Nun blühen sie wieder Teil IV

Die Photos von Teil III stammen vom 17. Juni. Am 23. Juni habe ich wieder photographiert. Ich musste diese unglaubliche Pracht einfach festhalten. In all den Jahren, die wir jetzt hier wohnen, habe ich eine solche Blütenfülle noch nicht erlebt. Die Zweige waren so übervoll, dass wir einige abstützen mussten. Auch die Größe der Büsche war ungewöhnlich. Hatten wir doch viele Rosen im Januar ordentlich zurückgeschnitten. Zwischen ihnen durchlaufen war kaum mehr möglich, jedenfalls nicht, wenn man nicht zerrissene Klamotten oder schmerzende Blutige haben wollte. „Auf allen Vieren“ war angesagt.

Ja und dann zogen die unsäglichen Gewitter auf.

Rechts im Bild seht ihr „Mozart“, eine Rose, die eigentlich nur 65 cm hoch werden soll. Das sind ursprünglich nur 3 Stöcke gewesen, ein paar haben Absenker gebildet und wir haben es so gelassen. Und ja, nach dem vielen Regen sind die Rosen jetzt die „Ritter von der Traurigen Gestalt“. Schade.

Und ernsthafte Sorgen musste ich mir bei den orkanartigen Böen um meine mehr als 30 Jahre alte „Vier Familien Linde“ machen. Sie steht im hinteren Teil unseres Gartens, genau an der Ecke und bietet 4 Haushalten angenehm schattige Aufenthaltsmöglichkeit. Sie sollte eigentlich nur 12 m hoch werden, aber wie man sieht, sie hat sich nicht daran gehalten. Aber wenn sie blüht, dann ist da drinnen ein Gesummse, unglaublich, genau wie in der „Mozart“.

Nun blühen sie wieder

„Nein, die gebe ich ihnen nicht, die geht bei ihnen nur kaputt“ waren die Worte eines Rosenzüchters aus Schleswig-Holstein, als min Öllen dort die Hugonis Rose kaufen wollte. Ja, jetzt machen wir sie schon 30 Jahre lang „kaputt“.

Dies ist ein älteres Bild, denn in diesem Jahr hat es sich nicht ergeben zu photographieren, da es ja andauernd geregnet hat. Aber sie ist immer noch da und hat auch fleißig geblüht. Die zweite Frühblühende ist die „Rosa Omeiensis Pteracantha“. Sie ist genauso alt und inzwischen, trotz des häufigen Rückschnitts, ein Riesenstrauch geworden.

Und zur Zeit blühen diese Rosen:

Das ist „Marguerite Hilling“. In ihr wurde dieses Jahr ein Nest gebaut und Frau Amsel brütet bereits. Dieselbe Rose, nur in weiß, ist „Montana“. Beide Rosen gefallen durch ihre riesigen Blüten.

An der Hausecke rankt sich „Maigold“ nach oben. Auch sie ist in diesem Jahr ziemlich spät dran. Das relativ kühle Wetter hat den Vorteil, dass die Rosen nicht so schnell verblühen.

Und zu guter Letzt schaue ich von meinem Esszimmerfenster auf die wunderschöne „Eglantyne“, von der ich überhaupt nicht in Erinnerung hatte, dass sie so früh blüht.

Innerhalb weniger Tage ist unser Garten so zugewachsen, dass unser Nachbar schon feststellte, dass man sich ja nicht mehr sieht, nur noch hört.

Und dann hatten wir in diesem Jahr eine unglaubliche Rhododendronblüte. Riesige Blüten und massenhaft.

Ein Spaziergang durch unseren Garten Teil V

Nun bin ich aber schon lange nicht mehr mit Euch durch meinen Garten gewandert. Das Wetter war einfach zu schön, um zu schreiben. Heute möchte ich mal über Stockrosen sprechen. Diese wunderbaren Pflanzen habe ich auf der Insel Fanö kennen und lieben gelernt. Dort stehen sie fast an jedem alten, mit Reet gedecktem Haus. Seit sie bei uns im Garten blühen, findet man sie, so nach und nach, auch in allen umliegenden Gärten. Recht häufig sehe ich auch Passanten, die, verstohlen um sich blickend, einige Samen abpflücken und mitnehmen. Da freue ich mich dann besonders. Es gibt sie in allen Farben.

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Von unserer mit Oleandern umstellten Terrasse habe ich auch schon des öfteren berichtet. Wir bräuchten die Rosen außenherum eigentlich nicht. Die Oleander geben genügend Sichtschutz. In diesem Jahr blühen sie ganz besonders schön.

07.22.2020

Auch bei Regen!

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Hier einmal eine kleine Zusammenstellung der Blütenvielfalt:

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Und zu jedem gibt es eine kleine Geschichte. Der einfache Weiße z.B. ist mehr als 30 Jahre alt und war ein Steckling, den wir bei Freunden in München schneiden durften. Ein anderer stammt von der Insel Korsika, vom Marktplatz in Ajaccio. O-Ton des min Öllen begleitenden Freundes: „Mensch H. , das kannst Du doch nicht machen!“

Selbst mein Schwiegervater, seines Zeichens Richter, war sich nicht zu fein, Oleanderstecklinge zu schneiden und uns mitzubringen.

Ach ja, und ein Steckling stammt vom Dehner „hüstel“.

Ach ja, und wenn ihr euch fragt, wo das ganze Gestrüpp denn überwintert wird: Im Herbst lassen wir sie abtrocknen, binden sie zusammen und befördern sie mittels Sackkarre (den Luxus gönnen wir uns mittlerweile) in den ehemaligen Öltankkeller. Dort bleiben sie zusammengebunden, werden 1mal im Monat gegossen und ansonsten vergessen. Letzten Winter hätten wir sie nicht nach unten stellen müssen. Bis 5° Minus sollen sie ja aushalten können. Aber da gehen wir kein Risiko ein.

So, das ist es wieder einmal gewesen. Keine Sorge, ihr werdet bald wieder diesbezüglich von mir hören und sehen. Bleibt gesund und munter!

 

 

 

 

Ein Spaziergang in unserem Garten Teil III

Jetzt hat es hier den dritten Tag gegossen. Heute gegen Abend kam das erste Mal die Sonne zum Vorschein. Mann, bei dem trüben Himmel kann einem direkt melanklüdderig werden. Heute Morgen hatte ich schon überhaupt keine Lust zum Aufstehen. Alle Blumen draußen sind nur noch die „Ritter von der traurigen Gestalt“ Zu schade. Aber, gemault wird nicht. Ich mach mir einfach ein paar schöne Gedanken….

Wie zum Beispiel hiermit:

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Die Rose, die da inmitten des chinesischen Hartriegels blüht, ist eine alte Rose. Sie heißt Comte de Chambord. Wir wohnen jetzt mehr als 30 Jahre in unserem Haus und diese Rose war eine der Ersten.

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Hier stehe ich auf der Einfahrt unserer Nachbarn. Sie genießen unseren Rosengarten auch immer mit.

Dieses sind    „Tess of the d’Urbervilles“ und   „Crown Princess Margaretha“

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Dies ist „Kew Garden“,  benannt nach einem Rosengarten in London. Eine wunderschöne, kleine, offene Rose, die gern von Bienchen besucht wid.

Aber es gibt bei mir nicht nur Rosen. Ich habe auch fast alle Schattierungen an Akelei. Das ist eine so unsagbar dankbare Staude. Es hat mit ein paar wenigen angefangen und nun sind sie überall im Garten zu finden. Aber nicht nur bei mir, auch die Nachbarn ringsum wurden beglückt. Von Minchen einmal ganz abgesehen.

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So, das wäre es für heute. Keine Sorge, es kommen noch mehr Bilder. Es kommen auch ganz entzückende Bilder von allem, was hier kreucht und fleucht. Aber Gemach, kommt Zeit, kommt Bild.

 

 

 

 

Ein Spaziergang durch unseren Garten Teil II

Ich sehe es ja ein, die Natur braucht den Regen ganz dringend. Aber könnte es nicht mal so richtig lospladdern und danach wieder blauer Himmel sein. Mir geht das so allmählich ziemlich „auf den Keks“. Da muss ich mir gleich ein paar schöne Gedanken machen und das geht am besten, wenn ich mir Bilder von meinen „unverbatschten“ Rosen anschauen kann. Sie haben soooooo schön geblüht und jetzt …… Nein, und gejammert wird nicht, es reicht schon, wenn man das Gejammer andauernd im TV hören muss. Warum muss bei den Deutschen bloß immer das Glas halb leer sein und nicht wie bei den Südländern halb voll?

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Ein Spaziergang durch unseren Garten Teil I

Schon lange liegt mir Minchen in den Ohren, ich möchte doch mal wieder ein paar Bilder von unserem Garten zeigen. Nun, in Zeiten von Corona hat man als alte Krake ja nicht so viel Besseres zu tun, da kann man sich schon mal ans bloggen setzen. Also habe ich mir, bevor der Regen und Wind zuschlagen konnte, die Photokiste geschnappt und bin damit durch meinen Rosengarten gegangen, um Photos zu machen. Da ich nicht langweilen möchte, werde ich den Spaziergang durch unseren Garten in mehrere Abschnitte unterteilen.

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Wann immer wir auf Gartenausstellungen gehen, ist unser Fokus auf Rosen gerichtet, aber wir haben nicht einmal auf der Bundesgartenschau so eine Vielfalt an Rosen gesehen, wie es sie in unserem Garten gibt. Es waren mal so an die 150 Verschiedene. Hier waren es nur 12. Und ich kenne alle ihre Namen. Vielleicht schaut ihr mal wieder rein. Es würde mich freuen.

Gartensamstag

Vorher:

Mittendrin: Der Papa erklärt, Junior hört interessiert zu und erweist sich als prächtiges Helferlein

Während das Prinzeßchen mir beim Einsetzen der Gurken- und Paprikapflanzen hilft und fleißig angießt

Nachher:

Freitag, 17.5., sonnig, abends Schauer, 18 Grad, 2 ltr.

Samstag 18.5., sonnig, 20 Grad, 0 ltr.