

Zweieinhalb Schubkarren Gammeläpfel und vier Kiepen Futteräpfel später war ich dann fertig, sodass Schnäuzelchen hier morgen Rasenmähen kann. Es ist nämlich inzwischen tatsächlich etwas gewachsen, da es ein paar mal geregnet hat.

Außerdem betrug die Ausbeute des Tages einen Apfelkuchen für Erwachsene, einen in der Kinderversion, und drei Flaschen Apfelsaft…

Fleißig

Gestern besucht mich eine Freundin. Zunächst machten wir gemeinsam den Stall und dann ging es ins Haus. Sie hatte ihre Nähmaschine mitgebracht und wir wollten gemeinsam werkeln.

Was sie auch mitgebracht hatte, war ihre Küchenmaschine. Sie wissen schon, die, die fast jede Frau hat und die schon alles alleine kochen kann. Ich habe mich dieser bislang erfolgreich verwehrt, sie ist mir schlicht und ergreifend zu teuer.

Die Äpfel sind reif. Nun ja, noch nicht so ganz reif, aber wir haben schon sehr sehr viel Fallobst. Also haben wir gestern mit der Küchenmaschine Apfelmus produziert. Ich muss sagen, es war schon sehr angenehm, nicht die ganze Zeit daneben stehen zu müssen und zu gucken, dass nichts anbrennt

Deswegen ist mir das Gerät aber immer noch zu teuer *zwinker*

Außerdem sind noch zwei Shorts und ein T-Shirt für die Kinder entstanden. Wir waren also ein bisschen fleißig im Haus.

Geleeparade

Ihr könnt euch noch sechs oder acht Gläser dazudenken, denn ich habe etwas verschenkt und einige Gläser wurden schon leergefuttert.

Und die hier müssen noch verarbeitet werden:

Ein wenig Quittenbrot habe ich heuer auch gemacht, aber dafür, dass eigentlich fast nur ich es mag, ist es eindeutig zu viel Arbeit!