Dem graust vor nichts Teil II

Damit hier nicht immer nur von Pferden berichtet wird – über den Garten kann man derzeit ja nichts berichten – möchte ich an dieser Stelle von noch einem kleinen Wesen berichten, das überhaupt keine Angst vor unseren Hunden zu haben scheint. Es ist ein kleines Rotkehlchen. Im Sommer hat es schon immer in ca 1m Entfernung von mir gesessen und fröhlich gepiepst.

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Aber jetzt im Winter, das war wirklich der Hammer. Unsere Dinah war mal wieder am Vogelfutterhaus. Sie mag auch Rosinen und Sonnenblumenkerne. Und das kleine Rotkehlchen ließ sich überhaupt nicht von ihrer Anwesenheit stören. Es blieb einfach dort, hupfte hin und her und hat auch gefuttert. Erst als ein Auto vorbeifuhr flog es weg.

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Man muss schon sagen, auch wenn das Vögel füttern eine Menge Geld kostet, dieses „Kino“ ist es alle Mal wert.

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Warten und hoffen…

… tun wir nämlich heuer mal wieder. Nicht auf Godot… obwohl, der beginnt auch mit G. Und das Fohlen, auf das wir warten, braucht dann auch einen Namen, der mit G beginnt. Nun gut, somit hat es dann wohl seinen „Arbeitstitel“ weg…

Mitte Juni soll es soweit sein. Also noch ein Stück Warten. Und hoffen, dass alles drin bleibt und gesund auf die Welt kommt. Sicher ist das ja immer nicht. Nicht einmal, dass es noch drin ist. Am 90. Tag war es das jedenfalls noch. Und aussehen tut sie auch schon ein wenig danach…

Wir sind sehr gespannt. Es ist das erste Fohlen dieser Stute, die auch schon bei uns auf die Welt kam. Bislang war sie ja mit mir als Dressurpferd unterwegs.

Irgendwie…

… ist dieser Blog in der letzten Zeit ziemlich pferdelastig geworden. Aber es gibt auch so wenig zu berichten. Im Garten ist Winterpause mit circa zehn Zentimeter Schnee. Zum Nähen komme ich dank „Homeschooling“ gerade nicht. Dafür zum scheibchenweisen Aufräumen und Ausmisten der Bude. Das ist aber nicht interessant genug, um darüber zu schreiben…

Zurück also zu den Pferden. Dass sie viel Spaß am Schnee haben, konnte ich ihnen ja schon mittels bewegter Bilder vorführen. Am Wochenende nutzten wir dann auch mal die Gelegenheit, ordentlich im Gelände zu galoppieren. Einfach großartig in zehn Zentimeter Neuschnee!

Spaß im Schnee

Nachdem die Weiber auf dem doch etwas verwinkelten Auslauf abspackten, öffnete ich doch lieber den Reitplatz. Nicht verwinkelt, groß, griffiger Boden. Ergo: Weniger Verletzungsrisiko.

Bekloppte Viecher. Aber offenbar hatten alle Spaß. Sogar die alte Dame, die sich sonst gerne vornehm zurückhält, nickte durch den Schnee.

Dem graust vor nichts…

Hatten wir im Sommer noch Sorge um Clumsy, so freuen wir uns jetzt jeden Tag über seinen Besuch.

Neulich wollte „min Öllen“ den Vogelfutterplatz neu bestücken aber Clumsy war da. Was tun? Vorsichtig hat sich „min Öllen“ mitsamt seinen Futtereimern an das Vogelhaus herangepirscht. Clumsy fand das sehr interessant.

Der dachte nicht daran wegzufliegen. Im Gegenteil, er hat noch lauthals gemeckert.

Erst, als er ihm ein paar Körner vor die Füße geworfen hat, ist er, unter Absingen schmutziger Lieder, davongeflogen. Übrigens, jetzt, mit Schnee, hat der kleine Kerl eine wunderbare Tarnung.

Nun wünsche ich Euch noch ein gesundes, nicht so einsames neues Jahr damit Ihr noch lange hier mitlesen könnt.

Deppert…

Da predige ich doch seit Jahren allen, man solle ein junges Pferd nie ohne Handschuhe führen. Und was tu ich heute selber?

Richtig – Zwergi ohne Handschuhe führen. Es ging auf den Auslauf, und zwar einen für sie und die Friesenfreundin sollte auf den Nachbarauslauf. Getrennt sein üben. Große Empörung und Aufregung beim roten Nachwuchs (beim Friesen auch). Alles handelbar – aber nen Blutigen an der Pfote gab‘s vom Strick (oder was auch immer) eben doch.

Dann hatte ich mein Handy im Auto gelassen, sodass Sie jetzt kein Photo einer aufgeregt trabenden Zwergi zu sehen bekommen. Schade eigentlich, denn das sah wirklich sehr gut aus und ich freue mich schon darauf, wenn ich sie endlich anreiten kann…

Das Zigeunermaß habe ich heute auch bemüht, mißt sie doch derzeit erst 1,57m und ich war neugierig, womit ich noch an Wachstum rechnen kann. Das Zigeunermaß ist natürlich keine exakte Wissenschaft, aber im Großen und Ganzen stimmt es wohl. Demnach darf ich noch mit einer guten Handbreit Wachstum rechnen, damit wäre sie dann im Bereich ihrer Mutter – völlig ausreichend!

Zu guter Letzt: Rutschen Sie gut ins neue Jahr!

Friesenzähmen leicht gemacht…

… oder so ähnlich hieß es heute mal wieder.

Diesmal war die Friesische wieder reichlich unbegeistert, als ich mit Zwergi die Stallgasse hinunter marschierte. Fünf oder sechs Mal sind wir nur wenige Meter gegangen, haben dort kurz gewartet und sind wieder zur Box mit der Friesischen zurück gegangen. Dann platzte der Knoten und sie erkannte „Die kommt ja immer wieder“ und wir konnten erst die halbe, dann die ganze Stallgasse hinunter marschieren.

Dabei gab es dann noch eine kurze Irritation, denn da hatte doch tatsächlich jemand eine Tannengrüngirlande mit goldenen Sternen über der Stallgasse gespannt. Zwergi blieb davor stehen und bekam große Augen. Da wollte sie nicht drunter durch laufen.

Also noch mal zurück zur Box, ein kurzer Schnack mit der Friesischen- und noch einmal los. Diesmal war die Girlande vollkommen uninteressant und Zwergi ging anstandslos unten durch.

In fünf Tagen ist sie übrigens genau zweieinhalb Jahre alt.

Zwergi

… war beim letzten Besuch noch hinten deutlich höher als vorne. Nun hat sie vorne nachgeschoben.

Der ausgedachte Plan für die Friesische funktionierte bestens. Ich rein in die Box, den Friesen aufgehalftert. Wer braucht so viel Schopf und Mähne, Bitteschön? Ich hab das Halfter eher im Langhaar verwurstelt als über die Ohren gezogen. Irgendwann saß es dann aber doch, die Friesische war angebunden und ich konnte mit Zwergi seelenruhig auf die Stallgasse marschieren.

Dort erst mal anbinden und Hufe geben üben. Drei gingen bestens, hinten rechts fand sie sehr doof. Bis mir dann auffiel , dass sie hinten links extrem weit hinten raus stand, da war das Gleichgewicht dann wohl nicht vorhanden. Also das linke Hinterbein nach vorne geschoben, dann ging das Aufheben des rechten Hinterbeines problemlos.

Schließlich bin ich los marschiert. Zwei Tritte, anhalten. Gucken, was die Friesische macht. Alles ruhig? Dann die nächsten zwei Tritte. So verholten wir uns heute bis ans Ende der Stallgasse. Lediglich bei den letzten Metern wurde die Friesische dann unruhig.

Das Abhalftern der Friesischen war dann etwas spannend- Zwergi dackelte nämlich schnurstracks aus der Box auf den Auslauf und die andere wollte bitte gestern hinterher. Haben wir aber doch noch irgendwie hingekriegt.

Dreckiger Zweijähriger. Die darf das.